Gibt es die eine Wahrheit?

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Gibt es die eine Wahrheit?

Ja, es gibt die eine Wahrheit.
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Herr von Böde
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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 15. Mai 2018, 20:36

Die Frage stellt sich vielleicht irgendwann ganz neu:

GreWi - Biologen übertragen erstmals Erinnerungen auf ein anderes Lebewesen
Los Angeles (USA) – Durch die Injektion von RNA haben US-Biologen erstmals Erinnerungen einer Meeresschnecke auf eine andere übertragen und so bei dem Empfängertier eine künstliche Erinnerung erzeugt. Der Forschungsweg könnte auch zu neuen Behandlungen von Traumata aufgrund von schmerzhaften Erinnerungen führen.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft mit injizierter RNA die Auswirkungen etwa von Alzheimer oder dem posttraumatischem Stresssyndrom lindern können“, zeigt sich der Bio- und Physio und Neurobiologe Dr. David Glanzmann von der University of California überzeugt.

Im Fachjournal „eNeuro“ (DOI: eNeuro - RNA from Trained Aplysia Can Induce an Epigenetic Engram for Long-Term Sensitization in Untrained Aplysia) haben Glanzmann und Kollegen die Ergebnisse ihrer Übertragung von RNA von einem auf ein anderes Lebewesen – im aktuellen Fall von einer Meeresschnecke auf eine andere – beschrieben. Die Ribonukleinsäure (RNA) ist allgemein als Träger der Erbinformation, deren wesentliche Funktion die Umsetzung von genetischer Information in der biologischen Zelle ist.

In ihren Versuchen versetzten die Forscher den Apslysia-Schnecken (sog. Seehasen) zunächst alle 20 Minuten fünf leichte Stromstöße in deren Schwanzteil. Weitere fünf Elektroschocks erhielt die Schnecke dann nochmals nach 24 Stunden. Diese Behandlung führt zu einer Verstärkung des Rückzugreflexes der Schnecke im Verteidigungsfall. Als die Forscher die Versuchstiere im Vergleich zu einer Kontrollgruppe dann untersuchten stellten sie fest, dass jene Tiere, die die Stromstößer erhalten hatten, eine bis zu 50 Sekunden länger andauernde Rückzugsreaktion aufzeigten. In der Biologie wird ein solches einfaches Lernverhalten als „Sensibilisierung“ bezeichnet wird.

Aus dem Nervensystem der so sensibilisierten Tiere entnahmen die Forscher dann RNA – ebenfalls aus dem der nicht entsprechend behandelten Kontrolltiere. Injiziert in normale Meeresschnecken zeigte sich, dass jene Tiere, die die RNA ihrer sensibilisierten Artgenossen erhalten hatten, nun auch mit rund 40 Sekunden eine deutlich verlängerte Rückzugsreaktion aufzeigten, die bei normalen Tieren für gewöhnlich nur eine bis wenige Sekunden andauert. Die RNA der unbehandelten Tiere bewirkte hingegen erwartungsgemäß keine Rückzugsreaktion bei den damit injizierten Tieren. „Es ist ganz so, als hätten wir den Tieren die Erinnerungen ihrer Artgenossen an die Schockbehandlung übertragen“, so Glanzmann.

(...)
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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon hand » 21. Sep 2018, 16:19

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 20. Okt 2018, 14:10

hand@ glatt den letzten Beitrag übersehen, bin auch grad auf Campbell gestossen :)
Ich kannt ihn nicht , sehr spannend :

CropFm - Tom Campbell`s große "Theorie von Allem"
Man kann dem angewandten Physiker Thomas Campbell vielleicht eine etwas extreme Interpretation des Doppelspaltexperiments vorwerfen, aber sicher nicht, dass er sich nur mit halben Sachen zufrieden geben würde. Er verfolgt nach vielen Jahrzehnten wissenschaftlich geprägter Forschung (u.a. in Zusammenarbeit mit Robert Monroe) und eindrucksvollen subjektiven Erlebnissen in einer erweiterten Wirklichkeit mit zum Teil objektiven Ergebnissen nicht mehr und nicht weniger als eine Theorie von Allem. Mein live Gast Tim Martens ist seit 2015 mit der Übersetzung des Hauptwerks von Tom Campbell - My Big TOE (Theory Of Everything) - beschäftigt und gibt eine Einführung in diese ebenso komplexe wie faszinierende und umfassende Arbeit - oft auch "Simulationstheorie" genannt.
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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 20. Okt 2018, 22:49

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 22. Nov 2018, 15:15

Wie mir scheint wichtige Bemerkungen, zu Ähnlichem komme ich auch.
Die Wahrheit fühlt sich nicht unbedingt gut an, oft erschreckt sie, oft ist sie so schmerzhaft das man sich gar nicht daruf einlassen will und refelxhaft, ohne es zu merken, wegschauen lässt.
Grade dieser Wegschaureflex, manchmal auch eine komisches nichts damit anfangen können, eine Art von tauber Langeweile fürt oft direkt zum Wesentlichen.

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 23. Nov 2018, 10:32

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 21. Dez 2018, 09:46

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 6. Mär 2019, 04:34

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 9. Mär 2019, 02:55

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Re: Gibt es die eine Wahrheit?

Beitragvon Herr von Böde » 10. Mai 2019, 05:24

Passt hier vielleicht ganz gut rein :

GreWi- Studie zeigt: Gotteserfahrungen fördern mentale Gesundheit dauerhaft
Baltimore (USA) – Gotteserfahrungen – sei es nun spontan oder ausgelöst durch Psychedelika wie LSD oder Ayahuasca – haben positive und langanhaltende Auswirkungen auf die mentale Gesundheit. Zu diesem Schluss kommt eine Studie von Religionspsychologen des angesehenen John Hopkins Hospitals in Baltimore. Sogar eine „heilende Wirkung“ entsprechender Erfahrungen lege der aktuelle Forschungsstand nahe.

Wie das Team um Prof. Roland Griffiths von der Johns Hopkins University School of Medicine aktuell im Fachjournal „PLoS ONE“ (DOI: 10.1371/journal.pone.0214377) berichtet, werden religiöse Erfahrungen, besonders die Begegnung mit Gott bzw. göttlichen Wesen, von jeher eine tiefgreifende Wirkung – ganz gleich, ob diese Erfahrungen spontan oder durch die gezielte Einnahme von Psychedelika wie halluzinogener Pilze, dem Sud aus den Blättern des Kaffeestrauchgewächses Psychotria viridis Ayahuasca oder LSD herbeigeführt wurden. Die Erlebenden berichten oftmals von Erfahrungen mit Gott, göttlichen Wesen oder einer „ultimativen Realität“.

Anhand einer Umfrage unter Tausenden derartiger Zeugen, haben die Forscher um Griffith nun festgestellt, dass mehr als Zweidrittel von zuvor selbsterklärten Atheisten, diese Bezeichnung in der Folge ihrer wie auch immer sich zugetragenen Erlebnisse ablehnten.

Darüber hinaus führten eine Mehrheit der Befragten langanhaltende und positive Veränderungen in ihrer psychologischen Gesundheit (beispielsweise Lebenszufriedenheit, -zweck und -sinn) auf die entsprechenden Gotteserfahrungen zurück und das auch noch Jahrzehnte nach den Erlebnissen.

Laut den Medizinern und Psychologen, steht das Umfrageergebnis damit in einer wachsenden Reihe von Belegen dafür, dass tiefe und bedeutungsvolle Erfahrungen sogar heilende Wirkung haben können.

Die Studie stellt zudem die erste Untersuchung dieser Art dar, mit der spontane Erfahrungen mit jenen direkt verglichen werden kann, die durch die Einnahme von natürlichen und chemischen Psychedelika miteinander verglichen werden kann.

„Gotteserfahrungen werden bereits seit Jahrtausenden geschildert und sind wahrscheinlich die Grundlage unserer Religionen“, so Griffiths und führt weiter aus: Obwohl die modernen westliche Medizin spirituelle oder religiöse Erfahrungen als Werkzeug im Kampf gegen Krankheiten anerkennt, legen unsere Ergebnisse doch nahe, dass solche Erlebnisse die mentale Gesundheit verbessern können.“

Insgesamt wurden weltweit 4.285 Personen mittels eines Online-Fragebogens zu ihrer tiefgreifendsten Erfahrung mit dem, was sie als „Gott“, „höchste Macht“, „ultimative Realität“ oder „Stellvertreter Gottes“ (bspw. Engel) bezeichnen würden, und dazu befragt, wie diese Erfahrung ihr Leben verändert hat.

69 Prozent der Teilnehmer waren Männer und 88 Prozent weiß. Von jenen 3.476, die ihre Erfahrung in Folge von Psychedelika hatten, waren es 1.184 Teilnehmer, die Psyilocybin in Form sog. Magic Mushroom (psychedelische Pilze) zu sich genommen hatten. In 1.251 Fällen war es LSD, in 606 Fällen DMT und 435 gaben an, Ayahuasca zu sich genommen zu haben. Das Durchschnittsalter lag bei 25. Von allen Teilnehmern, gaben 809 an, ihre Erfahrungen spontan – also ohne den Konsum psychotroper Präparate – gemacht zu haben. Das Durchschnittsalter dieser Personengruppe lag bei 35 Jahren.
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