Gibt es hier Veganer?

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khazum
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von khazum » 21. Mai 2019, 14:22

ich ess seit 1977 kein fleisch mehr und seit 2009 ausser honig nichts mehr tierisches. meine kleidung enthält immer noch tierisches wie leder und wolle. bin ich nun veganer? eigentlich nicht.... um fleisch zu essen, muss einem wesen, dass ähnlich fühlt wie ich gewalt angetan werden. das ist immer mit angst und panik verbunden. wenn ich das esse verbinde ich mich mit dieser angst und panik und das tut mir nicht gut. ausserdem hatte ich starke gesundheitliche probleme (leaky gut syndrom und chronische hepatitis) und seit ich keine tierischen produkte mehr esse, habe ich das sehr gut im griff.
ich bin kein missionar, jeder muss das tun was für ihn richtig ist. die natur ist ein fressen und gefressen werden, und wir sind teil davon.
in tibet essen die meisten leute fast nur fleisch, sie werden aber nicht sehr alt. den biologischen auftrag haben wir mit ca 45/50 erledigt alles was drüber ist ist luxus, durch den hohen fleischkonsum sind die organe und die blutgefässe zugemüllt und die körperliche maschine verbraucht und somit bereit zum sterben ....ausser die vegetarischen yogis, die werden häufig über 100 jahre alt...
alt werden ist ja nur schön, wenn unser körper und der geist noch fit bleiben ;-)
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Leuchtkugel
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Leuchtkugel » 8. Dez 2019, 13:13

Woher hast du denn diese Vegane Propaganda ausgegraben?

Ich lese eine lächerliche Ernährungsideologie mit Entfremdungsthematik zur Natur und falschen Tatsachen über Fleisch.

- Kommt Fleisch sowie Tierische Erzeugnisse aus einer gute Tierhaltung ist es rein und gut, dasselbe mit Fleisch aus der Wildnis.
- Die Menschen werden nicht deshalb Gesünder weil die Vegetarier oder Veganer werden, sondern weil sie anfangen auf ihre Ernährung zu achten, während Vegetarismus und Veganismus die Seelefangenden & Blutsaugende Ideologien sind, die diese neue Eigenschaft in ihrem Egoismus für sich Missbrauchen wollen.
- Die Natur ist nicht nur fressen und gefressen werden, sondern die Gesamtheit allen Seins und seines Gegenteils, Mutter Natur ist Gott.

Tiere sterben übrigens auch allesamt, wenn sie nicht von einem Menschen oder anderem Tier getötet werde, genauso wie der Mensch auch.
Oft ist dieser Prozess wegen Krankheiten, Parasiten o.ä. mit deutlich mehr Leid verbunden, als der schnelle Tod durch die Hand eines Menschen oder Raubtieres.

Ich habe Veganer schon oft sagen hören "Tiere essen ist wie Leichen fressen".
Gefressen wird sie aber in jedem Fall, es ist nur die Frage von wem.
Wenn es nicht der Mensch ist, dann sind es halt Maden, Würmer, Insekten einfach Aasfresser die es bis auf die Knochen Auffressen, genauso wie diese Tiere später auch die Leichen der Veganer auffressen werden.

Welcher Gedanke ist also schöner?
Wenn unsere geliebten Tiere wie Rind, Schwein und Huhn von Maden gefressen werden oder von uns?
Der körperliche Tod ist nötig, damit das körperliche Leben weiter existieren kann, denn ohne den Tod kann kein neues Leben in unserer physischen Welt entstehen und sich auch nicht erhalten.
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Herr von Böde
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 8. Dez 2019, 16:59

Zur Entfremdungthematik könnte man noch die Frage hinzufügen, wie das denn sein können soll das jedes Tier bestens ohne Ernährungsplan auskommt wir aber glauben uns Menschen oder Mitmenschen vom Verstand ausgedachte Diäten anutun zu müssen, wie das sein kann das wir unserem (gesundetem) Appetit nicht vertrauen können. Es gibt soetwas wie Appetit, der kein Hunger ist.
Dieser Appetit (der in Zivilisation perfertiert sein mag) ist doch genau dazu da um dem Organismus das zuzufüren was er braucht.
Ziel einer guten, gesunden Ernährung wäre es also seinen natürlichen Appetit wieder zu entdecken, womöglich gar mit veganer, fad gewürzter Diät. Dann gälte es Vertrauen in diesen Appetit zu entwickeln und darauf zu hören so gut es geht.
Das wäre dann natürliche Ernährung, die unmöglich schlecht oder falsch sein kann.
Das wäre übrigens auch Selbstvertrauen.Vertraue Deinem Appetit. Tust Du das nicht ist das das genaue Gegenteil von Selbstvertrauen, es ist mehr eine Selbstverstümmelung.
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Corto
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Corto » 8. Dez 2019, 17:42

Heut zu Tage wachsen ganze Generationen mit fehlgeprägten Geschmacksempfinden auf. Gute gesunde Nahrung wird von vielen aus Kostengründen nicht gekauft. Deutschland ist ein Land in dem Essen schnell satt machen muss, es muss viel auf dem Teller sein und es darf nichts kosten. Wie soll da ein natürliches Bewusstsein für Genuss und gesunde Ernährung aufkommen. Der vegane Ansatz ist unzweifelsfrei gut, hapert aber an einem nicht zu Ende gedachten, plus oftmals weltfremden Hintergrund.

Was wir dringend benötigen ist eine Neubewertung unserer ethischen und ernährungs- Grundlagen. Das alle vegan leben lässt sich alleine schon aus vielerlei Gründen nicht umsetzen. So wie es ist kann es nicht weiter gehen. Fleisch muss nicht täglich auf dem Teller sein. Tiere dürfen nicht industriell in Haltung sein und sollten mit dem höchste Ansehen behandelt werden. Erst dann wenn dies von oben vorgegeben wird kann sich etwas ändern. Darauf zu hoffen, dass sich auf breiter Basis etwas in den Köpfen ändert ist in einem höchst kapitalistischen System nicht zu erwarten.
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Herr von Böde
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 8. Dez 2019, 17:53

Natürlich wer soweit nicht ist, wird nichts tun um seinen Appetit gesunden zu lassen, derjenige wird aber auch nicht Veganer :)
Wer aber soweit ist und sich bewusst ernähren will, dem kann es nur darum gehen ein Vertrauen in die Signale des eigenen Körpers zu entwickeln, ein vertrauen in den eigenen Appetit zu entwickeln.
Wer glaubt das nicht zu müssen und sich trotzdem gut ernähren zu können muss sich mit meinen oben gestellten Fragen auseinandersetzen.

Das die meisten Menschen nicht soweit sind da stimme ich zu.
Ich stimme aber nicht das nur "von Oben" etwas geändert werden kann. Jede Veränderung die von Oben kommt wird nur bewirken das noch mehr Selbstvertrauen verloren geht und die Entfremdung weiter zunimmt.
Das ist wie wenn Du an jeder Seite der Badewanne versucht das überlaufende Wasser abzufangen oder zu kanalisieren.
Was aber getan werden müsste ist die Abstellung des zulaufenden Wassers.
Mit Regulierung von Oben baust Du ein paar besser Kanäle vor die Wanne welche über kurz oder lang erodieren werden, nicht aber wird das Wasser abgestlt.
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Corto
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Corto » 8. Dez 2019, 18:23

So lange es keine besseren Tiergesetze gibt kannst du lange warten das sich für die tierischen KZ Insassen etwas durch Einsicht ändert. Das gilt gleichwohl für den Fleischappetit der sehr wohl über den Preis läuft. Bei diesen Punkten kommt man nicht um eine staatliche Regulierung drum herum. Vielen Menschen ist es egal wie das Fleisch auf ihren Teller kommt und ob es schmeckt und ohne Antibiotika ist. Da wird noch so viel Aufklärung wenig dran ändern so lange der niedrige Preis stimmt.

Leider denken viele Menschen nicht besonders weit über ihre Nasenspitze. Wenn sie überhaupt Denken. Staatliches Regulieren hat nicht zwangsläufig was von bevormunden. Eine Einsicht in ihr uns allen schädigendes Verhalten wirst du von den großen industriell aufgestellten Playern bei diesem Business sowieso nicht erwarten können. Daher frage ich dich, was ist verkehrt daran ein blutiges unmenschliches, weite Teile des Planeten schädigendes Verhalten gesetzlich einzuschränken, für den Preis von mehr Menschlichkeit und einem wahren Humanismus?
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 8. Dez 2019, 19:02

Corto, versteh mich nicht falsch.

Ich würde jedes Gestez begrüßen dass das Leben von Nutztieren wirklich verbessert.
Ich würde auch die darauf folgende Erhöhung der Preise von tierischen Produkten begrüßen.

Das wird aber zur Folge haben das der Unmut in der Bevölkeung weiter wächst (das überall ausgeprägte Empfinden zu kurz zu kommen). Den Staat würde das nicht grade stabilisieren.
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Corto » 8. Dez 2019, 19:23

Jetzt verstehe ich was du meinst. Ja vermutlich würde es einen heftigen Aufschrei geben. Ein etwas schärferes Tiergesetz wie es vor kurzem verpasst wurde wäre schon mal ein Anfang gewesen. Statt dessen wurde mal wieder die Industrie hoffiert. Viele kleine Schritte führen letztlich ebenso zum Ziel wenn man es denn wollte. Leider sehe ich bei der amtierenden Landwirtschaftsministerin mehr ein schwarzes Loch zu gunsten der Fleischlobby.
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Leuchtkugel
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Leuchtkugel » 8. Dez 2019, 19:59

Der amtierenden Regierung kann man sowieso nicht trauen.
Schon seit Jahrzehnten sagen sie das eine und tun dann das andere.

Von denen ist nichts gutes mehr zu erwarten.

Ich verrate euch aber ein kleines Geheimnis, eine Prophezeiung, die mir einst ein, ja keine Ahnung was das genau war, jedenfalls eine Frau aus der Anderswelt gab
, die früh morgens plötzlich zwischen Traum und Wachsein im Bett neben mir saß.
Sie war sehr schön, sie stupste mich kräftig in den Bauch so das es etwas weh tat, weshalb ich ganz schön viel Respekt vor ihr bekam, da sie mich als geistige Erscheinung anfassen konnte.
Wir unterhielten uns ein wenig, dann kurz bevor ich komplett aufwachte, nannte sie mir eine Prophezeihung "In Deutschland wird es bald zu einem kommunistischem System kommen."

Das war die überzeugendste Prophezeiung die ich je erhalten habe.
Der Kapitalismus ist also bald kein Problem mehr, und da die Linke politische Seite ohnehin viel mehr auf Umwelt und Tierschutz geht, wird sich einiges ändern. (sofern sie ihre Versprechen halten)
Ich vermute es wird eine Art Öko-Diktatur im kommunistischem Rahmen, die sich mehr und mehr zu einer Kommunistischen Diktatur mit verlogener Öko Propaganda entwickeln wird, weil viele Politiker nun mal Machtgeil sind.
Unsere Freiheit wird darunter massiv leiden, so sehr, das ich einen rebounce Effekt der breiten Masse sowohl für den Umweltschutz als auch den Tierschutz im Anschluss daran für möglich halte, hoffentlich passiert das nicht.

Verbote sind denke ich das letzte das Hilft um zu einem Bewussteren Umgang mit TIeren und Pflanzen in der Landwirtschaft zu kommen.
Aufklärung und Gesetzesübertritte sind wahrscheinlich die bessere Wahl.
Vielleicht bringt es ja was, mal so einen Massentierhaltungsladen anzuzünden, während gerade alle Tiere zum Schlachter gebracht werden und die Halle leer ist.
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Herr von Böde
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Re: Gibt es hier Veganer?

Beitrag von Herr von Böde » 8. Dez 2019, 20:08

Corto hat geschrieben:
8. Dez 2019, 19:23
Ja vermutlich würde es einen heftigen Aufschrei geben. ...
Mich macht das ziemlich traurig wie selbstverständlich man ein Leid das man an einer Steller mindern will augf eine ander Stelle überträgt. Sind ja nur Menschen die da klagen, stellen sich doch alle nur an...
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