Giftlattich

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kleinerkiffer84
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Giftlattich

Beitrag von kleinerkiffer84 » 5. Okt 2014, 19:51

Es ist an der Zeit, dieser besonderen Pflanze mal einen eigenen Thread zu widmen und etwas Erfahrungsaustausch zu betreiben.
Der Giftlattich ist neben dem Schlafmohn eine der einheimischen Pflanzen, bei denen es sich wirklich richtig lohnt diese zu konsumieren.
Das ist keine "ich glaub ich spür was Wirkung", sondern der Giftlattich zeigt einen wirklich signifikanten und brauchbaren Effekt. Eine kleine Hand voll Blätter reicht schon aus, um das volle Spektrum zu spüren.
Giftlattich steht bei mir ganz klar in der Liste der Top 3 der einheimischen Pflanzen. Er ist leicht zu erkennen, kommt sehr häufig vor und ist daher verbotssicher.
Das besondere am Giftlattich ist, dass er eine Wirkung auslöst, die einem mittelstarken Opiat tatsächlich täuschend ähnlich ist, ohne das er aber selber an den Opiatrezeptoren zu wirken scheint, sprich Giftlattich ist das perfekte Mittel, um die Opiattoleranz zu verringern, ohne aber gänzlich auf das Opiatfeeling verzichten zu müssen. Soweit ich das bisher am eigenen Leib sagen kann, hat Giftlattich keine Kreuztoleranz mit herkömmlichen Opiaten.
Was mir ein wenig fehlt, ist dieses erotisch angehauchte Wachträumen das man bei machen Opiaten hat, aber der Gehirn-Leerlauf und die geborgene Wärme ist wirklich täuschend ähnlich zu Opiaten.
Eine schmerzstillende Wirkung kann ich aber im Gegensatz zu den scharfen Opiaten nicht eindeutig feststellen.

Typische Standorte sind Wegränder, Schuttplätze, Erdhügel, neben Komposthaufen, Strassenränder, Geröll.

Meine bevorzugte Variante Giftlattich zu konsumieren ist entweder eine ordentliche Hand voll frisches Kraut direkt essen, oder mir aus der gleichen Menge getrocknetem Material, einen Tee zu kochen.
Wenn man ein ca. 5cm grosses Blatt vom Gefleckten Schierling oder eine kleine(!!!) Menge Blauen Eisenhut hinzu gibt, dann wird das dumpfe Gehirn-Leerlaufgefühl einen Tick stärker.
Gut harmonieren kann Giftlattich auch mit Habichtskraut, Helmkraut, Dendrobium Nobile oder etwas Indica-Gras, welches ebenfalls das Sedierungsgefühl verstärkt.

Mein Hauptverwendungszweck vom Giftlattich ist, ihn als Mittel einzusetzen mit dem man eine "Konsumpause" von Opiaten machen kann, ohne aber völlig aber das warme, sedierende Gefühl verzichten zu müssen.
Normalerweise konsumiere ich Freitag Abend immer Opiate.
Ab und zu verkneife ich mir Opiate und weiche stattdessen für 2-3 Freitage auf Giftlattich aus. Nach einer "Konsumpause" von einem Monat ist die Toleranz wieder erheblich niedriger sodass man mit geringen Dosierungen schon wunderbar nodden kann.
Das ist eine effektive Strategie um unterm Strich die Toleranz einigermaßen niedrig zu halten.

Mich würde an dieser Stelle interessieren, mit welchen Zubereitungen und Mischkonsumformen ihr schon Giftlattich eingenommen habt, und welche Erfahrungen ihr damit gemacht habt?
Besonders interessieren würde mich, ob jemand eine Kombination kennt, mit der man ansatzweise dieses erotische Wachträumen von den herkömmlichen Opiaten erzeugen kann.

Da es der Gesetzgeber dem Giftlattich nicht verbieten kann vor der Haustür zu wachsen, können wir ja vollkommen offen darüber reden. :bye:

Hier noch ein paar Fotos dieser wunderbaren Pflanze:
Bild Bild Bild
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Re: Giftlattich

Beitrag von Pusemuckel » 5. Okt 2014, 20:18

Schön das du uns den Giftlattich vorstellst!! :smiley32: :smiley32: :good:

...aber deine Fotos sind kein reiner Giftlattich!! Denn Giftlattich bildet eher eine ausgeprägte Blattrosette aus und die Blütenstiehle sind weniger/kleiner beblättert!! Außerdem sind die Blätter nicht gezackt/gezahnt sondern eher rundlicher!!

Trotzdem DANKE für den Beitrag!!! :good: :smiley32:
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Re: Giftlattich

Beitrag von kleinerkiffer84 » 5. Okt 2014, 20:22

Danke für die Info!
Da gibt es leichte Variationen in den Blättern, dass fiel mir auch auf. Manche sind stark gezackt, manche weniger.
Aber alle Arten sind etwa gleich potent.
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Re: Giftlattich

Beitrag von Pusemuckel » 5. Okt 2014, 20:45

Was die Potenz angeht kann ich nicht urteilen, da ich nur den "richtegen" GL kenne, und der ist :good:

Beim Lattich ist es wie mit den Habichtskräutern: 1000.000 verschiedene Varianten mit (fast) der gleichen Wirkung!!
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Re: Giftlattich

Beitrag von BunnyBunny » 5. Okt 2014, 21:24

Hallo Zusammen
Ach der Giftlattich wirklich eine bemerkenswerte Pflanze. Vor allem Extrakte aus ihm geben mir den richtig starken "Opiumkick" Auch macht der nicht süchtig. Auf deinen Fotos ist keine Lactuca abgebildet sondern Vertreter aus der Gattung der Gämsediesteln!
(Sonchus sp.) Bitte nicht verwechseln sollen giftige Arten bei dieser Gattung vorhanden sein. Kompasslattich ist auch noch nett von der Wirkung her. :wub:

Grüsse Bunny
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kleinerkiffer84
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Re: Giftlattich

Beitrag von kleinerkiffer84 » 5. Okt 2014, 21:43

Es sieht der Gämsedistel wirklich enorm ähnlich, aber diese Art ist potent, habe sie gerade letzte Woche wieder konsumiert und eine deutliche Wirkung gespürt :)

Interessant ist, dass wohl neben Lactuca virosa auch andere Latticharten potent sind.
Kompasslattich kannte ich gar nicht, auf den werde ich zukünftig auch achten.
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Re: Giftlattich

Beitrag von chronic » 5. Okt 2014, 22:28

Prinzipiel geht Kopfsalat genau wie die wilden Latticharten. Man sollte nur warten bis er "geschossen" ist. Wirkungstechnisch darf man von den kultivierten nicht die gleiche Wirkung erwarten weil ihnen die Bitterstoffe und damit die Alkaloide weggezüchtet wurden. Die Wirkung ist subtiler. Ein grober Test, den man übrigends bei Mohn ebenso anwenden kann, besteht darin in den Strunk (bei Mohn in die Kapsel) zu beissen. Als Faustregel gilt, je bitterer desto höher der Alkaloidgehalt. Dies ist natürlich nur ein quantitativer Test. Uralte Salatsorten wie Spargelsalat, auch Stängelsalat sind für Versuche erfolgversprechender.

Hier noch was von joerg auf dem hoevel
Ge'ez ጫት

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Re: Giftlattich

Beitrag von psilobob » 5. Okt 2014, 23:15

Ist das nicht der Stachellattich auf dem Bild?
Man sollte sich die Zeit nehmen ab und zu innezuhalten um an den Blumen zu riechen, rauchen, essen, schnupfen, brauen, extrahieren, observieren, analysieren oder sie anderweitig wertzuschätzen. :)
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Re: Giftlattich

Beitrag von syzygy » 6. Okt 2014, 18:56

Hab auch schon interessiert von dem gelesen. Da ich mit der Identifizierung nicht sicher bin, hab ichs immer gelassen... Gibt es etwas spezielles auf was man achten sollte?

PS. Hier gehts zum Stachel-Lattich (Lactuca serriola):
http://www.entheobotanik.net/viewtopic.php?f=2&t=639
"Schläft ein Lied in allen Dingen / Die da träumen fort und fort / Und die Welt hebt an zu singen / Triffst du nur das Zauberwort."
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kleinerkiffer84
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Re: Giftlattich

Beitrag von kleinerkiffer84 » 6. Okt 2014, 19:36

Ich muss gestehen, für mich war jede potente Lattichart bisher einfach "Giftlattich", wobei mir schon natürlich auffiel, dass es Variationen, vor allem in der Form der Blätter gibt.
Meine Kriterien für die Bestimmung waren, der Standort, ein typisches Lattich-Aussehen und ein weisser, scharf-bitterer Milchsaft, der reichlich enthalten ist.
Wahrscheinlich ist es so wie Puse sagt, es gibt bei den Lattichen, ähnlich wie bei den Habichtskräutern viele Variationen, die aber alle potent sind.
Ich hatte auch schon gekauften Giftlattich, der genau die gleiche Wirkung wie der selbst gesammelte hatte.

Was mich aber absolut stutzig gemacht hat, war die Gämsedistel, die BunnyBunny erwähnte. :shock:
Die sieht ihm wirklich verdammt ähnlich.
Auf jeden Fall gut das diese erwähnt wurde, sodass man auch vor Verwechslungen gewarnt ist.
Gämsedistel kannte ich bis gestern nicht. Aber als ich danach googelte war ich baff. Das sieht praktisch so aus wie Lattich. :smiley33.gif:
Weis jemand etwas näheres über die Inhaltsstoffe und Giftigkeit von Gämsedistel?
Vielleicht ist es diese ja, die diese Opiat Wirkung auslöst, sodass ich Glück im Unglück hatte und eine neue potente Pflanze unwissentlich entdeckte. :lol:
Aber nein, dass glaub ich nicht. Das wäre ein zu grosser Zufall.
Wie auch immer, ich kann von der oben geposteten Pflanze auf jeden Fall sagen, dass mir die Wirkung extrem gut gefällt, so gut, dass ich mich genötigt sah, einen Thread dazu zu eröffnen.
Ich bin verwöhnt was Opiate betrifft und würde mich mit einer milden allerwelts-Bedröhnung nicht zufrieden geben.
Aber die oben gepostete Pflanze ist wirklich extrem gut, dass einzige das ich wie gesagt vermisse ist das erotische Wachträumen, aber der Gehirnleerlauf ist Opiaten täuschend ähnlich.
Wenn man nicht wüsste was man genommen hat, dann müsste man schon sehr genau hinein fühlen um zu erkennen ob das jetzt dieser Lattich war oder 60 Tropfen Paracodin.
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