Pflegetipps für deinen Kaktus

Rajas_green
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Rajas_green » 17. Feb 2021, 13:07

Hab mich hier weiter eingelesen und den Thread gefunden mit Klonen etc...

Mein Keller ist genauso warm wie meine Wohnung. Entweder sind das die Heizungsrohre oder der wird geheizt. Außerdem hätten die dort kein Licht. Oder braucht man kein Licht?!

Bisher habe ich kein Problem, dass die Kakteen abbrechen könnten weil sie zu dünn sind oder so...
Schönheit kommt von innen, auch bei Kakteen, finde ich ;)
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Corto
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Corto » 18. Feb 2021, 13:51

Rajas_green hat geschrieben:
17. Feb 2021, 13:07
Mein Keller ist genauso warm wie meine Wohnung. Entweder sind das die Heizungsrohre oder der wird geheizt. Außerdem hätten die dort kein Licht. Oder braucht man kein Licht?!
Empfohlen wird Kakteen in einem kühlen hellen Raum zu überwintern. Ein total dunkler kühler Raum ist kein Problem wenn die Pflanzen auf ihr Winterquartier vorbereitet wurden.

Rajas_green hat geschrieben:
17. Feb 2021, 13:07
Bisher habe ich kein Problem, dass die Kakteen abbrechen könnten weil sie zu dünn sind oder so...
Schönheit kommt von innen, auch bei Kakteen, finde ich ;)
Man sollte Schönheit generell in allen Dingen suchen. Wenn ein Kaktus lang spargelig wächst ist das eine herausvorderung. Ästhetik lässt sich nun mal nicht so leicht ablegen.
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Arkan
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Arkan » 23. Feb 2021, 10:26

Solche Krüppel will keiner auf der Fensterbank stehen haben.
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m.speciosa
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von m.speciosa » 23. Feb 2021, 13:58

:hahaha:
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Gremlin
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Gremlin » 23. Feb 2021, 22:20

Der Saxophon Klon. :85:
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Rajas_green
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Rajas_green » 29. Sep 2022, 15:02

Ich habe sehr schöne Ergebnisse mit „Fischmix“ und „Seaweed Extract“ gemacht. Die Empfehlung habe ich aus mehreren Ecken bekommen.

Dadurch bekomme ich eine schöne und farbenprächtige Bedornung, die lange hält und auch recht weit herunter reicht. Sogar alte Dornen werden wiederbelebt.

Was denke ich nicht zu unterschätzen ist, sind hilfreiche Mikroorganismen für die Erde. Bei mir waren sie von Anfang an Teil der Pflege.
Ich höre doch oft von Fäule, Rotschimmel,… und Vorsicht gegenüber zu häufigen Gießen. Diese Patogene werden durch „Mykorrhiza“ Mischungen theoretisch verdrängt. Man kann so wahrscheinlich auch viel mehr gießen ohne sich Probleme einzufangen.
Ich habe Stangen in 1m Größe und recht großen Töpfen. Durch einen Feuchtigkeitssensor ist mir aufgefallen, dass die Kakteen die letzten Jahre eigentlich dauerhaft feucht gestanden sind - ohne Probleme.

Mir stellt sich die Frage warum Trichocereus Arten überhaupt so einen Bedarf nach Abtrocknen der Wuzeln haben sollen? Haben sich da falsche Annahmen eingeschlichen?
Wenn es einen „wahren“ Maßstab für Pflege gibt, dann doch das Wetter in der Ursprungsregion:
In Huaraz, Peru hat es ganzjährig 13 Grad und während der Regenzeit ist ganztägig Regen angesagt. Nur 3-5 Monate reduziert sich der Regen.

Bedeutet das nicht vielleicht das Trichocereen grundsätzlich in der Pflege falsch verstanden werden?
Nicht gemeint sind Staunässe und anaerobe Mikroorganismen die durch zu viel gießen entstehen.
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Donfoolio
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Donfoolio » 29. Sep 2022, 17:33

Arkan hat geschrieben:
23. Feb 2021, 10:26
Solche Krüppel will keiner auf der Fensterbank stehen haben.

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Naja, kurios ist der ja schon.

Danke rajas green, die Überlegung hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Wahrscheinlich liegt es häufig auch an Substraten, die nicht genügend Drainage besitzen.
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Gremlin
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Gremlin » 2. Jan 2023, 19:47

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Noch 3 Monat dann schneiden wir wieder Ablescher. :peace:
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Rajas_green
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von Rajas_green » 20. Jan 2023, 15:41

https://www.youtube.com/watch?v=PDrQV2F ... L&index=11

Ein offensichtlich erfahrener Kaktus Gärtner in den USA wässert im Sommer alle 3 Tage und erzählt dass die Erde nicht austrocknen muss (ab 9:22)

Das Video von Max Monstrose finde ich gerade nicht. Eigentlich ist er in den USA Cannabis Experte, hält sich aber auch ein großes Kaktus Gewächshaus. Auch er sagt sinngemäß "Trichoceren sind Pflanzen aus den Hochland-Tropen und wer wird eine tropische Pflanze nicht wie eine Wüstenpflanze behandeln.".

Ein Erklärungsversuch meinerseits warum Kakteen in Töpfen zum faulen neigen, wenn sie zuviel Wasser haben (kein komplettes Austrockenen nach dem Gießen):
Die oft verwendeten stark oder rein mineralischen Mischungen bieten förderlichen Mikroorganismen kaum oder keine Nahrung. Ich bin ehrlich gesagt noch nie über Mikrooben speziell für mineralische Erde im Gärtnerbereich gestolpert. Welches Mikroklima dort herrscht oder wie man es fördern könnte ist mir nicht bekannt.
Eine Lösung könnte sein organische Erde zu verwenden, die man natürlich ordentlich zu pflegen und zu besiedeln hat. Zuviel Wasser und das Bodenleben erstickt, zu wenig Wasser und es vertrocknet. "Living Soil" ist ein solcher Ansatz bei dem man mit konstanter Feuchtigkeit ganz speziell für das Bodenleben die richtigen Bedingungen schafft. Mit Blumat Bewässerung hält man die Erde in einem geeigneten Bereich.

Dieses Jahr versuche ich es mit einer luftigen Erdmischung (Uhlig; poröse Mineralien, Torf, Kokosfaser) die ich mit organischen Dünger und Mikrooben ansiedle (Floorganics in leichter Dosierung).
Ein Einwurf war zu dem Ansatz, dass sich organische Erde womöglich schneller entwickelt als der Kaktus seine Wurzel ausstrecken kann, aber ich finde Überdüngung sieht man und dann gießt man kräftig mit Wasser durch um einen Teil der Mineralien auszuspülen. Dasselbe gilt eigentlich auch für mineralische Dünger in anorganischen Medien. Ich denke also nicht, dass sich mit sorgfältiger Pflege und Beobachtung ernsthafte Probleme einschleichen werden.

Projekt "behandle deine tropische Pflanze nicht wie eine Wüstenpflanze" ist gestartet! :smiley43.gif:
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Re: Pflegetipps für deinen Kaktus

Beitrag von chronic » 23. Jan 2023, 00:34

Es gibt einige im Pflanzenbau verwendete Mikroorganismen die Mineralien besiedeln. Bacillus subtilis ist mit eines der bekanntesten Bakterien die zur Boden- und Pflanzenoptimierung eingesetzt werden und wahrscheinlich mit die häufigste Art in Böden allgemein. Anwendungen sind im Handel, auch bei Kakteenhändlern erhältlich.
Mykorrhiza lassen sich gleichwohl bei rein mineralischen Substraten einsetzen. Wie schon bei Bacillus subtilis finden sich Präparate sowohl im normalen als auch im Kakteen Fachhandel.
EM = Effektive Mikroorganismen. Die Verbindung aus nützlichen Bakterienkulturen mit Mykorrhiza Pilzen Kommen für ein dynamisches Bodenleben bei Trichocereus ebenfalls in Frage. Der Vorteil ist das sie sich @ Home leicht selber züchten lassen.

Da Trichos ein Substratgemisch aus überwiegend groben mineralischen Bestandteilen mit einem Teil humoser Erde mögen, finden Mikroorganismen genügend Nahrung. Selbst ein rein mineralisches Substrat bietet noch genug Lebensraum, so dass Sukkulenten davon profitieren. Lava als Zuschlagstoff hat eine zerklüftete Oberfläche die sie optimal für Mikroorganismen macht. Gleichzeitig gibt sie Eisenionen ab. Ähnlich wirkt aktivierte Holzkohle mit ihrer porösen Struktur. Bakterien setzen sich darin fest und es werden Nährstoffe gebunden die später nach und nach freigesetzt werden. Einen ähnlichen Effekt in Bezug auf Nährstoffe haben Zeolith und Kieselgur.
Man sollte nur aufpassen das der pH Wert in rein mineralischen Substraten nicht zu hoch ausfällt da Kakteen anfällig werden können. Besonders Bims treibt den Wert (pH 7- 8 je nach Herkunft) hoch, aber auch Holzkohle (pH7, Kohle aus Nadelhölzern kann leicht darunter liegen) kann das Substrat an seine verträgliche Grenze bringen. Das ist besonders bei der Verwendung von Leitungswasser mit in Mitteleuropa oft hohen Calcium Werten problematisch. Die dauerhafte Verwendung von Regenwasser senkt dagegen den Wert mit der Zeit etwas nach unten. Ist das Substrat rein mineralisch kann etwas Kieselgur (pH-Wert von 5,5) zugesetzt werden um den pH anzugleichen. Wichtig noch zu Wissen; Holzkohle bringe ich bei meinen Tricho Substraten nur wenig ein (zirka 1- 3%.), da Wasserspeicher.

Noch eine Anmerkung zu dauerhaft leicht feuchten Substraten. Die meisten Kakteen des San Pedro Komplex stecken in den Sommermonaten eine gewisse Estfeuchte gut weg. Bei den meisten Bridgesii habe ich
die Beobachtung gemacht das sie vor allem zu Beginn und zum Ende der Saison, wenn es kühler wird, eine Neigung zu schwarzen "fauligen" Stellen im Gewebe haben. Einige peruvianus zeigen das ebenfalls. Daher Vorsicht was man macht und besser das Substrat in kühlen Perioden abtrocknen lassen.
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