Hitzeverträglichkeit von Psilocybin

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Dick Moby
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Re: Hitzeverträglichkeit von Psilocybin

Beitrag von Dick Moby » 14. Nov 2020, 20:17

Finde ich schade und unverständlich.
Die haben Zeit und Ressourcen in wenig aussagekräftige Resultate gesteckt, die jetzt auch noch verkauft werden.

Ich habe grade einen längeren Absatz über die Nützlichkeit der Daten dieser Studie für die kommende Pharma Psilocybin Produktion geschrieben und dann ist mir eingefallen, dass die ja mit genmodifizierten Bakterien oder Hefen den Wirkstoff produzieren, Absatz also wieder gelöscht.

Frage mich was die mit den Daten anfangen wollen, das kann nicht einfach nur Spaß gewesen sein.
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tsorp
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Re: Hitzeverträglichkeit von Psilocybin

Beitrag von tsorp » 30. Nov 2020, 21:57

Waaagh hat geschrieben:
14. Nov 2020, 08:31
Hey, ich hab euch vorher gewarnt !
Habe die gleichen Probleme wie Moby gesehen ;)

Komisch ist nur das der Borovika da mitgemacht hat, der sollte es doch besser wissen.
haste denen mal "amtshilfe" angeboten? :D
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Dick Moby
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Re: Hitzeverträglichkeit von Psilocybin

Beitrag von Dick Moby » 19. Mär 2021, 10:43

Waaagh hat geschrieben:
13. Nov 2020, 07:11
Halte das Paper für nicht gut, aber es gibt ne Tabelle für Hitzezerfall.
Dann muss hier auch keiner mehr rätselraten.


Ich denke das vor allem das Experiment zum Psilo Zerfall über Zeit völliger Murks ist. Es fehlen auch Standardabweichungen, Replikate etc.
Hab da komplett andere Daten.
Kannst du was zum Zerfall Im Gefrierfach (getrocknete, einvakuumierte Früchte) sagen ?
Eine Zweitmeinung würde mich brennend interessieren.

Für mich ergibt das Ergebnis der Studie in dem Bereich keinen Sinn
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Waaagh
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Re: Hitzeverträglichkeit von Psilocybin

Beitrag von Waaagh » 4. Mai 2021, 08:43

kritisch ist der Wassergehalt nach dem ernten, der sollte möglichst niedrig sein.
Dörrgerät ist kein Problem und eher förderlich.

Im Labor nutze ich eine Lyophylle und erhalte dann Material in dem ich fast ausschließlich psilocybin finde (und kein psilocin) und das ist der Schlüssel. Psilocybin ist nämlich sehr haltbar.
Das ist auch noch stabil und größtenteils vorhanden nach 5 Jahren bei -20 grad, es wird weniger aber nur marginal.
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Dick Moby
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Re: Hitzeverträglichkeit von Psilocybin

Beitrag von Dick Moby » 4. Mai 2021, 13:14

Waaagh hat geschrieben:
4. Mai 2021, 08:43
kritisch ist der Wassergehalt nach dem ernten, der sollte möglichst niedrig sein.
Dörrgerät ist kein Problem und eher förderlich.

Im Labor nutze ich eine Lyophylle und erhalte dann Material in dem ich fast ausschließlich psilocybin finde (und kein psilocin) und das ist der Schlüssel. Psilocybin ist nämlich sehr haltbar.
Das ist auch noch stabil und größtenteils vorhanden nach 5 Jahren bei -20 grad, es wird weniger aber nur marginal.

Danke für die Antwort.

Durch das 'vollständige' Trocknen der Früchte und anschließendes vakuumieren + Lagerung im Gefrierfach, ist doch jegliche Grundlage für die Phosphorylierung und Schäden verursachende Einflüsse wie Licht, Wärme und Frischluft eliminiert.
Wie verliert man selbst da noch Alkaloide ?
Im Paper hier im Thread wurde der größte Verlust bei den samples im Gefrierfach festgestellt (Pilzpulver).


Ich hatte gerade vor ein Paar Tagen eine Unterhaltung mit ein Paar Leuten darüber:

Inhalt der Diskussion war dass jemand sagte man verliere weniger Wirkstoffe, wenn die Früchte sofort ins Dörrgerät gepackt werden + auf mindestens 60C°, weil auf dieser Temperatur Enzyme zerstört werden, die für die 'Zersetzung' verantwortlich sind.

Im umstrittenen Paper allerdings war dieser Part (schwarz eingerahmt)
IMG_20210504_123819_749.jpg
Hier wurde deutlich gesagt, dass die Trocknung im Dunkeln auf Raumtemperatur keinen (negativen) Einfluss auf die Potenz der getrockneten Früchte hat.

Um die Hitzetabelle nochmal mit ins Spiel zu bringen
IMG_20210504_125633_876.jpg
Ich bin mir darüber bewusst, dass die samples in der Tabelle in Pulverform waren und somit natürlich empfindlicher als ganze Früchte und außerdem waren die samples (selbstverständlich, weil pulverisiert) bereits getrocknet, man kann also die Testung der Tabelle nicht mit der Trocknung gleichsetzen.

Trotzdem wundere ich mich, dass im Raum steht - Trocknung auf höherer Temperatur sorgt für weniger Alkaloid Verlust, weil die Trocknung schneller passiert; während in der Testung selbst innerhalb von 30 Minuten bei Pilzpulver auf Temperaturen über 25C° deutlich ein Verlust sichtbar ist (allein innerhalb der 30 Minuten.
Die Trocknung im Dörrgerät dauert 8+ Stunden, abhängig von der gewählten Temperatur).

Desweiteren wird im ersten Screenshot erwähnt, dass im dunkeln auf Raumtemperatur kein Alkaloid Verlust feststellbar war.


Es ist verwirrend und unklar.
Beide Hypothesen hören sich logisch an, sind aber komplett widersprüchlich voneinander.
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