Semilanceata kultivieren

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HB-A
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von HB-A » 20. Jun 2022, 09:24

Du bist der Richtige !
Ein echter Multiplikator.

Du kannst Shroomy unterstützen und helfen, sich Auszubreiten und zu Vermehren. Das ist Shroomy`s Wunsch.

Kennst Du jene Gedanken, die sich ganz hinterhältig in Deinem Hinterkopf einnisten
und sich dann immer mal wieder vordrängen ? Sehr unangenehm !

Stelle Dir vor, Du beschäftigst Dich im Spätherbst theoretisch
mit der Kultur holzliebender Pilzfreunde.
Du informierst Dich über Möglichkeiten, Du entwickelst gedanklich
ein Konzept und betrachtest es in Deiner Vorstellung.
Du sammelst hier und da die für den Prozess benötigten Materialien,
Deine Intuition verändert spontan Dein Konzept.

Hier heimisch sind Cyanescens und Serbica.
Der Azur wurde eingeschleppt. In der Ebene wird er verschwinden,
aber im Schwarzwald hat er noch Möglichkeiten.

Im Winter beginnst Du die praktische Vorbereitung und sorgst
für reichlichem Ausgangsmaterial.

Im Frühjahr nimmst Du die Schippe, bereitest Beete vor und
bringst Dein Material aus.

Im Sommer schaust Du gelegentlich mit etwas Wasser vorbei.
Rückblickend stellst Du fest, es war doch recht einfach und unkompliziert.

Und dann im nächsten Herbst machst Du mit Deinen großen und kleinen Freunden
ein Fest.
Auf dem Höhepunkt des Festes machst Du mit Shroomy einen verbindlichen Deal.
(Wie ich ihn kenne, macht Er es mit Dir.)
Deine Freunde sind begeistert von dem Fest. Sie fragen Dich nach dem Rezept,
das sie zum Abschied dann mitnehmen können.

Shroomy freut sich, denn Vermehrung und Verbreitung ist sein Ziel.
Er hat mal wieder einen echten Multiplikator gefunden.

Das Doofe ist, solch hinterhältigen Gedanken haben die Tendenz wahr zu werden.

Shroomy, Du hast neue Partner gefunden und wirst sicher
viel Spaß haben, machen und bringen !


Mich zurücklehnend, dem Geschehen zuschauend
:sunbathing:
Bist Du Dir bewußt,
daß es möglicherweise keine objektive Wahrheit gibt ?
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chronic
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von chronic » 20. Jun 2022, 23:16

Für mich sind das viele neue Sichtweisen auf bis jetzt nicht hinterfragte Dinge die Sinn machen. Man sollte nicht vergessen wie die Weltsicht in den 50. Jahren des letzten Jahrhundert war als Wasson in Mexiko auf die Pilze stieß. Ich möchte nicht behaupten das er einer indigenen Kultur voreingenommen war, dass kann ich sowieso nicht beurteilen, doch war der Anspruch des europäischen und nordamerikanischen Bevölkerung geprägt von einem aus heutiger Sicht viel voreingenommeren Verständnis exotischer Kulturen und deren Gebräuche.

Danke für diesen Anstupser die vermeintlich klaren Dinge mal wieder aus einer anderen Perspektive zu sehen.
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Ge'ez ጫት

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chronic
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von chronic » 20. Jun 2022, 23:17

HB-A hat geschrieben:
19. Jun 2022, 20:30
Ich brauche keine "Erklärung".
Die Pilzsteine sind mindestens 3000 Jahre alt.
Verschieden Quellen berichten, die Maya hatten einen Pilzkult; vor den Spaniern.
Das hat niemand in Abrede gestellt. Sicher hat das nichts mit den Spaniern zu tun. Es ging um die Herkunft von Cubensis bei dem sich die Indizien immer mehr in Beweise verdichten. ;)
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Donfoolio
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von Donfoolio » 21. Jun 2022, 11:36

Ich kann mich an die Quelle leider absolut nicht mehr erinnern, werde die Geschichte aber nie vergessen - als Hoffmann von einer seiner Mexiko Reisen zurückkam erzählte er einem benachbarten Hirten von seiner Forschung. Dieser lachte nur und antwortete: "Mensch, Albert! Warum fliegst du ans andere Ende der Welt. Die Schwammerl wachsen hier überall auf den Weiden. "

Die Weitergabe von Wissen verliert sich oftmals an denen, die die Geschichte schreiben.
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von HB-A » 21. Jun 2022, 13:44

Achtung SCHERZ:

Die Wissenschaft sagt, die Menschheit stammt aus Afrika.
Die Wissenschaft vermutet, der Zauberpilz stammt aus Afrika.

Kommt Terence um die Ecke und meint, er habe schon lange gewusst,
der Urmensch ist gestolpert und mit der Fresse voll...

Das Problem ist, die Mehrheit der Affen bezeifelt, dass der Mensch von ihnen abstammt.

Fazit: der Mensch muss ein Pilz-Folger sein.

Heureka !

:smiley43.gif:
Bist Du Dir bewußt,
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von HB-A » 21. Jun 2022, 13:51

Zeichnung (ca. 1971) eines Klassenkamerades des alten Sackes:

Toll, was die Schuljungs schon damals drauf hatten :o

Bild
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Bist Du Dir bewußt,
daß es möglicherweise keine objektive Wahrheit gibt ?
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von kleinerkiffer84 » 21. Jun 2022, 20:04

Erstaunlich, welches Wissen 1971 durch die Klassenräume ging!
Ich bin begeistert! :good:

Zu meiner Schulzeit, in den 90er Jahren, waren die allermeisten Schüler absolut unwissend, was Flora und Fauna angeht.
Fliegenpilz und Löwenzahn kannte man vielleicht noch vom sehen, aber sonst nichts.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von glaspilz » 25. Jun 2022, 01:48

Donfoolio hat geschrieben:
21. Jun 2022, 11:36
Ich kann mich an die Quelle leider absolut nicht mehr erinnern, werde die Geschichte aber nie vergessen - als Hoffmann von einer seiner Mexiko Reisen zurückkam erzählte er einem benachbarten Hirten von seiner Forschung. Dieser lachte nur und antwortete: "Mensch, Albert! Warum fliegst du ans andere Ende der Welt. Die Schwammerl wachsen hier überall auf den Weiden. "

Die Weitergabe von Wissen verliert sich oftmals an denen, die die Geschichte schreiben.

Ja, diese Legende begegnete mir desöfteren und doch ist sie irgendwie nur vom Hörensagen bekannt. Der SKKK dürfte in Europa sowieso schon vor der wissenschaftlichen Entdeckung bekannt gewesen sein. Irgendwie sind sich da alle einig. Mit ziemlicher Sicherheit kam der SKKK aber 1963 erst an das Licht der Öffentlichkeit und wurde von Roger Heim in unmittelbarer (!) Nähe beim damaligen Haus von Albert Hofmann im Leimental gefunden. Albert Hofmann schenkte aber als Chemiker dieser Entdeckung nur teilweise eine Beachtung und war damals eher auf das Reagenzglas mit dem Psylocybin bedacht. Gewiss ist, dass Albert Hofmann nach seiner Mexikoreise oft Pilze vorbeigebracht wurden und im Zuge dessen könnte auch die Legende mit dem Almmenschen wahr sein.

Ethnobotanischen Entdeckungen in der Vorzeit könnten auch über Tiere ihren Ursprung gefunden haben und Hirten haben die Auge für ihre Herde offen. Ich habe nie eine Schafsherde mir genauer auf einer Pilzwiese angeschaut, aber ich habe einmal Pferde beim Essen auf einer Wiese mit hohem Vorkommen beobachtet und da waren doch einige Pilze im Mund. Auch bei Kühen habe ich das gesehen und die Wiederkäuer scheinen die Pilze nicht gesondert raussortieren. Das Tiere sich berauschen ist bekannt und könnte ja auch bei den Schafen auf einer Pilzwiese so gewesen sein. Vergiftungen durch die Zauberpilze an unseren Kulturtieren sind mir nicht bekannt. Hirten habe eine gutes Gespür für ihre Tiere und würden vermutlich solch eine Veränderung in der Herde bemerken. Vielleicht bekamen die Schäfer beim genaueren Hinsehen selber Lust und näherten sich langsam dem Pilz. Sozusagen Back to the Roots (Ethnobotanik) über die Tiere. Aber das ist alles Spekulation und weit hergeholt. Ich kann mich aber in diesem Zusammenhang noch gut erinnern, wie ich vor 10 Jahren im Zauberpilzforum von einigen ausgelacht wurde, da ich beim Sammeln rigeros den Tieren und ihren Signalen einmal gefolgt bin und dahingehend meine Ernte ausgerichtet habe. Richtig austauschen kann man sich wohl nur über solchen scheinbaren Schwachsinn, wenn es der Gegenüber auch schon versuchte und und kennt, daher nach Peer to Peer anfühlt.

Die Frage ist auch, wie die Psylocybe Gattung an sich entstanden ist und welche Pilze vor der Bodenbewirtschaftung auf welchen Kontinenten verteilt waren. Im Prinzip kann wohl kein Mykologen genau sagen, auf welchem Kontinent welcher Pilz entstanden ist und daher als heimisch zu betiteln ist. Das wäre vermessen bei einer Kulturfolgergattung. Relativ gesicherte Belege gibt es nur über die Psylocybe als Kulturfolger und seine Linien. Der Psylocybe ging mit der Kultur der Bodenbewirtschaftung mit und konnte sich dadurch über die Kontinente verbreiten. Man könnte sagen, der Mensch wühlte den Boden in der Natur auf und legte sich Herden an, unser Zauberpilz folgte dieser Linie als Kulturfolger und vermochte diese Kultur auch irgendwie zurückerobern.

Der Zusammenhang „Verletzungen“ wie Kälte und Potenz finde ich bei den Psylocybe Pilzen nach wie vor interessant, wie wir dieses Phänomen auch von der Pflanzenwelt kennen. Je nach Art scheint der frische Pilz dabei Psilocin zu erhöhen und verstärkt in Psylocybin umzuwandeln, ähnlich wie der menschliche Körper Psylocybin in Psilocin umwandelt. Vermutlich können das aber nur jene Arten gut, bei denen auch beim Trocknen diese Umwandlungsmöglichkeit besteht und daher würde man so eine Potenzsteigerung durch Kälte wohl nur bei trocknungsgeigneten Arten bemerken. Nach meinem Wissen kann nicht jede Psylocybe Art das Psilocin beim Trocknen gleich umwandeln und verflüchtigt sich je nach Stoffverbindung. So scheint es Arten bei der Gattung Psylocybe zu geben, die getrocknet ihre Potenz behalten (hoher Psylocybe Gehalt) oder auch ihre Potenz verlieren (hoher Psilocin Gehalt und stark instabile Psilocinverbindung) können.

Diese Vermutung ist aber mit Vorsicht zu geniessen, da ich vage davon ausgehe, dass nicht trocknungsfähiges Psilocin in einem frischen Pilz ähnlich stark berauschen kann, wie Psylocybin in einem getrockneten Pilz. Psylocybin ist ja nur eine Prodrug und der Konsum direkt über das Psilocin dürfte doch wohl auch seine Wirkung erzielen. In dem Fall wäre die Umwandlung bei der Trocknung vom instabilen Psylocin zum stabileren Psylocybin für sich aber keine signifikante Potenzsteigerung und eher der Kultur für die Konservierung dienlich und ersichtlich sein.

Ich irre mich da gerne in meinen Spekulationen und es darf gerne Fehler bei Vermutungen geben. Ich bin kein Chemiker oder Biologe oder gar Mykologen und tue mich mit Stoffgruppen schwer, wie ich auch erst vor Wochen als Anfänger mich in dieses Thema eingelassen habe.

Vielleicht kann dazu auch was ein erfahrener Psychonaut sagen, der den Cyanescens frisch und trocken vergleichen konnte. Falls Psilocin in frischen Pilzen ähnlich wie Psylocybin in getrockneten Pilzen wirkt, wäre in dem Fall ein Vergleich im Erleben gegeben, was bei einem (fast) psilocinfreien Pliz wie den SKKK so nicht möglich ist.

Ich kriege es wissenschaftlich nicht ganz auf die Kette und holpere da. Das in Mexiko die frischen Pilze verehrt und Mischungen gefeiert werden ist für mich von den Stoffen irgendwie noch unklar. Klar, kann es auch volkstümlicher Humbug und sinnlose Tradition sein. Nur bei vielen Naturstoffen bestätigte die Wissenschaft den altertümlichen Gebrauch. Vielleicht ist meine Fokussierung auf Psilocin auch zu monokausal. Würde aber ein frischer Psylocybe Pilz mit einem hohen Gehalt an eher instabilem Psilocin tatsächlich als Hauptspektrum wirken, so könnte man sehr spekulativ davon ausgehen, dass die Arten und der Anteil an psylocybelastigen Kahlköpfen mit dem Anfängen der Kulturverfolgung zunahm und dadurch sich auch die Fähigkeit der Trocknungsfähigkeit sich entwickelte. In der Verbreitung auf den Kulturlinien sind auch "Verletzung" wie Kälte gegeben und Veränderungen von den Einflüssen werden eingefordert. Demnach könnten, ganz vage gesagt, die ersten Kahlköpfe vor der Kulturverfolgung jene gewesen sein, die einen hohen Gehalt und zudem eher instabilerem Psilocin beherbergen, wie auch die südlichen Kontinente abseits von Europa oder Nordamerika wahrscheinlicher werden.
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von HB-A » 21. Sep 2022, 19:34

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Dr_Frankenstein
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Re: Semilanceata kultivieren

Beitrag von Dr_Frankenstein » 27. Sep 2022, 23:42

HB-A hat geschrieben:
21. Sep 2022, 19:34
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Wie siehts aus?
Wird langsam kalt bei uns
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