Vitamin D

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Gaius
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Re: Vitamin D

Beitragvon Gaius » 11. Jan 2019, 14:04

Die Supplementierung von Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ist bei gesunden absolut unnötig bis schädlich. In Frage kommt so etwas nur bei älteren Menschen, Alkoholikern und kranken die immungeschwächt sind. Das unkontrollierte Einschmeissen von solchen Stoffen stört nur die Vorgänge im Körper weil der die natürlich ablaufende Synthese einstellt. Damit viele dieser Stoffe optimal wirken können bedarf es der Interaktion mit weiteren Stoffen die ein sich normal ernährender Mensch schon mit der Nahrung aufnimmt. Im Falle von Vitamin D ist vor allem Fisch eine gute Quelle. In der Regel reicht es jedoch im Sommer seine Depots draussen aufzutanken um gesund durch den Winter zu kommen.

Einige Vitamine erhöhen bei Einnahme in Reinform, obwohl Essentiel für den Körper, sogar die Gefahr für gewisse Krebsformen. So z.B. u. U. bei einigen B Vitaminen und im besonderen in Kombination von Rauchen. Vielleicht erst einmal sich eingehender mit Ernährung beschäftigen und den Stoffen die in unseren Lebensmitteln enthalten sind und dann was diese anrichten können wenn sie in Reinform zugeführt werden. Bei unreflektierter Medizingläubigkeit freut sich in erster Linie nur die Pharmaindustrie.
Stimme allgemein zu, bei Vitamin D ist es etwas anders und es gibt da ganz seriöse Forschungen, die das supplementieren empfehlen. Weil wir erst seit kurzem so leben wie wir heute leben. Ich bin damit wirklich ein paar Symptome los geworden, ändere ja auch sogar noch meinen Lifestyle um mehr in die Natur zu kommen. Meine sonstigen Experimente mit z.B. Melatonin kann ich auch nicht empfehlen, das regelt der Körper selber normalerweise ganz gut. Ansonsten klar, frische Nahrung, Bewegung, raus in die Natur, dann brauchts keine Vitaminpillen.
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Zebra
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Re: Vitamin D

Beitragvon Zebra » 11. Jan 2019, 14:28

Bei einer Blutanalyse wurde bei mir auch ein Vitamin D Mangel festgestellt.
Es wurde mir auch die tägliche Einnahme von Tropfen empfohlen.
Auch nach einem Zeitraum von ca. 4 Wochen konnte ich keinen nennenswerten Nutzen feststellen.
Aber im Grunde genommen ging es mir auch gut, war auch verwirrt warum die Tropfen mir dann empfohlen wurden.
Seitdem weigere ich mich diese Tropfen zu nehmen :/
Warum auch, wenns mir gut geht?!?!?
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hand
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Re: Vitamin D

Beitragvon hand » 11. Jan 2019, 15:26

Präventiv, damit es dir auch in Zukunft nicht schlecht geht? Bei anhaltendem Mangel wird man wohl anfälliger für alle möglichen Krankheiten. In dem von Gaius verlinkten Vortrag oder auch Link wird das gut erklärt.
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Gaius
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Re: Vitamin D

Beitragvon Gaius » 11. Jan 2019, 17:40

Bei einer Blutanalyse wurde bei mir auch ein Vitamin D Mangel festgestellt.
Es wurde mir auch die tägliche Einnahme von Tropfen empfohlen.
Auch nach einem Zeitraum von ca. 4 Wochen konnte ich keinen nennenswerten Nutzen feststellen.
Aber im Grunde genommen ging es mir auch gut, war auch verwirrt warum die Tropfen mir dann empfohlen wurden.
Seitdem weigere ich mich diese Tropfen zu nehmen :/
Warum auch, wenns mir gut geht?!?!?
Würde mich nur mal so theoretisch interessieren, weisst du wie hoch die Dosis war? So nach den letzten Studien sind die älteren Dosisempfehlungen viel zu niedrig und holen einen nicht aus dem Mangel heraus, daher auch keine besondere Wirkung festzustellen. Meine Frau nimmt es auch (mit Vit. K und Magnesium) und sie meinte ebenfalls es ist deutlich spürbar. Ich schliesse ein Placebo ja nicht grundsätzlich aus, aber ich bin recht zufrieden und eine Überdosis mit unerwünschten Nebenwirkungen gibts eigentlich nicht. Das von uns verwendete Produkt ist noch sehr günstig im Vergleich zu so manch anderen Mittelchen, also uns taugt es.
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Re: Vitamin D

Beitragvon Zebra » 11. Jan 2019, 19:09

Die Dosis weiss ich leider nicht mehr genau, das Präparat hiess Oleovit, wenn ich mich richtig erinnere.
Ich hatte ehrlichgesagt von Anfang an eine Abneigung täglich ein Präparat einnehmen zu müssen.
Sofern es nicht schadet, und es euch hilft...
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Re: Vitamin D

Beitragvon Gaius » 11. Jan 2019, 19:30

Die Dosis weiss ich leider nicht mehr genau, das Präparat hiess Oleovit, wenn ich mich richtig erinnere.
Ich hatte ehrlichgesagt von Anfang an eine Abneigung täglich ein Präparat einnehmen zu müssen.
Sofern es nicht schadet, und es euch hilft...
Schon gefunden, danke, wie viele Tropfen pro Tag waren es?
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Re: Vitamin D

Beitragvon Zebra » 11. Jan 2019, 19:35

Ich glaube es waren 5-6 Tropfen...
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hand
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Re: Vitamin D

Beitragvon hand » 11. Jan 2019, 20:39

Erstaunlich finde ich, dass man bei festgestelltem Mangel lt. Beipackzettel mit einer Stoßtherapie von 200.000 I.E. (5mg) beginnen könnte um schnell auf normale Werte zu kommen, also ca. das 1000-fache der veralteten minimal empfohlenen Tagesdosis, was auf eine sehr große therapeutische Breite hin deutet. Ich würde es zwar nicht ausprobieren wollen, aber gut zu wissen, dass es möglich wäre.

Hat jemand hier schon Erfahrung mit dieser Vorgehensweise?
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Re: Vitamin D

Beitragvon Gaius » 11. Jan 2019, 21:47

Ich halte mich an dem hier:
Bild

Oleovit hat 400 pro Tropfen, also ist man bei 2000, was bei einem gemessenen Mangel immer noch zu wenig ist, nach 4 Wochen sollte man zwar einigermassen aus dem Tief raus sein, aber so richtig auf die Werte die einen positiven Effekt haben, kommt man damit nicht so. 200.000 zum Start finde ich übertrieben, aber lt. Zitat: "Erste Anzeichen einer toxischen Überdosierung werden erst bei Dosen ab 300.000 IE oder bei einer regelmäßigen Einnahme von 40.000 IE pro Tag beobachtet." von daher ist das schon möglich ohne sich zu vergiften.

Ich finde bei mir diese "Energetisierung" die man z.B. auch vllt. kennt, wenn man mal Urlaub in der Sonne hat, sobald man mal so richtig in der Sonne ist, spürt man einen vitalisierenden Effekt, dies kann ich mit der Einnahme von höherem Vitamin D auch beobachten, aber erst mit den höheren Dosierungen. Ich hatte früher mal einfach so billige Aldi Pillen täglich genommen, die habe ich gar nicht bemerkt, aber die Tropfen und in der oben angegebenen Mengen (momentan so 4000-5000) ist dann auch spürbar "die Sonne aufgegangen".
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Re: Vitamin D

Beitragvon chronic » 11. Jan 2019, 21:54

Gaius ich weiß nicht welche Studien du ins Feld führen möchtest. Die von dir angeführten Links sind nichts weiter als Seiten wo es ums Verkaufen geht. Das gilt auch für den Vortrag von Prof. Dr. Jörg Spitz. Wenn ich mir auf google anschaue womit sich der Herr in seiner Freizeit beschäftigt lässt das keinen anderen Schluss zu. Seine Stiftung, seine Bücher kommen nicht seriös wissenschaftlich fundiert rüber. Gut verpackt, ja, aber nicht der tatsächlichen Lehrmeinung entsprechend. Zeige mir bitte wenigstens eine seriös erstellte Studie aus der hervor geht das Vitamin D wirklich die herausragende Substanz ist.

Und wie leben wir erst seit kurzem so wie wir heute leben? Tun wir das alle oder haben in der Gesamtbevölkerung nur einzelne Defizite an gewissen Dingen? Rauchen, Trinken wir alle, ernähren wir uns alle falsch und haben Stress ohne Ende oder sind das nur wieder einzelne?
Ich glaube sofort, dass man von der Einnahme von Supplementen eine Verbesserung des Allgemeinempfindens haben kann. Nur macht es Sinn Stoffe in Reinform wie ein Medikament seiner Nahrung zuzuführen? Das würde wenn man den Gedanken weiter spinnt bedeuten, dass ein "normales" Leben nur mit der Zufuhr bestimmter Mono Stoffe möglich ist die irgendwann wie jedes Supplement nicht mehr den gewünschten Erfolg bringen. Körperliche und geistige Optimierung ist nicht zwingend von zugeführten Stoffen abhängig. Auf lange Sicht effektiver ist ein Hinterfragen der Lebensumstände und deren Neuausrichtung. Hormongaben können gleichwohl ähnliche optimierende Wirkungen im Körper haben. Sind ja viele ebenfalls natürlich und im Körper vorhanden, eventuell sogar erniedrigt aus was für Gründen auch immer. Nur wirken diese meist potenter mit schneller eintretenden negativen Erscheinungen. Wäre das nicht würden Hormone ähnlich aggressiv vermarktet wie Vitamine und Mineralien.

Der menschliche Körper benötigt sogar Schwankungen um optimal zu funktionieren. Selbst die empfohlenen Grenzwerte sind nichts anderes als bis zu einem gewissen Grad willkürliche Einteilungen und das Zuführen von was auch immer an Reinstoffen ist für den Körper letzten Endes nichts anderes als mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Viele Grenwerte wurden von der Industrie eingeführt und in den vergangenen Jahren zu ungunsten der Menschen nach unten hin re­vi­die­rt.
Dass es letztlich keinen Mangel an Nährstoffen gibt sieht man daran das Menschen übergewichtig sind oder der Größe heutiger Kinder wie auch erwachsener. Zeitgenössische Europäer müssen nichts zusetzen, viele sind trotz hoher Kalorienzahlen Fehlernährt und zu bequem um sich zu bewegen und nichts anderes.

Macht was ihr wollt, ihr seid alle mündige Erwachsene. Aber glaubt nicht unreflektiert jeden Scheiss der euch pseudowissenschaftlich vorgesetzt wird.
Ge'ez ጫት


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