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Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 15. Jun 2019, 16:09
von Herr von Böde
Hm, könnte das Antihistamin Promethazin das auch als schwach potentes Neuroleptikum eingeszt wird die Wirkung psychedelischer Substanzen unterdrücken??
Wikipedia hat geschrieben:Wirkungsweise

Der Botenstoff Histamin reguliert diverse Funktionen im Gehirn und löst zudem jene Beschwerden aus, die bei einer Allergie auftreten. Promethazin besetzt die Histamin-Bindungsstellen im Gehirn. Dadurch wirkt es beruhigend und schlaffördernd. Darüber hinaus bindet Promethazin auch an den muskarinischen Acetylcholinrezeptor sowie an die Rezeptoren für 5-HT2A, 5-HT2C, Dopamin-D2, den NMDA-Glutamatrezeptor und den α1-Adrenorezeptor.[6][7][8][9][10] Promethazin ist zudem ein potentes Antioxidans[11] und steigert die Glutamataufnahme in Gliazellen des Gehirns.[12]

Die neuroleptische Potenz von Promethazin wird in der Literatur mit 0,5 angegeben."
Ich hatte vor 3 tagen eine Dosis von 75 mg zum Abend eingenommen um das ehr zu schwach wirkende Heuschnupfenmittel Loratadin zu verstärken.

Vor 1h hab ich 16g Frischpilze eingenommen und verspüre 0 Wirkung.

Promethazin hat aber ehr eine kurze Halbwertszeit, 8-12h...

Re: Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 15. Jun 2019, 17:37
von chronic
Neuroleptika unterdrücken psychedelische Wirkungen.

Re: Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 15. Jun 2019, 18:05
von Herr von Böde
Danke chronic !
Aber klar, hätt ich jetzt Olanzapin, Haldol oder ein anders ähnliches Kaliber vor 3 Tagen geschluckt würd ich die Frage nicht stellen bzw. dann hätt ich gar nicht dran gedacht zu trippen.
Promethazin wird aber seiner "neuroleptischen Schwäche" wegen gar nicht als solches eingesetzt. dazu kommt die sehr kurze Halbwertzeit.

Aber die Frage hat sich auch schon anders beantwortet.
Bei solchen Dosierungen muss man wohl nur etwa mehr Geduld haben und das Anfluten geht auch deutlich weniger rasant von statten.
Will also sagen: Ich bin noch drauf gekommen :)

Re: Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 15. Jun 2019, 18:58
von kleinerkiffer84
Ah ok, gut zu wissen.
Ich meine mich erinnern zu können, dass ich vor Jahren mal nach Promethazin von LSA nicht draufgekommen bin, ausser Kotzerei. :lol:

Re: Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 15. Jun 2019, 19:13
von Herr von Böde
Aber um die Frage mal weiter zu führen, wie sieht es denn mit anderen Antihistaminika aus ?
Welchen Einfluß haben zentral blockierte Histaminrezeptoren auf psychedelische Reisen?

Gibts hier vielleicht andere Heuschnupfengeplagte die nach Einnahme entsprechender Mittel Effekte - oder eben keine - festgestellt haben?

Re: Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 15. Jun 2019, 20:38
von Zebra
Ich weiss nicht ob ich etwas sinnvolles beitragen kann.
Ich nehme seit langem jedes Jahr zur Heuschnupfen-Zeit Loratadin.
Ich könnte mich jetzt nicht erinnern, dass das Auswirkungen bei einer Pilzreise gehabt hätte.
Mehr kann ich nicht dazu sagen, es ist einfach zu lange her.
Mit Promethazin und anderen Antihistaminika habe ich keine Erfahrung.

Re: Antihistaminika und psychedelische Wirkungen

Verfasst: 25. Jun 2019, 19:15
von syzygy
OT, aber vielleicht doch von Interesse:
(...)

Every study subject tried the task three times: once sober, once on LSD, and once after taking both LSD and a substance called ketanserin. This substance blocks LSD from interacting with a particular serotonin receptor in the brain, which researchers call "5-HT2."

Previous studies on animals had suggested that 5-HT2 played a key role in LSD's ability to mess with sense of self. The researchers suspected that blocking the receptor in humans might somewhat reduce the effect of LSD.

But it turned out to more than "somewhat" block the effect: There was no difference between the performance of subjects who took ketanserin and the placebo group.

"This was surprising to us, because LSD interacts with a lot of receptors [in the brain], not just 5-HT2," Preller said.

But LSD's most dramatic measurable effects entirely abated when subjects first took ketanserin.

That tentatively indicates that 5-HT2 plays an important role in regulating sense of self in the brain, Preller said. The next step, she added, is to work on drugs that target that receptor and see if they might alleviate some of the symptoms of severe psychiatric illnesses that affect the sense of self.
Q: https://www.livescience.com/62059-schiz ... -self.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Ketanserin
https://de.wikipedia.org/wiki/5-HT-Rezeptor