Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

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Dr.Perovskia
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von Dr.Perovskia » 29. Jul 2019, 09:24

Noch eine kleine Ergänzung:

Corydalis yanhusuo

Ist eine in China beheimate Pflanze, die dort schon lange in der Medizin eingesetzt wird. Es enthält das Alkaloid Dehydrocorybulbine (DHCB), welches gegen den neuopathischen Schmerz wirksam ist. Ebenfalls enthält sie Tetrahydropalmatine, das analgetisch wirkt. Letzteres setzt and den Dopamin-Rezeptoren und GABBA-Rezeptoren an, ob es auch an den Opiat-Rezeptoren ansetzt ist unklar. Allerdings wird Corydalis yanhusuo gerne mit Opiaten verglichen und auch als Ersatz angewendet.
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kleinerkiffer84
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von kleinerkiffer84 » 29. Jul 2019, 20:33

Sehr interessant, dass der Thread über neue Opioide Substanzen wieder belebt wurde, und neue Pflanzen hier auftauchen. :good:
Bei der Gattung Combretum habe ich bislang mit der Gattung Combretum quadrangulare experimentiert.
Die Wirkung ist sehr ähnlich wie Bali-Kratom, nur man muss es höher dosieren. Von etwa 15g oral, als Tee und/oder gekaut spüre ich für 1-2 Stunden einen deutlichen Effekt.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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chronic
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von chronic » 31. Jul 2019, 10:53

Zebra hat geschrieben:
29. Jul 2019, 08:42
Es kann sein, dass du recht hast, aber die Ergebnisse von manchen Untersuchungen lassen vermuten, dass auch das opioiderge System womöglich bei der Wirkung mit eine Rolle spielen könnte.
Möglich ist das. Ähnliches wird ja von anderen Pflanzen ebenfalls berichtet. Combretum quadrangulare habe ich noch nicht angetestet weshalb ich nichts zu deren empfundenen Wirkung sagen kann. Oft merkt man einer Substanz an ob sie Opioid ist, eigentlich bei allen bis jetzt von mir getesteten unsicheren Kandidaten.


Zebra hat geschrieben:
29. Jul 2019, 08:42
Wenn ich das nicht falsch verstanden habe, umfassen doch zentral agierende Analgetika Opiate bzw. Opioide?
Das ist richtig. Aber das ist nur eine Gruppe an Analgetika die da eine Rolle spielt. Eine weitere große sind die so genannten NSAID, „non steroidal antiinflammatory drugs“, auf deutsch, nicht-steroidale antientzündliche Medikamente wie Ibuprofen, Diclofenac, ASS und glaube Naproxen. Es gibt weitere und unter anderem welche wie das Paracetamol das nicht bei Entzündlichen Prozessen hilft. Auffällig ist bei den Langfäden, dass sie oft neben einer analgetischen Wirkung entzündungshemmend sind. Das bedeutet nicht zwangsläufig das sie nicht Opioid wirken könnten, dass tun manche natürlichen Opioide wie die Akuammine und Hodkinsin auch, aber das der Ansatz vielleicht doch ein anderer sein könnte. Nämlich mehr wie ein NSAID. Das ist nur Spekulation von meiner Seite.


Dr.Perovskia hat geschrieben:
29. Jul 2019, 09:24
Noch eine kleine Ergänzung:

Corydalis yanhusuo

Ist eine in China beheimate Pflanze, die dort schon lange in der Medizin eingesetzt wird. Es enthält das Alkaloid Dehydrocorybulbine (DHCB), welches gegen den neuopathischen Schmerz wirksam ist. Ebenfalls enthält sie Tetrahydropalmatine, das analgetisch wirkt. Letzteres setzt and den Dopamin-Rezeptoren und GABBA-Rezeptoren an, ob es auch an den Opiat-Rezeptoren ansetzt ist unklar. Allerdings wird Corydalis yanhusuo gerne mit Opiaten verglichen und auch als Ersatz angewendet.
Ja es wird in gewisser weise mit Opioiden verglichen. Jemand hat mal den Begriff Opiastisch für solche Substanzen geschaffen. Meiner Erfahrung nach ist die Wirkung nicht mit der von Opioiden direkt vergleichbar. Viele Stephania Arten enthalten ebenfalls Tetrahydropalmatin und DHCB. Einige wenige Arten sogar Phenantrene mit u.a. Codein und Morphin wie in Stephania cepharantha.


kleinerkiffer84 hat geschrieben:
29. Jul 2019, 20:33
Bei der Gattung Combretum habe ich bislang mit der Gattung Combretum quadrangulare experimentiert.
Die Wirkung ist sehr ähnlich wie Bali-Kratom, nur man muss es höher dosieren. Von etwa 15g oral, als Tee und/oder gekaut spüre ich für 1-2 Stunden einen deutlichen Effekt.
Würdest du auf Grund der Ähnlichkeit soweit gehen zu sagen das die Wirkung Opioid ist oder nur gewisse Paralellen damit hat?
Ge'ez ጫት

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Zebra
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von Zebra » 31. Jul 2019, 13:29

Möglich ist das. Ähnliches wird ja von anderen Pflanzen ebenfalls berichtet. Combretum quadrangulare habe ich noch nicht angetestet weshalb ich nichts zu deren empfundenen Wirkung sagen kann. Oft merkt man einer Substanz an ob sie Opioid ist, eigentlich bei allen bis jetzt von mir getesteten unsicheren Kandidaten.
Dann müsste man ja Substanzen wie Salvinorin A total aussen vor lassen, die ja eigentlich auch zu den Phytoopioiden zählen, aber nicht wirklich wie typische Opioide wirken...
Akuammine und Hodgkinsin etc. sind doch alles Alkaloide, was zum Beispiel auf das Triterpen "TTHL" in Mofumbo nicht zutrifft. (€dit: bestimmt spielt auch eine Rolle welcher Typ von Opioid Rezeptor involiviert ist...)
Möglich dass es nicht so wirkt, wie man es von den bekannten opioiden Alkaloiden gewohnt wäre?
Leider besitze ich in Chemie und Neurochemie nicht das nötige Wissen um das wirklich beurteilen zu können.

Aber das ist nur eine Gruppe an Analgetika die da eine Rolle spielt. Eine weitere große sind die so genannten NSAID, „non steroidal antiinflammatory drugs“, auf deutsch, nicht-steroidale antientzündliche Medikamente wie Ibuprofen, Diclofenac, ASS und glaube Naproxen. Es gibt weitere und unter anderem welche wie das Paracetamol das nicht bei Entzündlichen Prozessen hilft. Auffällig ist bei den Langfäden, dass sie oft neben einer analgetischen Wirkung entzündungshemmend sind. Das bedeutet nicht zwangsläufig das sie nicht Opioid wirken könnten, dass tun manche natürlichen Opioide wie die Akuammine und Hodkinsin auch, aber das der Ansatz vielleicht doch ein anderer sein könnte. Nämlich mehr wie ein NSAID.
Ja, der Ansatz könnte auch ein anderer sein.
Es bleiben weitere detailliertere phytochemische Analysen abzuwarten, die es bis dato noch nicht gibt.
Bis dahin kann ich auch einfach nur vermuten und spekulieren….
Ich werde auf jeden Fall regelmässig danach Ausschau halten^^

Fragen wie:
Ist TTHL auch in anderen Combretum Arten enthalten?
Wenn nein, welcher Wirkstoff ist dann für die analgetische und sedierende Wirkung verantwortlich?
Wie ist der genaue Wirkmechanismus?
etc., machen Combretum Arten im Moment für mich spannend und deshalb werde ich weiter die Augen offen halten.^^
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kleinerkiffer84
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von kleinerkiffer84 » 31. Jul 2019, 20:10

chronic hat geschrieben:Würdest du auf Grund der Ähnlichkeit soweit gehen zu sagen das die Wirkung Opioid ist oder nur gewisse Paralellen damit hat?
Ja, ich würde es als eindeutige Opioidwirkung einstufen, nicht opiastisch wie zb. Giftlattich.
Man fühlt, wenn man sich auf die feinen Nuancen bei perfektem Set und Setting richtig einlässt, dass es den typischen Wirkmechanismus hat, wie man ihn von Opiaten kennt.
Während man zb. bei Giftlattich nur diese quasi simulierte dumpfe Wirkung hat, spürt man bei Combretum quadrangulare, dass es diese Kette an Mechanismen auslöst, die für Opiate typisch sind.
Der Nachteil ist nur, dass es relativ unpotent ist. Oral würde ich unter 15g nicht anfangen, wenn man gerade eine Opiatphase hat und die Toleranz hoch ist, würde eher auf 25g gehen.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Dr.Perovskia
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von Dr.Perovskia » 1. Aug 2019, 08:49

kleinerkiffer84 hat geschrieben:
31. Jul 2019, 20:10
Ja, ich würde es als eindeutige Opioidwirkung einstufen, nicht opiastisch wie zb. Giftlattich.
Habe auch schon viel mit Combretum rumprobiert, von einer wirklichen opioden Wirkung kann ich aber nicht berichten. Eigentlich habe ich den meisten Fällen quasi keine Wirkung verspürt. Allerdings funktioniert sie großartig mit Cannabis und mit typischen Cannbis-Ersatzstoffen (Herzgespann, Habichtkraut usw.) zusammen, was eine klare Euphorie auslöst. Auch kann Sie Kratom gut verstärken.
Das Problem mit der mangelnden Potenz lässt sich zumindest etwas lösen, wenn man Extrakte kaut (ja, das ist eklig!), dann trittt die Wirkung besser und schneller ein.
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Zebra
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von Zebra » 1. Aug 2019, 20:39

Danke euch beiden für eure Einschätzung!
Weitere Tests stehen bei mir noch aus...
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von immerzusuchend » 5. Okt 2020, 17:59

Heu Leute,

gibt es von diesem THread eine Zusammenfassung oder mag mir jemand kurz ein paar Pflanzen dieser Gruppe nennen, die WIRKLICH eine GUTE Wirkung bei fgast allen verursachen? Dieses Akuamma hatte bei mir keine Wirkung bspw.

Danke sehr!
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Mindlusion
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von Mindlusion » 5. Okt 2020, 23:06

Vielleicht solltest du dir weniger reinschmeissen sondern mal Pausen einlegen.
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Gremlin
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Re: Natürliche Opioide Substanzen und Phytoopioide

Beitrag von Gremlin » 5. Okt 2020, 23:34

Bist du Nassauer nicht in der Lage selber zu lesen um daraus deine Schlüsse zu ziehen?
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Unsere Feinde können alle Blumen abschneiden, aber nie den Frühling abschaffen. Pablo Neruda
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