Aussteigen/Selbstversorgung

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Herr von Böde
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Herr von Böde » 14. Okt 2018, 18:41

Puhh und dann geht vielleicht doch alles viel schneller.

Schau mir am nächsten We eine Wohnungan, wirklich am A. der Welt, 1,5h Autofahrt weg von meiner derezitigen Heimat, in einer stetig schrumpfenden 460 Seelen Gemeinde in der garantiert der Hund begraben liegt. :) , zu der 1ha Nutzfläche gehört:
Grundstück.png
An den Bäumen sehe ich schon die Bienbeuten stehen und auf der Weide die Schafe grasen.
Aber wird man da nicht fürchterlich einsam ??

Gucken kostet ja nix...
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chronic
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon chronic » 14. Okt 2018, 23:06

Aber wird man da nicht fürchterlich einsam ??
Vermutlich. Vor allem wenn man das nicht gewöhnt ist. Von der Stadt und dann aufs Land, wirklich weit weg kann trist werden. Grade in den Winter Monaten wenn sich das Leben mehr drinnen abspielt. Einkaufen und alles andere muss irgendwie nach Hause gebracht werden. Das ist schon eine Umstellung. Wenn du dir nicht ganz sicher bist geh die Sache langsam an. Erst den einen Schritt mit einem Garten und dann den nächsten. Und nur eine Wohnung auf dem Land setzt der Entfaltung ziemliche Grenzen.
Ge'ez ጫት

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Bender
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Bender » 15. Okt 2018, 03:54

Hast du keinen mit dem du das Projekt starten könntest? Zu zweit macht das denke ich mehr Spaß und man teilt sich viel Arbeit. Irgendwann gibt es hier wohl eine psychedelische Aussteigerkommune -> interessante Enwicklung.

Das sieht nach einem alten Bauernhof aus?
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Herr von Böde
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Herr von Böde » 15. Okt 2018, 06:08

Hast du keinen mit dem du das Projekt starten könntest? Zu zweit macht das denke ich mehr Spaß und man teilt sich viel Arbeit. Irgendwann gibt es hier wohl eine psychedelische Aussteigerkommune -> interessante Enwicklung.

Das sieht nach einem alten Bauernhof aus?
Das ist wohl wahr.
Meine Liebe ist beruflich an die Srtadt gebunden und hat auf tgl.oder alltägliches, wenig nachhaltiges und va. auch zeitfressendes Pendeln verständlicherweise keine Lust.
Es ist tatsächlich ein Resthof.
Die Wohnung ist aber auch keine Riesenwohnung, 65 Quatratmeter mit 2 Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche, Bad, kein Raum den man sich teilen möchte mit jemandem der einem nach 2 Wochen auf die Nerven geht oder dann doch nur bekifft auf dem Sofa hängt und nicht richtig mitzieht (Psychedelic spielt bei mir immer eine Rolle aber primär ginge es hier um Selbstversorgung und da muss ganz praktisch angepackt und sich die Finger schmutzig gemacht werden, schmerzende Blasen an den Händen sind erstmal vorprogammiert genauso wie frustrierende Rückschläge, garantiert - soviel muss klar sein) .
Zwei Kerle in soeiner Wohnung auf dem Land und ich kann mir vorstellen das ganz schnell das Getratsche los geht, sicherlich keine gute Vorraussetzung sich ein wenig ins Gemeindeleben zu integrieren (vielleicht hab ich da aber auch Vorurteile und Klischees im Kopf), gegen eine Frau spräche zwar auch nichts aber da gehe ich mal von Bedenken der Frauen aus mit einem Kerl so eng zusammenzuziehen, va. wenn man sich noch gar nicht kennt, einen Mann zu finden wäre wahrscheinlich noch etwas leichter.
Allerdings gäbe es sicher bezahlbaren Wohnraum im 10km Umkreis.

Ja, zu 2 ginge es sicher leichter und hätte ich da jemanden wäre die Entscheidung schnell gefallen aber da müsste man sich den passenden Menschen erstmal aus dem Hut zaubern. :)

Sollte hier jemand prinzipielles Interesse haben darf man sich gerne melden.
Das würde ich aber nicht nach 3 Pns und einem Telefonat entscheiden. ;-)
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Glückspilz
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Glückspilz » 15. Okt 2018, 09:21

In welcher Ecke unseres Planeten befindet sich denn dein Projekt? Welche Region hast du da im Blick?
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Herr von Böde
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Herr von Böde » 15. Okt 2018, 10:33

Die Altmark im Norden des Landes Sachsen-Anhalt .
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Glückspilz » 15. Okt 2018, 11:00

Die Altmark, wow, schöne Landschaft. Ich hab seinerzeit im Wendland, direkt am Zaun meine Gärtnerlehre gemacht. (Auch in einem 400-Seelendorf übrigens). Und im zweiten Lehrjahr ging die Grenze auf und wir konnten mit dem Fahrrad rüberfahren in die Altmark und uns die Gegend dort anschauen. Ja, doch, die Landschaft ist schön.

Leider wohne ich nicht mehr in der Gegend, sonst wäre ich mal vorbei gekommen und hätte dir gerne ein paar Tipps gegeben zur Selbstversorgung. Schließlich stamme ich aus einer Bauernfamilie, die seit Generationen Selbstversorgung betrieben hat. Durch den zweiten Weltkrieg kamen meine Eltern dann in den Westen, wo ich geboren wurde. Ich selber hab die Knochenarbeit in der Landwirtschaft also nicht mehr erlebt, aber unser Grundstück im Westen, auf dem mein Vater dann eigenhändig unser Haus gebaut hat, hatte 2000 qm und ich erinnere mich an endlose Erdbeer- und Porree-Felder und Batterien von Weckgläsern mit Eingemachtem in den Regalen im Keller neben der Kartoffelkiste, in die zehn Zentner Kartoffeln passten.

Landwirtschaft habe ich sozusagen im Blut, hab dann ja selber auch Gemüsebau im Wendland gelernt. Aber die Knochenarbeit, die echte Selbstversorgung bedeutet, ist mir echt zu heftig. Ich hab ein kleines Gärtchen für den Eigenbedarf und das wars dann.
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Gaius
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Gaius » 15. Okt 2018, 23:09

Puhh und dann geht vielleicht doch alles viel schneller.

Schau mir am nächsten We eine Wohnungan, wirklich am A. der Welt, 1,5h Autofahrt weg von meiner derezitigen Heimat, in einer stetig schrumpfenden 460 Seelen Gemeinde in der garantiert der Hund begraben liegt. :) , zu der 1ha Nutzfläche gehört:

Grundstück.png

An den Bäumen sehe ich schon die Bienbeuten stehen und auf der Weide die Schafe grasen.
Aber wird man da nicht fürchterlich einsam ??

Gucken kostet ja nix...
Hehe, so ein Bild mit Grenzen habe ich auch gemacht, (mit dem Finger auf Handy-Display)
Bild

Ich kann deine Einwände wegen Einsamkeit gut verstehen. Bei mir fühlt sich das wie einer klare Erinnerung an "das isses" und wer weiss was da noch für soziale Kontakte entstehen und ich bin eh ein Typ, der gerne zurück gezogen lebt aber ohne Partnerin wäre das auch noch anders. Aber für mich ist dieses Thema durch und wir wollen das durchziehen bzw. es ist so eine Art alternativ loses Schicksal das zu tun. Will sagen, wenn es das richtige ist, dann "spürt" man das.
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Gaius » 14. Nov 2018, 20:48

Der entfremdete Mensch - Sehnsucht nach der wahren Natur
14.11.2018 | 16.00 Uhr | 27:39 min
Verfügbar bis: 9.11.2019, 16.00

https://swrmediathek.de/player.htm?show ... 5056a12b4c

Ein tiefes Grundbedürfnis des Menschen ist, in Verbindung zu sein: mit anderen Menschen, mit seiner Arbeit - und nicht zuletzt mit der Natur. Von Karin Lamsfuß.
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Bender
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Re: Aussteigen/Selbstversorgung

Beitragvon Bender » 15. Nov 2018, 09:00

Wie lief denn die Besichtigung?
Und Dorfgetratsche gibt’s immer, vor allem wenn man nicht wie die zähe Durchschnittsmasse ist.
Danke für das Video, muss ich mir wenn Zeit ist mal anschauen

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