(passiv) Gewächshaus für wärmeliebende Pflanzen

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gander
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(passiv) Gewächshaus für wärmeliebende Pflanzen

Beitragvon gander » 28. Nov 2018, 16:36

Hallo Zusammen,

Ich spiele im Moment mit dem Gedanken mir mehrere "interessante" Pflanzen anzuschaffen. Die meisten davon benötigen etwas höhere Temperaturen und und müssen spätestens im Winter ins Haus geholt werden. Ein normales Gewächshaus bietet hier zumindest für die meisten Pflanzen keine alternative da die Temperaturen im Winter wohl öfters unter 10° fallen bzw es einfach zu kalt wird für einige nicht winterharte Pflanzen.

Ich habe mir hierzu ein paar Gedanken gemacht und kurz bischen recherchiert.

Ich möchte euch mal meine ersten/spontanen Gedanken präsentieren und eure Meinung bzw auch gerne Ergänzungen hören.
Eventuell könnte man hier einige Ideen sammeln.
Ich denke zwar nicht, dass ich es umsetzten werde (zumindest nicht in nächster Zeit) aber denke es wäre doch eine gute Idee für interessierte hier ein paar Gedanken festzuhalten.

Ziel wäre es also ein Gewächshaus zu bekommen welches möglichst ohne (tägliches) zutun die Temperatur möglichst hoch hält.

Als erstes möchte ich hier das Prinzip des Walpini nennen. Hier habe ich kurz das Prinzip überflogen und es ist möglich die Temperaturen zumindest etwas zu erhöhen in dem man (einfach ausgedrückt) das Gewächshaus etwas in den Boden versenkt. Chronic hat hierzu bereits einen Thread erstellt, daher verlinke ich diesen hier einfach:
viewtopic.php?f=7&t=532
Ich habe mir das Prinzip des Walpini nicht im Detail angeschaut aber an sich gefällt mir die Grundidee ganz gut. Eventuell könnte man die Boden-wärme etwas mehr nutzen, indem man zum Beispiel Abflussrohre vertikal in den Boden eingräbt. Dazu kann ich aber nichts sagen.

Das nächste was mir einfällt, wäre zu versuchen Wärme möglichst lange zu "speichern".
Hierzu könnte man Steine verwenden oder mit Wasser befüllte Behälter.
Über die erhöhten Temperaturen Tagsüber heizen sich diese zumindest etwas auf.
Um diesen Effekt zu verbessern könnte man diese der direkten Sonne aussetzen, d.h wenn das Gewächshaus nach Süden hin ausgerichtet ist (was ja Sinn macht) würden die Wärme-Speicher auf der Nordseite an der Wand entlang platziert. Zusätzlich würde es sich anbieten diese mit schwarzer Farbe zu bemalen damit mehr Wärme entstehen kann.
Diesen Effekt könnte man eventuell mit Spiegeln oder einer reflektierenden Folie noch etwas erhöhen.

So mit dem Walpini hätten wir schon mal die "Boden wärme" nutzbar gemacht. Mit dem Wärmespeicher würde man schon mal die vorhandene Wärme optimaler nutzen.
Als nächstes könnte man natürlich versuchen den "Wärme-Verlust" zu minimieren. Da fällt mir leider im Moment nichts anderes ein als teures Isolierglas oder mehrere Folien übereinander gespannt.

Als nächstes könnte man das Gewächshaus noch beheizen. Das wäre mit Strom möglich wird aber auch teuer, da dafür Geräte und Strom benötigt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre es Pferdemist oder ähnliches in die Erde einzuarbeiten damit durch die Verrottung/Zersetzung wärme entsteht. Nachteil hierbei wäre aber, dass eventuell nicht alle Pflanzen den "Dünger" mögen oder vielleicht etwas nährstoffärmere Böden bevorzugen. Natürlich könnte man das auch nur auf einer bestimmten Fläche so handhaben.
Wahrscheinlich etwas besser und effizienter ist vielleicht ein Mini-Biomeiler. Im Prinzip handelt es sich hier um einen Komposthaufen nur der Aufbau ist etwas anders.
Jeder der einen Garten hat, hat eigentlich auch schon die benötigten Materialien hierfür parat.
Meistens werden kleingehäckselte Bäume oder Sträucher verwendet. Bei "kleineren" Biomeilern hat sich wohl als Material eine Mischung aus gehäckselten dünneren Ästen (Heckenschnitt), Mist, Laub und Rasenschnitt bewährt. Zusätzlich kann man weitere Gartenabfälle verarbeiten die man über einen längeren Zeitraum gesammelt hat. Diese sollten einfach nicht vollständig kompostiert sein (je weniger desto besser) damit die Bakterien für ihre Arbeit genug Futter haben.
Diese Materialien schichten man auf und bewässert diese ordentlich. Damit die Feuchtigkeit möglichst lange erhalten bleibt wird anschließend eine "Isolierschicht" aufgetragen. Diese kann aus feinem Rasenschnitt oder aus Nadelbaum-Schnitt bestehen. Je nach Größe heizt so ein Biomeiler bis zu 2 Jahre. In den kleinen Dimensionen in der man ihn in ein Gewächshaus packen kann wohl eher nur einige Monate. Hier würde es sich anbieten gegen Ende des Sommers damit anzufangen diesen vorzubereiten damit dieser noch "anlaufen kann" bevor die Temperaturen sinken.

Natürlich kann man auch mit anderen Mitteln heizen wie zum Beispiel Kerzen oder einen kleinen Kamin aufstellen oder irgendso ein Blödsinn. Ist aber sehr unpraktisch und mit viel Arbeit verbunden.

Noch eine Idee die mir einfällt, die ich aber auch nicht so praktisch finde und die bestimmt auch nicht so toll aussieht: Die Sonnenstrahlen auf das Gewächshaus erhöhen in dem man auch außerhalb Reflektoren/Spiegel aufstellt.

Das wären fürs erste mal meine spontanen Ideen.
Falls ihre noch welche habt gerne her damit.

Viele Grüße
Gander

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