Permakultur

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chronic
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Permakultur

Beitragvon chronic » 26. Feb 2014, 12:09

Permakultur ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden (nachhaltigen), natur nahen Kreisläufen zielt. Ursprünglich für die Landwirtschaft entwickelt, ist sie inzwischen ein Denkprinzip, das auch Bereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer (Infra-)Strukturen umfasst.

Grundprinzip ist ein ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften mit allen Ressourcen.
Zitat: Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur

Permakultur ist aber auch eine Form der Nahrungsmittelproduktion die die Vergangenheit mit der Zukunft verbindet. Als Pole über die Zeiten seien nur der Waldgarten als frühe Nutzung seiner Umwelt und Aquaphonic als schnell wachsende selbstversorgende moderne Bewegung für jedermann, grade für Menschen in Ballungsgebieten, als eine der Formen des Urben Gardening genannt.
Vielleicht praktiziert jemand die eine oder andere Form der Eigenversorgung oder hat das Wissen dazu. Das soll eine Aufforderung zum Mitmachen sein. Klar gibt es Foren zur Permakultur die Informieren und dem Austausch von Wissen dienen. Mein Anliegen ist es das Wissen über machbare Formen der Nahrungsmittelproduktion außerhalb dieser Wissensplattformen zu verbreiten.

"Permakultur" - abgeleitet von permanent (dauerhaft) beinhaltet als Form landschaftlicher Gestaltung und Nutzung die Kernphilosophie einer natürlichen und nachhaltigen Herangehensweise - mit der Natur, statt gegen sie. Es wird also gelenkt, nicht aufgezwungen, es wird versucht zu verstehen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Permakultur ist ein Konzept zum Aufbau landwirtschaftlich produktiver Lebensräume, die sich selbst erhalten. Dazu gehören ebenso unsere kulturellen und natürlichen Lebensräume in ihrer ganzen Vielfalt.
Permakultur integriert ökologisch basierte Entwurfskriterien, die Ethik einer wertorientierten Arbeit und die einmaligen, standortspezifischen Gegebenheiten eines Ortes und seiner Bewohner, ob menschlich oder nicht menschlich.

Die begriffliche Fassung des Begriffs scheint vielgestaltig.


Die Väter der PermaKultur Idee

David Holmgren (* 1955 in Australien) ist neben Bill Mollison der Mitbegründer des 1978 erstmals veröffentlichten Permakulturkonzepts (Permaculture One, zusammengesetzt aus permanent und agriculture = permanente und nachhaltige Landwirtschaft).
David Holmgren gilt sowohl theoretisch als auch in der praktischen Umsetzung als gewissenhafter und detailgenauer Forscher und Anwender permakultureller Prinzipien. Er ist Autor diverser Publikationen zum Thema.
Die intensive Arbeitsbeziehung zu seinem Mentor Bill Mollison führte drei Jahre später zur Veröffentlichung des Permakulturkonzepts und stellte damit die Weichen für sein weiteres Leben. Sein Hauptfokus gilt seitdem der Umsetzung und experimentellen Bestätigung des Permakulturkonzepts.
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Bruce Charles „Bill“ Mollison (* 1928 in Tasmanien, Australien) 1978 gründete er das Institut für Permakultur (Permaculture Institute), das sich der Verbreitung der Permakultur in Bildung, Forschung und durch konkrete Umsetzung widmet. 1981 wurde er mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet.
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Fukuoka Masanobu ( * 2. Februar 1913; † 16. August 2008) war zunächst Mikrobiologe und wurde dann Bauer. Seine Bücher sind Standardwerke in der Permakultur. Die Art seiner Landwirtschaftsmethode bezeichnet er selbst als „Nichts-Tun-Landwirtschaft“ nach dem Daoistischen Wu Wei Prinzip.

Fukuoka gilt heute als Initiator der Verbreitung der Aussaattechnik der Seed Balls, die inzwischen weite Bekanntheit erlangte. Diese von ihm nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst für seine Direktsaatmethode des pfluglosen Reisanbaus entwickelte Technik wird heute auch in der Guerillagärtnerei-Bewegung eingesetzt.

1988 erhielt Fukuoka den Ramon Magsaysay Award.
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Mitte der 1970er Jahre entwickelten die beiden Australier Bill Mollison und David Holmgren innovative Ideen im Bereich alternativer landwirtschaftlicher Anbaumethoden. Damit sollte die Nahrungsversorgung weltweit langfristig besser gesichert werden, als mit den vorherrschenden industriell-konventionellen Anbaumethoden.

Sie beobachteten ebenso wie der japanische Mikrobiologe Masanobu Fukuoka, dass die industrielle Landwirtschaft durch ihre Präferenz für Monokulturen und dem massiven Einsatz von Kunstdüngern und Pestiziden erhebliche unerwünschte 'Nebenwirkungen' hatte. Sie verschmutzte und vergiftete Böden, Wasser und Tiere. Als direkte und indirekte Folge ging die Artenvielfalt erheblich zurück und jedes Jahr wurden tonnenweise ehemals fruchtbarer Boden der Erosion preisgegeben. Inzwischen wurden diese Beobachtungen längst bestätigt und weltweit kritisiert. Veränderungen zum Positiven sind im globalen Maßstab nicht zu verzeichnen. Hier kann Permakultur ansetzen und zerstörten Lebensräumen eine neue Perspektive geben.
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Re: Permakultur

Beitragvon chronic » 20. Mär 2014, 10:19

Aquaponics

Aquaponics (Kofferwort aus Aquakultur und Hydroponik) ist eine Polykultur, in der die Fischzuchtproduktion im direkten Zusammenspiel mit der Pflanzenproduktion in einem anorganischen Substrat betrieben wird. Nutzpflanzenkulturen und Fische gehören einem geschlossenen Wasserkreislauf an, welcher in automatisierten Abläufen bewirtschaftet wird. Die Pflanzen, die sich meist in schwimmenden Pflanzgefäßen befinden, filtern Bakterien und Algen aus dem Fischwasser und nehmen die Abfallprodukte direkt über ihre Wurzeln als Nährstoffe auf. Die Fische werden mit Algen und anderer pflanzlicher Nahrung gefüttert. Aquaponics ist eine kombinierte Aufzucht von Fischen und Gemüsepflanzen oder auch Kräutern. Verglichen mit der eher traditionellen Landwirtschaft handelt es sich um ein größtenteils preiswertes und umweltfreundlicheres System. Zum einen wird hierbei weniger Frischwasser für die gleiche Menge an Nahrungsmitteln aus konventioneller Herstellung, biologischem Anbau und Hydrokultur benötigt. Zum anderen bedarf es weniger Chemikalien, denn – vereinfacht ausgedrückt – werden die im Fischwasser enthaltenen Nährstoffe wiederum als Dünger für die Pflanzenproduktion verwendet. Infolgedessen ist Aquaponic für Länder und Gebiete, in denen nachhaltige Anbaumethoden und konservative Wassernutzung eine Rolle spielen, von besonderer Bedeutung. Fische, Bakterien und Pflanzen leben zusammen im geschlossenen Kreislauf. Wichtig ist aber, im Gegensatz zur klassischen “Aquakultur”, dass dabei auch eine erhebliche Menge an Bakterien eine wichtige Rolle zukommt, weil sie die Abfälle der Fische durch ihre Verstoffwechselung so aufbereiten, wie es die Pflanzen am Ende brauchen. Quasi eine Form von “Flüssigdünger”, bestehend aus Nitrat, Phosphaten und Spurenelementen, der so auch in jedem ökologisch gesunden Gewässer vorkommt. Es ist also der natürliche Kreislauf, den die Aquaponic ausnutzt, indem sie sich des kompletten Stoffwechsel-Kreislaufs bedient, in Form einer Planzen-, Bakterien- und Fischkultur.

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In Verbindung mit einer klimatisierten Umgebung, wie zum Beispiel in einem Gewächshaus, kann die Aquafauna ganzjährig Nahrungsmittel liefern und sprichwörtlich an jedem Standort der Erde angelegt werden, was ein entscheidender Aspekt für die Nahrungsmittelgewinnung durch Aquaponic darstellt. Bezogen auf eine landwirtschaftliche Nutzung, macht dies die Sache nicht nur einfacher sondern auch preiswerter. Da man Aquaponik mit einfachsten Mitteln, wie z.B. mit einem Ausgedienten IBC-Tank und wasserdichten Pflanzkästen, Pumpen und Siphonen im eigenen Garten durchführen kann, gibt es bereits viele Anleitungen für so genannte “Backyard Aquaponics”-Systeme. Kommerzielle Anlagen sind ebenfalls bereits in vielen Ländern verbreitet, allerdings längst nicht in dem Maße, wie dies eigentlich möglich wäre.
Auch bei Aquaponic benötigt man aber ebenfalls Energie für den Betrieb der Produktionsanlage. Je nach Form und Größe sind daher vor allem am Anfang Investitionen, wie zum Beispiel für eine Solarheizung, langfristig sinnvoll.
Aquaponic ist in Verbindung mit einer klimatisierten Umgebung saisonal unabhängig, entlastet die natürlichen Gewässer und kann in kleinen Innensystemen oder großen Fischzuchtanlagen mit Süß- oder Salzwasser eingesetzt werden. Infolgedessen ist Aquaponics für Länder und Gebiete, in denen nachhaltige Anbaumethoden und konservative Wassernutzung eine Rolle spielen, von besonderer Bedeutung und mit wenig Aufwand möglich. Dieser entscheidende Aspekt macht Aquaponics zu einer ganzheitlichen, symbiotischen und biologischen Art der Fischzucht und des Pflanzenanbaus.


Im Gegensatz zur konventionellen Aquakultur, bei der das Wasser bislang unter hohem Aufwand gefiltert werden musste, entsteht bei der Kombination der beiden Methoden Aqua- und Planzenkultur in einem geschlossenen Wasserkreislauf ein echtes Synergiepotenzial. Da dieses System dem natürlichen biologischen Kreislauf nachempfunden ist, werden die beteiligten Nährstoffe durch sämtliche Stufen ihrer Umwandlung hindurch voll ausgenutzt.

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Aus der Sicht der Landwirtschaft (und Aquakultur) werden gleich zwei Bereiche abgebildet, die in unserer bisherigen Nahrungsmittelproduktion in dieser Form noch nicht kombiniert wurden. Dies liegt aber nicht daran, dass sie nicht für den Produktionsalltag geeignet ist. Die Leistungsbilanz der Aquaponik kann sich im Vergleich zur klassischen Landwirtschaftlich mehr als sehen lassen. Erträge mit über 10Kg Tomaten pro Pflanze und Saison sind mit Aquaponik möglich und bereits vielfach nachgewiesen. Augenscheinlich hat die “natürliche Methode” hier sogar Vorteile, weil die Nährstoffe direkt im Kreislauf zueinander stehen und so nicht etwa unabsehbarer Einflüsse ausgesetzt sind, wie auf dem Feld mit “natürlichem” Boden. Oft macht das Wetter dem biologischen Anbau von Gemüse einen Strich durch die Rechnung, da Felder den unabsehbaren Wetterereignissen ausgesetzt sind, welche die Bedingungen, unter der die Pflanzenkultur aufwächst, nicht selten alles andere als optimal werden lassen.
Und damit nicht genug, die Kosten für Aquaponic liegen weit unter dem Niveau der Kosten konventioneller Aquakultur, wenn man sie richtig plant. Es ist kaum aufwändige Technik notwendig. Sie kann größtenteils mit Materialien durchgeführt werden, die im Haushalt üblich sind, bis auf spezielle Einrichtungen, wie Siphon, Pumpen und Heizer. Im Gegensatz z.B. zur Seewasser-Aquakultur, die im geschlossenen Kreislauf nur schwer realisierbar ist (bzw. nur unter Einsatz großer Eiweißabschäumer als Filter und Umkehrosmose-Anlagen zur Wasseraufbereitung) schafft die Aquaponic auf einfachste Weise Synergien, indem mit vegetarischem Fischfutter per Aquakultur anstatt nur Filterschlamm auch Gemüse erzeugt wird. Darüber hinaus kann der entstehende Filterschlamm zum Beispiel für die Fermentation von Biomasse zur Erzeugung von Biogas genutzt werden. Alternativ kann die wertvolle Rest-Biomasse auch zur Erzeugung von wertvollem Humus, mit Hilfe von Wurmkulturen (Vermikulturen) verwendet werden.
Auch was die Form anbetrifft, wie und wo Aquaponik einsetzbar ist, kann, im Gegensatz zur klassischen Landwirtschaft, stark variieren. Dank moderner Technologien, wie LED-Pflanzenlicht oder Plasma-Lampen, deren Wirkungsgrad mit der Entwicklung der letzten Jahren enorm gestiegen ist, eröffnen nahezu unendliche Möglichkeiten, da die Produktion von Fisch und Gemüse mittlerweile vollkommen unabhängig vom Tageslicht stattfinden kann. Ob komplett unterirdisch oder in Räumen, die nur unzureichend Tageslicht bieten, spielt nur noch eine untergeordnete Rolle, wobei der Nutzung der dritten Dimension hier eine goße Bedeutung zukommt. Der Begriff “Vertical Gardening” steht für eine wirtschaftlichere Nutzung des Raums, verglichen mit der klassischen Anordnung von Nutzpflanzen auf der horizontalen Fläche. Dabei werden die Pflanzen so um die Lichtquelle angeordnet, dass die dritte Dimension von der Fläche her ausgenutzt wird. Dies beruht auf der simplen Tatsache, dass die Fläche einer Diagonale im dreidimensionalen Raum weitaus mehr Oberfläche bieten kann, als die reine Grundfläche. In der Praxis sieht dies so aus, dass um eine Lichtquelle herum die Pflanzbehälter z.B. in runder Stufenform, angeordnet sind. Der Form entsprechend heißen diese Systeme auch häufig “Coliseum, Colosseum, etc.”, da ihre Form an die Zuschauerränge des gleichnamigen antiken Bauwerkes erinnert. Mit dieser Bauweise geht auch ein weiterer Vorteil einher, nämlich der, dass die der Abstand zwischen Pflanze und Lichtquelle optimiert werden kann, indem der Abstand zur Lichtquelle nahezu gleich bleibt. Beleuchtet man eine horizontale Fläche punktuell, wie bisher meist in Gewächshäusern der Fall, so fällt die Lichtausbeute mit dem Abstand zur Lichtquelle ab, während es in der Mitte eine maximale Lichtausbeute gibt, wobei die Lichtausbeute mit dem Abstand zur Lichtquelle abfällt. Im Fall von Plasmalampen die ihr Licht punktuell abstrahlen, ist es daher sinnvoll, die Hydroponik um die Lichtquelle herum anzuordnen.
Darüber hinaus sind sämtliche notwendigen Installationen, wie Fischbecken, Biofilter, Leitungsinstallationen etc. sehr flexibel, was ihre Auslegung und Unterbringung anbetrifft. Und es ist führwahr keine “Raketentechnik”, die einen da erwartet. Es gibt nicht mal besonders wertvolle Teile, nur nur Pumpen, Rohre, Wasserbehälter, Beleuchtung, sicherlich viel Technik, die sich aufsummiert. Wichtig dabei ist, dass man ein Aquaponik-Anlage mit einfachen Mitteln selbst bauen kann. Die Kosten sind im Verhältnis zum Output zumindest sehr übersichtlich. Offensichtlich bedarf es nicht viel, hochwertige Lebensmittel bei ökologisch einwandfreier Herstellung zu produzieren und das, nebenbei, auch ganz ohne Tierquälerei, weil die Besatzdichten nicht so hoch sein müssen wie in klassischen Aquakulturen der Fall. Und das ist dann nahezu in jeder Art von leer stehenden Gebäuden, ob ehemalige Fabrik, ungenutzte Büros, Supermärkte etc. Sie können zu städtischen Farm umgebaut werden. Und nun kommt hinzu, dass gerade problematische, da aufgrund der Marktlage schwer vermittelbare Immobilien für Aquaponik genutzt werden könnten. Die Anlage würde für das Gebäude maßgeschneidert und Anlagen können nahezu alle denkbaren Formen haben. Wenn Aquaponik gut geplant und umgesetzt wird, ist es ein Verfahren, um das wir in Zukunft nicht herum kommen.





Aquaponik-Ressourcen im Internet
Deutschsprachige Quellen:
Aquaponik-Forum: http://www.aquaponik-forum.de/
Website der IGB-Berlin (Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei), mit Beschreibung der ASTAF-PRO-Anlage: http://www.igb-berlin.de/astafpro.html
Mein Tilapia-Züchter u. Futter-Bezugsquelle “Let´s gow”: http://www.lets-grow.de/
“Rostlaube” bzw. “ECF-Center”-Berlin: http://www.ecf-center.de
Hintergründe u. Funktionsweise auf ChemgaPedia: http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/ ... k.vlu.html
Schweiz – Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen, Wädenswil: http://www.aquaponic.ch
Englischsprachige Quellen (Auswahl):
USA – Milwaukee, Growing Power , Inc. (Will Allen) http://www.growingpower.org/
USA – Aquaponics USA: http://www.aquaponicsusa.com
USA – Sweetwatter Organic: http://sweetwater-organic.com/
USA – KP Simply Fresh: http://kpsimplyfresh.com/
Malaya – Affnan´s Aquaponic: http://affnan-aquaponics.blogspot.de
The Aquaponic Source: http://theaquaponicsource.com
The Aquaponic Gardening Community: http://aquaponicscommunity.com/
Urban Farming bzw. vertical Gardening-Konzepte
“Volksgarden” von Omega Garden: http://www.omegagarden.com/
Vertikale Pflanzbehälter: http://www.4hydroponics.com/hydroponics/coliseum.asp
Aquaponik-Initiative in Detroit zum Umbau von Industriebrachen in Aquaponik-Anlagen:http://www.aquaponicsearth.com/site.asp ... rmers.com/
http://urbanfarmers.com/

Bücher zum Thema
Aquaponik im Eigenbau: Aquakultur und Hydroponik zum Anfassen, Mitmachen und Erleben [Taschenbuch]
Thomas Rücker (Autor), Björn Rücker (Autor)
Taschenbuch: 116 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (27. Dezember 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1481209779
ISBN-13: 978-1481209779
Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,8 x 1,2 cm

Aquaponic Gardening: A Step-By-Step Guide to Raising Vegetables and Fish Together [Englisch] [Taschenbuch]
Sylvia Bernstein (Autor)
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: New Soc Pr; Auflage: Original (11. Oktober 2011)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 086571701X
ISBN-13: 978-0865717015
Größe und/oder Gewicht: 23 x 1,8 x 20,5 cm

Building An Aquaponics System: The Backyard Prepper Series: 1 [Englisch] [Taschenbuch]
Mr. Anthony D. Faircloth (Autor), Ms. Gabrielle Lofland (Autor)
Taschenbuch: 48 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (6. Juli 2012)
Sprache: Englisch
ISBN-10: 1478202416
ISBN-13: 978-1478202417
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Re: Permakultur

Beitragvon EdwardElric » 23. Mär 2014, 01:37

Das is sowas irre geiles, diese Aquaponik. Hab selber über so ein system im kleinformat nachgedacht, mit kleinen garnelen oder was ähnlichem. Kennt sich da wer ein wenig mit aus?
Chillis, salat, Tomaten, gurken, sally, sowas in der art wär halt nice.

So und mich ruft die göttin.
o/
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Re: Permakultur

Beitragvon HeavyMetzler » 23. Mär 2014, 18:19

Das schaut auf jeden Fall RICHTIG interessant aus! Ist definitiv für (fast) jedermann machbar!
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Re: Permakultur

Beitragvon CheshireCat » 24. Mär 2014, 19:29

Schöne Einführung in das Thema Chronik!

Hier mal ein Einblick, was mit einer guten Permakulturplanung möglich ist:


Von diesem Designer gibt es hier noch sehr viele informative Videos. Man muss ich mit einer Mail Adresse anmelden, es ist aber kostenlos.

Der bekannteste deutschsprachige Vertreter ist Eindeutig Sepp Holzer, der seit seiner Kindheit beobachtet und experimentiert und den elterlichen Hof in ein unglaublich diverses System umgewandelt hat:



Gibt es irgendwelche Themen, die euch besonders interessieren? Ich könnte zu den meisten was schreiben oder Informationen raussuchen.
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Re: Permakultur

Beitragvon chronic » 24. Mär 2014, 22:50

Danke CheshireCat. Du dürftest den Beitrag ja schon gekannt haben. ;-)
Von Geoff Lawton habe ich schon einiges gesehen. Interessanter Bursche.
Gibt es irgendwelche Themen, die euch besonders interessieren? Ich könnte zu den meisten was schreiben oder Informationen raussuchen.
Mich persönlich interessiert so ziemlich alles zur Thematik. Insbesondere Urban Gardening und permakulturelle Ansätze für Menschen die wenig Platz haben. Aber auch interessante Projekte gleich welcher Richtung. Permakultur ist so breitgefächert und spannend das eigendlich für jeden was dabei sein sollte.
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Re: Permakultur

Beitragvon CheshireCat » 14. Apr 2014, 01:39

Es dauert gerade immer etwas, bis ich Zeit finde längere Beiträge zu schreiben. Ich bin gerade am permakultivieren in den Schweizer Alpen :bye:

Hügelbeete:

Eine klassische Beetform für Permakulturprojekte. Im Prinzip ist es nichts anderes als vergrabenes organisches Material. Der Aufbau ist denkbar einfach und mit Handwerkzeugen und Muskelkraft einfach zu bewerkstelligen.

- Rasensoden werden ausgestochen und beiseite gelegt
- Muttererde ausgegraben
- Das Loch mit organischem Material gefüllt.
Hier sollte viel Holz in allen Größen und allen Zersetzungszuständen genutzt werden. Je größer das Holz, desto länger wird der Zersetzungsprozess dauern, bei dem Nährstoffe an die Pflanzen abgegeben werden. An dieser Stelle können auch Holzzersetzende Pilze mit eingebracht werden. Da Holz, besonders wenn es frisch ist, Stickstoff aufnimt, sollte eine gute Dosis stickstoffhaltiges Material hinzukommen. Sonst alles, was an organischen Abfällen zur Verfügung steht. Nützliche Zusätze sind z.B. Holzasche und Gesteinsmehl.

Hier ein Hügelbeet im Aufbau:
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-Wenn der Kern gepackt ist, werden die Grassoden umgedreht darauf gelegt
-Als nächstes die Muttererde aufbringen
-Danach, wenn vorhanden, noch eine großzügige Schicht Kompost
-Zum Schluss das Ganze mit einer dicken Mulchschicht (z.B. aus Heu) bedecken, um austrocknung und Erosion zu vermeiden.
-Dann so schnell und divers wie möglich bepflanzen.
Eine dicke Pflanzendecke verbessert Wasserhaltekapazität, sichert vor Erosion durch Bewurzelung und verdrängt undgewünschten Bewuchs. Eine Bepflanzung kann mit z.B. Gemüse, Kräutern, Heilpflanzen, Beerensträuchern, Obstbäumen, euren Lieblingsnachtschatten oder einer passenden Mischung von diesen und anderen pflanzen erfolgen.

Hier das Selbe Hügelbeet nach aufbringen eines Teils der Erde
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Das Hügelbeet bietet Nährstoffe über viele Jahre, speichert durch seinen Kern große Mengen an Wasser (verringert oder eliminiert Bewässerung), bietet durchlässigen und sauerstoffreichen Wurzelraum, erzeugt oft durch Kompostierung ein wärmeres Erdereich, kann durch Mulchen leicht erhalten werden, baut Unmengen an hochwertiger Humuserde auf, Vergößert die Pflanzoberfläche durch die Hügelform und bietet je nach Ausrichtung verschiedene Licht- Wärme- und Wasserverhältnisse auf kleinem Raum.

Hochbeete können nach dem Selben Prinzip aufgebaut werden: Ein Pflanzkasten, gefüllt mit Holz, organischem Abfall, Kompost (mit Würmern und anderen Bodenlebewesen) und Erde. Dieser kann dann bequem an jeden Balkon oder Garten abgepasst werden und bietet in Pflanzenfeindlichen urbanen Umgebungen ein dauerhaftes Zuhause für grüne Mitbewohner.

Hier ein Balkonkasten im Aufbau:
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Zu sehen sind reifer Kompost, Perlit, benutztes Hanfeinstreu und etwas vergraben normaler Kompostmüll. Darunter befindet sich dicht gepacktes Weidenholz (bis max. Armdicke). Die Holzkiste ist mit Teichfolie ausgekleidet, das Rohr diehnt zur Bewässerung. Ca. 15 cm Pflanzerde/perlit gemisch wurde noch aufgetragen.
Gepflanzt wurden bis jetzt ein Kirschbaum auf schwachwüchsiger Unterlage, Himbeeren, Beinwell, Zuckererbsen, Hirschhornwegerich und Salat. Leider kann ich im Moment nicht mit aktuellen Fotos dienen.

Als nächstes Stelle ich glaube ich mal das Prinzip von einer Wurmkiste vor ;-)
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Re: Permakultur

Beitragvon Pusemuckel » 14. Apr 2014, 07:42

Nicht schlecht nicht schlecht!!! :good:

....da bekomme ich ja alleine vom angucken der oberen Bilder schon Muskelkater!! :whistle: :unsure:
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Re: Permakultur

Beitragvon syzygy » 14. Apr 2014, 19:45

Interesanntes Zeug hier!

Hab mal son japanisches(?) Büro im TV gesehen, welches in sich geschlossen war. Dort lief jede Stunde (oder so) jemand mit dampfend heissem Essig rum, um die Luft zu "säubern", wegen Bakterien oder so.
"Um die Welt in einem Sandkorn zu sehn und den Himmel in einer wilden Blume, halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit."
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Re: Permakultur

Beitragvon chronic » 21. Apr 2014, 17:20

Ich bin gerade am permakultivieren in den Schweizer Alpen :bye:
Du kommst echt viel rum. :)

Zu den Hügel- Hochbeeten. Platzbedingt habe ich vor einigen Jahren damit begonnen längliche Speisskübel umzufunktionieren. In den Boden eine Reihe von Löchern gebohrt und auf den Boden kleinere Äste, Blätter usw. geschichtet. Man sollte schon etwas aufpassen was man in die Kübel reinbringt damit es nicht gärt.
Im Prinzip ist im ältesten immer noch die gleiche Erde drin wie zu Anfang. Als Dünger nehme ich neben wenig Hühnermist primär Wurmkot. Es funktioniert. Ernteeinbußen habe ich im fünf Jahre alten Beet noch nicht gehabt. Alles wächst bis jetzt üppig.
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