Wurmkompostierung

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chronic
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon chronic » 24. Nov 2015, 09:34

Die letzten Tage fällt mir auf das meine Würmer kaum noch das weite suchen wenn ich das Licht anschalte. Einige im Boden wirken agil, andere liegen apathisch auf dem Substrat. Die Raumtemperatur liegt bei ungefähr 10°C.
Meine Befürchtung ist das der Rand mit der Schneckenabwehrpaste vlt. doch nicht so eine gute Idee war. Das Zeug gilt als ungiftig und wird aus natürlichen Zutaten gewonnen.
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Ergin
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon Ergin » 25. Nov 2015, 09:03

Du musst allerdings auch bedenken, dass die Aktivität der Würmer mit abnehmender Temperatur auch immer geringer wird, ich will also mal das beste hoffen :shock:
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chronic
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon chronic » 27. Nov 2015, 01:47

Du musst allerdings auch bedenken, dass die Aktivität der Würmer mit abnehmender Temperatur auch immer geringer wird, ich will also mal das beste hoffen :shock:
Das ist mir schon klar. Leider fehlt noch das Verständnis für das Verhalten der Würmer im laufe der Jahreszeiten und was man ihnen so zumuten kann.
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chronic
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon chronic » 16. Dez 2015, 18:28

Kurzer Zwischenstand. Den Würmern geht es gut. Der Schneckenabwehrrand hält sie zwar davon ab zu flüchten, scheint darüber hinaus aber keine negativen Auswirkungen zu haben.
Vermutlich war es in der Tat die niedrige Temperatur die sie ausbremste.

Bei Gelegenheit werde ich ein Bild von der Box einstellen.
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon chronic » 12. Mär 2016, 13:35

Bei Gelegenheit werde ich ein Bild von der Box einstellen.
So die Gelegenheit war da. Was ich nach all den Wintermonaten sagen kann, es lohnt sich solch eine Kultur zu betreiben. Zwar habe ich noch keinen Vergleich wie sich die Pflanzen in dem von den Würmern aufbereiteten Substrat machen, aber was die Umwandlung des eingebrachten Stoffen angeht bin ich sehr zufrieden. Trotz der kühlen Temperaturen im Keller haben die Würmer an Größe zugelegt und man hat das Gefühl, dass sich mittlerweile deutlich mehr Würmer im Substrat finden als vorher.
Eine zweite Box ist in Betrieb. Wirklich eingefahren ist sie noch nicht. Liegen tut es daran das noch nicht so viele Bewohner drin sind. In den nächsten Wochen wird sich das ändern weil die erste langsam geleert wird.

Der Arbeitsplatz.
K800_IMG_4204.JPG
Blick ins Innere mit fleissigen Personal.
K800_IMG_4206.JPG
Genaue Bilder vom Substrat gibt es kurz vor der Ernte und danach wenn das Substrat abgelagert ist.
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon Pusemuckel » 12. Mär 2016, 20:06

...da scheinen die aber einiges an verschiedenen Nahrungsquellen zu haben... :irre:
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon chronic » 12. Mär 2016, 21:34

...da scheinen die aber einiges an verschiedenen Nahrungsquellen zu haben... :irre:
Das sind vegetarische Gemischtköstler. :tongue: :m037:
Überwiegend bekommen sie Teeblätter und Kaffeesatz. Na gut, daneben etwas Gemüse und Kalk, plus Holzstücke und Holzkohle. Allgemein sind sie die perfekten Abfallvertilger. :respect:
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon chronic » 7. Mai 2017, 21:20

Folgendes Zitat steht in einem anderen Forum seit einigen Tagen verweist rum und da ich weiß das der Verfasser hier auch vertreten ist nun meine Antwort nach Rücksprache mit ihm hier an dieser Stelle.

[quote="........";p=43236]Ich beschäftige mich gerade viel mit Micorriza, Pilzen, Boden leben und Sachen wie Terra Petra.

Laut Stamets eigenen sich einige Holzzersetzer ideal für die Restaurierung von Böden .

Jetzt stell ich mir einen Art Komposter auf. Diesen gefüllt mit Pilzmyzel, Wurmkompost, Holzschnitzel in Brenneseljauche oder Melasse, evtl. Sporen von Bovisten mit dazu. Das ein paar Tonscherben und schon sollte eine gute Erde rauskommen die Dauerdünger Effekte hat.
[/quote]


So wie geplant mit allem rein wird es nicht wirklich funktionieren weil die Regenwürmer Pilzmyzelien lieben. Dazu gehören auch Micorriza. Sie werden sie Fressen. In der Natur leben sie zusammen weil sie sich in der Regel aus dem Weg gehen können. In der Enge eines Komposthaufens ist es zwar theoretisch möglich wird nur nicht den letztendlichen Erfolg das Endsubstrats bringen wie wir es gerne hätten.

Am besten du legst dir eine Wurmfarm zu und fügst bei Bedarf das eine oder andere als Additiv hinzu. Leider kann man nicht irgendwelche Würmer nehmen, sondern sollte sich Kompostwürmer zulegen. Der von den Würmern produzierte Kompost ist um ein vielfaches gehaltvoller und fruchtbarer als der aus einem regulären Komposthaufen und enthält zudem einen von den Würmern ausgeschieden Stoff den Pflanzen lieben und sie Wiederstands fähig macht. Je nach Ausrichtung der Wurmfarm kannst du deren Ausscheidungsprodukte in Form von Flüssigkeit so wie es ist zum Gießen nehmen oder alte Erde von ihnen aufbereiten lassen.

Um die Wirkung des so gewonnenen Kompost zu steigern kannst du Holzkohle, nicht die weißliche Asche, möglichst als Pulver hinzu fügen um deren Kapillaren mit Bakterien aufzuladen. Das was du so nach einiger Zeit der Reife heraus bekommst ist der klassischen Terra Preta ziemlich ähnlich. Nur so die Holzkohle beifügen bringt nicht den Effekt, ist sogar für manche Pflanzen kontra. Dieses Material kannst du so wie es ist in den Boden einarbeiten oder Pflanzen darin zu setzen wenn es sich um eine Aufbereitung handelt.
Stellst du dir eine eigene Erde her sollte in ihr etwas Kalk, bzw. Gesteinsmehl und gröbere Bestandteile enthalten sein die ruhig von kleineren Holzstücken kommen. Alternativ kannst du die Hälften von Kirsche, Pfirsich und Co. Ohne das weiche innere nehmen die das ganze gröber machen und länger brauchen um zu verrotten.
Pilze geben mit der Zeit ebenfalls eine gute Grundlage für Kompost. Allerdings brauchen sie meist länger wenn es sich um Holz handelt, so dass man besser auf schnell verrottendes wie getrockneten Staudenstängel oder Ackerschachtelhalm zurück greifen sollte.
Gut ist es Silizium haltige Pflanzen wie Schachtelhalm, Brennessel und Schilf zu nehmen weil sie die darin angebauten Pflanzen stärken, so dass sie weniger anfällig für Krankheiten werden. Das so zersetzte Material kann man im Anschluss dann dem Wurmkompost zugeben um ihn reichhaltiger zu machen.

In der klassischen Terra Preta sind weiter‘ s noch so Sachen wie Knochen und Exkremente vorhanden die allerdings im Garten schwierig einzubauen sind. Kleinere Knochen könnten gehen, versorgen sie den Boden doch nachhaltig mit vielen Mineralien und lockern ihn auf. In einer Wurmkiste haben sie frisch nichts verloren weil die Würmer allergisch auf ein zu viel an Eiweiß reagieren. Auf Kot sollte allerdings besser verzichtet werden um Mensch und Tier nicht unnötig Krankheitserregern auszusetzen.
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon Toadpriest » 8. Dez 2017, 04:34

So, um das Thema mal wiederzubeleben und ein kleines Tagebuch für mich selbst anzulegen hier meine kleiner Beitrag.

Vor ein paar Tagen habe ich 250g verschiedener Kompostwürmer gekauft (laut Verkäufer eine wilde Mischung aus: Eisenia foetida, Eisenia andreii und Eisenia hortensis).
Diese haben nach Ihrer Ankunft eine neue Unterkunft in einer Styroporbox (30cmx35cmx35cm HxBxT) gefunden.Der Boden wurde ~3cm dick mit Eierschalen und Wellpappe, die zuvor in Wasser getränkt wurden, ausgelegt. Darauf wurde die Erde, in der dieWürmer geliefert wurden, einschließlich der Würmer verteilt und obenauf gab es die Erste Verpflegung in Form von Kaffe inklusive Filter und ein paar anderen Küchenabfällen (Fenchel und Lauch, sowie etwas Zeitungspaier um zu verhindern, dass das ganze zu feucht steht).
Um sicherzugehen, dass zu viel Flüssigkeit vorhanden ist habe ich eine Ecke der Box freigeräumt und die Box so gekippt, dass Flüssigkeit in die Freie Ecke laufen würde, wobei sich keine Flüssigkeit angesammelt hat, nachdem etwas Zeitungspapier unter die gesamte Masse gemischt wurde (der gesamte Inhalt ist aber definitiv auch nicht zu trocken, etwas Flüssigkeit lässt sich ausdrücken).

Leider habe ich zu spät daran gedacht das ganze zu dokumentieren, daher ab der befüllten Box.

Box, abgedeckt mit etwas Zeitungspapier
IMG_20171208_041950.jpg
Box, ohne Abdeckung
IMG_20171208_042006.jpg
Das ganze soll als sinnvolle Verwendung von Biomüll der WG ,in der Großstadt wo keine Mültrennung stattfindet, dienen.
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Re: Wurmkompostierung

Beitragvon nrok » 8. Dez 2017, 18:07

So eine wurmkiste ist schon was tolles .

Ratz fatz ist wurmhumus zu Verfügung und der so genannte wurmtee wirkt bei mir wahre Wunder .

Bis jetzt hatte ich einmal eine wurmflucht ... Irgendwas hat wohl nicht geschmeckt . .....

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