Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

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kleinerkiffer84
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Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon kleinerkiffer84 » 17. Feb 2019, 20:26

Mich reizt es seit der letzten Erfahrung mit Ayahuasca, das Ganze direkt in der Natur nochmal zu wiederholen. Glücklicherweise ergab es sich, dass ich gestern richtig Zeit dafür fand
und ansonsten nichts anderes anstand, denn Ayahuasca ist eine etwas zeitintensive Erfahrung, wenn man das Fasten und die Diät davor miteinrechnet. Zwar ist der letzte Trip erst 2 Wochen her,
aber da dieses Wochenende plötzlich ausreichend Zeit zur Verfügung stand und es nicht regnete, musste ich es ausnutzen und es durchziehen.
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Ich komme gerade von einer weiteren sehr interessanten Erfahrung mit Ayahuasca zurück. Dieses mal unternahm ich den Trip in der Natur, weil ich bei der letzten Erfahrung festgestellt habe, dass für
Ayahuasca zuhause nicht das perfekte Setting herrscht, mir erschien die Verbundenheit zur Natur als sehr wichtig. Zwar hatte es draussen -6°C, aber wenn man genug anzieht geht das schon,
dass man ein paar Stunden draussen verweilt. Ich machte mich gegen 19:30 auf den Weg zu einem nächtlichen Naturspaziergang. Bei mir hatte ich ein Fläschchen mit dem
gebrauchsfertigen Ayahuasca, eine Flasche Wasser als "Kotz Booster", etwas Fruchtsaft für später und 2 Tüten CBD Gras.
In einem verlassenen Waldweg fand sich schliesslich eine windgeschützte Bank, auf der ich gemütlich sitzen konnte.
Gegen 20:00 trank ich schließlich das Ayahuasca. Übrigends finde ich den Geschmack gar nicht so schlimm wie er oft im Internet beschrieben wird. Gut, es ist jetzt keine Delikatesse, aber man kann
es mühelos trinken. Ich finde das immer etwas zimperlich wenn im Internet seiteweise diskutiert wird, wie man den Geschmack verbessern könnte. Es muss wirken und nicht schmecken.
Besonders angenehm fand ich sogar, dass ich nach dem Trinken einen deutlichen Nachgeschmack von DMT im Mund hatte. Ich liebe dieses DMT-Aroma, weil ich es mit dieser phantastischen Wirkung assoziiere,
wodurch man automatisch gleich besser für die nun folgende Reise eingestimmt wird und sich augenblicklich ein gewisser Flashback-Effekt einstellt.
Dann setzte ich mich auf die Bank, schloss die Augen und lies mich ohne Wertung und Erwartung unvoreingenommen treiben, in dem Vertrauen darauf, dass Ayahuasca mir die Erfahrung geben wird, die ich brauche.

Es war richtig, die Reise in der Natur durchzuführen, auch wenn es etwas kalt war, aber in der Natur herrscht eine ganz andere Verbundenheit zum Kosmos, als in einem sterilen eckigen Raum, der auf
Ayahuasca plötzlich so isoliert und abgeschottet wirkt. Nach etwa 10 Minuten machten sich schon die ersten Vergiftungserscheinungen breit, die mich stark an LSA erinnerten. Es stellte sich eine
drückende körperliche Kreislauf-Übelkeit ein. Ich wollte mich nicht mehr bewegen und saß regungslos da. Jede Bewegung verstärkte dieses starke Übelkeitsgefühl, dass auch mit einem Schwindel und einem
Gefühl der absoluten Erschöpfung verbunden war. Die Kälte machte es auch nicht besser. Davon versuchte ich mich noch nicht zu sehr vereinnahmen zu lassen, da es wichtig ist, dass Ayahuasca lange genug drinnen zu behalten, damit es auch
richtig aufgenommen werden kann und nicht verschwendet wird. So saß ich also nun da, schaute alle 10 Minuten wieder mal aufs Handy, wann die erste Stunde endlich vorbei ist und lies mich treiben.
Das Vergiftungsgefühl ist wirklich stark und die erste Stunde auf Ayahuasca ist übel, im wahrsten Sinne des Wortes. Mir war speiübel und jede Bewegung fühlte sich anstrengend an.
Der Zustand erinnerte mich an eine starke LSA-Vergiftung. LSA erzeugt auch dieses absolut penetrante Übelkeitsgefühl, bei dem es selbst schon anstrengend ist, noch aufrecht zu sitzen.
Die Gedanken waren aber relativ neutral. Während ich beim ersten Trip in Zeitraffer sehr viel Negativität aus meinem Leben durchlebte, herrschte in meinem Kopf nun Gedankenstille.

Zwischendurch traten bei geschlossenen Augen bereits die ersten Visuals auf.
Ich war in einer Art Dom, der aber etwas anders und subtiler aussah, als der DMT-Dom beim Rauchen. Die Wände von diesem Dom waren übersäät mit einer Form von Existenz wie es für DMT typisch ist.
Es waren hunderte kleine funkelnde Sterne, die zuerst aussahen wie so eine Tapete aus dem 70er Jahren mit Blumen- oder Sternmuster, sich aber bei genauerer Betrachtung herausstellten als
so etwas ähnliches wie Seesterne. Es waren nicht direkt Seesterne, wie man sie von unserer materiellen Welt kennt, aber wenn man sie rein auf das optische Erscheinungsbild reduziert, ist die
Bezeichnung "Seestern" das Wort, dass diese Wesen am ehesten beschreibt. Zuerst bestanden sie aus violetten und schwarzen Linien und hatten absolut perfekte geometrische Muster. Sie pulsierten
in einer hochfrequenten Energie und strahlten absolut pures Leben aus. Dieses Leben war aber keine materielle Form der Existenz, wie wir sie aus unserem Alltag kennen, sondern es war eine Form der
Existenz die sich auf einer höheren Schwingungsebene des Seins befand, genau so, wie man es aus den höheren Sphären des Doms bei gerauchtem DMT kennt.
Später ergoss sich dann, ausgehend von der linken Seite meines Blickfeldes ein ganzer Schwarm aus goldgelben, kristallin funkelnden Seesternen in diesem Dom in dem ich war.
Diese Seesterne glitzerten kristallin, strahlten vor purer Göttlichenkeit und hochfrequentem Sein und gaben mir zu verstehen, dass sie in einer Form des Daseins verweilen, auf die ich im irdischen
Leben niemals kommen würde, mir das auch nur vorzustellen, wenn nicht DMT diese Form des Daseins in einer nonverbalen Weise greifbar machen würde. Dieses Schwarm aus psychedelischen Seesternen
war ein perfekt aufeinander abgestimmtes System, ein eigenes Universum wenn man so will. Sie interagierten untereinander in einer Schwarmintelligenz, dabei kommunizierten sie über Schwingungen,
in denen die Information codiert war. Auch sie selber schienen aus diesem hochfrequent schwingenden Etwas zu bestehen, genau wie die Formen des Daseins in den hohen Sphären des Doms.
Der Anblick war absolut überwältigend. Es war vollkommen bizarr so eine völlig andere und neue Form des Daseins mit eigenen Augen zu sehen, doch gleichzeitig war es in diesem Bewusstseinszustand
in welchem ich mich nun befand auch das Normalste, dass diese Formen des Daseins genauso allgegenwärtig sind, wie unsere alltägliche materielle Form der Existenz.
Diese Seesternwesen strahlten pure Göttlichkeit und Liebe aus, die in Form der hochfrequenten Schwingungsfrequenzen auch auf mich übertragen wurde und meinen Astralkörper augenblicklich
schwingungstechnisch anhob, was mir eine völlig erhabene Sicht auf die Dinge der irdischen Welt aber auch auf die höherfrequenten Sphären ermöglichte. Ich konnte an einzelne Seesterne ranzoomen
und ihre absolut perfekte Geometrie bestaunen. Die Geometrie scheint bei Ayahuasca eine besondere Rolle zu spielen. Jeder dieser Seesterne bestand selber wieder aus unendlichen, absolut perfekt
geometrisch angeordneten fraktalen Mustern, dabei war jedes dieser Fraktale wieder so etwas wie ein eigenes Universum, dass vor Leben auf höchster Schwingungsebene nur so sprudelte.
Im Vergleich zu dieser absolut erhabenen Form des Daseins ist unser "geronnenes" und nullfrequentes rein materielles Leben wirklich nur ein blasphemischer Kaffeesatz, besser kann man es nicht umschreiben.
Obwohl ich vergleichbare Existenzformen von gerauchtem DMT kenne, war ich völlig überwältigt von diesem Anblick. Man würde absolut nicht auf die Idee kommen, so eine Form des Daseins sich überhaupt
auch nur vorzustellen, wenn man nie in den Genuss von DMT gekommen wäre. Man muss es letztlich selber erlebt haben, jeder Beschreibungsversuch ist lediglich ein Abklatsch.

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Kurze Zeit später formierte sich vor den Seesternen ein Gebilde, dass exakt so, wie es in der Stringtheorie beschrieben wird, aus dem Nichts heraus entsteht und aus einer Singularitiät heraus,
zusätzliche Dimensionen ausrollt. Dieses Gebilde sah aus wie eine Art Oktopus oder ein Farn, dass in Zeitraffer wächst. Schwer zu beschreiben weil es so eine Form von Lebenwesen in unserer Alltagswelt
nicht gibt, aber am ehesten sah es aus wie ein oktopusartiges Wesen, dass Arme ausbreitete, wie Farn, dass in Zeitraffer wächst. Diese Farn-Arme, bestanden aus unendlichen Fraktalen,
sodass ich den Eindruck hatte, dieses Wesen ist selber gar keine einzelne Entität, sondern es ist vielmehr ein eigenes Universum oder Multiversum, welches in sich wieder aus unzähligen weiteren
Entitäten besteht. Jedes dieser unendlichen Fraktale war wieder ein eigenes Wesen, in einer schwingungserhöhten Form des Daseins und typisch für das oktopusartige Gesamtgebilde war,
dass es aus regenbogenfarbenen DMT-typischen Streifenmustern bestand, die sich immer wieder wiederholten, in einer Weise als wären sie perfekt nebeneinander hinkopiert. Dh. diese Farn-Arme
bestanden aus Sektionen, von denen jede Sektion so etwas wie eine Kopie der anderen war. Mich erinnerte dieser Kopier-Effekt der auch bei allen weiteren Visuals dann auftrat, an den Effekt,
den man hat, wenn am Desktop eine Message Box erscheint, aber der Rechner hängt. Wenn man dann diese Message Box mit der Maus verschiebt, dann erscheint sie unzählige male nebeneinander hinkopiert,
weil das Neuzeichnen am Desktop nicht funktioniert. So ähnlich sieht dieser Wiederholungseffekt in den Ayahuasca Visuals aus.
Diese Sektionen hatten ausserdem mehr als 3 Raumdimensionen, was ein adäquates verbales beschreiben
oder grafisches Abbilden unmöglich macht, man kann es nur abklatschartig umschreiben. Letztlich muss man es selber gesehen haben um es nachempfinden zu können.
Ganz besonders bestechend war bei diesen psychedelischen Farnen auch wieder ihre Geometrie. Es ist einfach irre, was für eine perfekte, fraktale, absolut makellose Geometrie all diese Gebilde haben.
Besser könnte man es mit keinem Modellierungsprogramm hinbekommen. Zusätzlich wiesen diese Gebilde mehr als 3 Raumachsen auf. Ich denke das es 4 Raumachsen waren, aber mit Sicherheit lässt sich das nicht
beobachten und festhalten, weil unsere Alltagswelt mit der diese Erfahrung dann abgeglichen wird, eben nur 3 Raumachsen hat und sich daher dieses Gebilde in keinster Weise nachempfinden oder gar
grafisch adäquat veranschaulichen lässt. Mein Eindruck war, dass eine Koordinate in dieser DMT-Sphäre in welcher sich diese Farnwesen befanden, durch 7 Dimensionen definiert wird, nämlich
durch 4 Raumdimensionen, 1 Dimension die die Schwingungsfrequenz angibt, auf welcher sich das Etwas aus dem es besteht, sich befindet und noch 1 zusätzliche Dimension die die Geometrie beschreibt,
aus der es aufgebaut ist. So oder so ähnlich, würde ich das beschriebene Szenario in menschliche Worten verpacken.
Ganz besonders aufschlussreich fand ich an dieser Stelle auch wieder die Querverbindung zur Naturwissenschaft insbesondere zu fortgeschrittenen Variationen der Quantenphysik und der Stringtheorie.
Diese Theorien besagen, dass es möglich ist, dass aus dem Nichts heraus spontan etwas entsteht und das sich zusätzliche Dimensionen aus einer Singularität heraus buchstäblich ausrollen.
Ganz genau das demonstrierte Ayahuasca in den genannten Visuals. Es ist ein riesen Unterschied ob man eine physikalische Theorie nur abstrakt mittels Uni-Vorlesung und Formeln erfasst oder
ob man die wahre Quintessenz der Theorie selber unmittelbar erfährt, indem man sich mitten in einer Simulation wiederfindet, die Ayahuasca einem präsentiert, quasi eine "Vorlesung" im Hyperraum.
Dieser Aha-Effekt, dass solche Formen des Daseins möglich sind und dass diese aus einer Singularität heraus entspringen und sich fortsetzen wie eine Fibonacci-Zahlenreihe war atemberaubend.
Ich wiederhole mich sicher zum hundertsten mal wenn ich sage, dass jeder Naturwissenschaftler diese Erfahrung machen sollte. Ein paar wirklich signifikante Erfahrungen mit DMT machen auch subjektiv
die Weltformel und die grundsätzliche Kernnaussage des Daseins auf die alles hinausläuft, erheblich greifbarer als unzählige Experimente in CERN, bei denen man schnell mal vor Bäumen den Wald nicht mehr sieht.
Ayahuasca zeigt dem Reisenden in einer nonverbalen Weise die Weltformel, auf eine Art und Weise, die sie jedem erfassen lässt, selbst wenn dieser bislang kein physikalisches Hintergrundwissen hat.
Ayahuasca lehrt nicht über abstrakte Mathematik, sondern über direktes Erleben und Emotion, dass ist eine Sprache die jeder versteht, auch wenn man es nach der Erfahrung nur ungenügend in Worte verpacken kann.
Jeder kann sich sofort die Kernaussage von erweiterter Quantenphysik abholen, nur indem er Ayahuasca trinkt. Aus irgendeinem Grund ist das in der westlichen Naturwissenschaft noch nicht angekommen.
Das ist eine Querverbindung die man dringend herstellen müsste. Jeder der dem wahren Kern des Seins und der Weltformel auf den Grund gehen will, kommt meiner Meinung nach nicht bei DMT vorbei.
Man kann die Augen vor DMT nicht verschliessen wenn man die Existenz begreifen will. An DMT führt kein Weg vorbei, denn darin liegt wirklich alle Weisheit begraben.

Diese phantastischen Visuals lenkten mich etwas von der immer penetranter werdenden Übelkeit ab. Dieses mal waren die Visuals deutlich intensiver als bei der ersten Erfahrung, obwohl die
Dosis die gleiche war, wobei sie aber im Vergleich zu gerauchtem DMT dennoch subtil waren. Sie traten nur bei geschlossenen Augen auf und man musste sich darauf einlassen, wie bei Salvia Level 1-2
um sie richtig wahrzunehmen. Doch wenn man sich bewusst in ihnen treiben lies, so waren sie präsent genug, um deren nonverbale Kernbotschaft richtig zu erfassen. Vor allem waren sie phantastisch
schön anzusehen und auch insgesamt etwas anders, als bei gerauchtem DMT. Während bei gerauchtem DMT diese Visuals aus Millionen von kleinen Dreiecken bestehen, bestehen die Visuals bei Ayahuasca
in erster Linie aus fliessenden Mustern, die man umschreiben kann mit den irdischen Begriffen "Schlange", "Oktopus", "in Zeitraffer wachsende Farne" und "Fibonacci Reihe".
Auch die Eingangs beschriebenen Seesterne bestanden in sich wieder aus unendlichen fraktalen schlangenartigen Mustern und jeder dieser Seesterne schien ein eigenes kleines Universum zu sein,
wobei alle zusammen so etwas wie ein Multiversum bildeten. Von diesen farnartigen, sich selber aus dem Nichts erschaffenden Mustern, die ihre Dimensionen in denen sie existieren, wie ein in
Zeitraffer wachsendenes Farn oder wie die Fangarme von einem Oktupus, auseinanderrollten, waren so flashig und beinhalteten so eine Kernaussage über den Ursprung der Existenz wie Ayahuasca ihn
erzählt, dass ich eine ganze Fotocollage von diesen Gebilden einfügen muss.

Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild

Zwischen all diesen phantastischen Visuals stieg ähnlich wie beim ersten Trip nun auch wieder eine schwarze Säule aus Negativität empor, die aussah als würde sie aus Black Goo bestehen.
Ich hatte den Eindruck, dass Ayahuasca alle negativen Energien in meinem Inneren in sich aufsaugt und in diese schwarze Säule bündelt, welche mich schließlich immer stärker drängte, die
gebündelte Negatitivät auszukotzen. Mittlerweile war es 21:00 und mir wurde allmählich klar, dass es nun Zeit zum Kotzen wird. Ich spürte richtig wie Ayahuasca in mir arbeitet, alle Negativiät
in sich aufnahm und es nun Zeit wurde, mich von dem negativen Müll zu entledigen. Dabei war interessant, dass gar kein konkretes Thema, gar kein konkretes Problem aus dem Leben bearbeitet wurde,
sondern es schien eher darum zu gehen, all den unübersichtlichen Haufen aus negativer Schwärze erstmal aus meinem Inneren zu befördern, bis man sozusagen erstmal wieder etwas klarere Sicht bekommt,
um sich erst dann in späteren Reisen ggf. einem konkreten Problem widmen zu können. Das lies ich alles genau so zu, und versuchte auch nicht, die Reinigung in eine bestimmte Richtung zu lenken.
Ich lies Ayahuasca seine Arbeit machen und vertraute darauf, dass es richtig ist.
Nun war es mir wichtig, dass Kotzen perfekt zu gestalten. Ich spürte dass dieser Kotz-Orgasmus ein ganz zentraler Kern der Erfahrung ist, den ich auch subjektiv und körperlich so erfüllend und
erlösend wie möglich gestalten wollte. Dazu trank ich nochmal einen halben Liter Wasser aus der Flasche um eine genügend große Menge Flüssigkeit in mir zu haben von der ich mich entledigen konnte.
Auch hatte ich den Eindruck, dass der allgemeine Reinigungseffekt nochmal größer wird, wenn man zuvor eine große Menge Wasser trinkt.
Nachdem ich das Wasser getrunken hatte, stand ich auf, beugte mich nach vorne und kotze wie ein Irrer. Ich kotzte und kotze bis ich den allerletzten Spucker aus mir rausgewürgt hatte.
Das war unglaublich wohltuhend. Das war wie ein Orgasmus, nur das er vom Magen ausgeheht und in den ganzen Körper ausstrahlt. Nachdem ich mich leer gekotzt hatte, waren die Vergiftungserscheinungen wie weggeblasen.
Ich fühlte mich unglaublich wohl, energetisiert, gereinigt und auch die Kälte spürte ich nicht mehr so stark.

Nun setze ich mich wieder hin schloss die Augen und bestaunte die CEVs. Der Dom war im Vergleich zum Rauchen nur sehr subtil erkennbar und er erschien mir eher wie eine Höhle, aber wenn man sich
wie bei Salvia Level 1-2 bewusst darauf einlässt, konnte man die Visuals bestaunen. Am Boden des Doms sah ich ähnlich wie vor dem Kotzen wieder diese Entitäten die Aussahen wie psychedelische Farne,
die aus dem Nichts heraus aus einer Singularität entstanden und sich dimensional auseinander rollten, besser kann man es nicht in Worte fassen.
Um meinen Körper herum pulsierte eine Aura aus weisser hochschwingender Energie, die auch meine Daseinsform auf einer höhere Schwingungsfrequenz anhob, in einer Weise die mich an meinen
letzten Trip mit 4-HO-MET erinnerte und auch der DMT-Summton war nun zu vernehmen.
Als nächstes erschien vor mir so etwas wie ein psychedelischer Schmetterling. Dieser Schmetterling war die stärkste CEV vom ganzen Trip. Der Schmetterling war ein unglaublicher Anblick. Er war,
wie es für diese DMT-Entitäten typisch ist, einerseits eine Entität, aber gleichzeitig ein gesamtes Universum bzw. Multiversum. Der Anblick war unglaublich und gepaart mit äusserst erhabenen Emotionen
von Göttlichkeit und tiefster Ehrfurcht vor den phantastischen Formen des Daseins, die abseits des uns bekannten materiellen irdischen Lebens noch möglich sind. Der Schmetterling bestand aus
unendlichen weiteren schlangenartigen Fraktalen. Dabei waren diese Schlangenfraktale wieder in diese Sektionen unterteilt, die eine absolut perfekte Geometrie hatten, mehrdimensional waren und mit
den unglaublichsten psychedelischen Farben überzogen waren. Ich konnte diesen Schmetterling nicht nur visuell sehen sondern auch mit zusätzlichen Sinnen, abseits der uns bekannten 5 Sinnen,
die nun auch aktiv zu werden schienen, wahrnehmen, was ungeheuer schwer in Worte zu fassen ist, da es diese Sinne im Alltag nicht gibt und somit auch kein Wort im Duden dafür existiert.
Sekunden später fusionierte ich mit diesem Schmetterling und er teilte mir auf nonverbale Weise die Herkunft seines Seins mit. Er hat sich rekursiv, aus dem Nichts heraus erschaffen, indem er sich
selber aus einer Singularität heraus "dimensional auseinander gerollt" hatte, besser lässt sich das beim besten Willen nicht in Worte fassen. Im Hinterkopf musste ich in diesem Moment an die
Dokumentation über Breatharians denken, die derzeit entsteht und ich konnte für ein paar Sekunden absolut plausibel nachvollziehen, warum man im Grunde nichts exogenes zum Überleben braucht, wenn
man eine gewisse Stufe des Daseins erreichen würde, so wie dieser Schmetterling, der sich aus dem Nichts erschaffen und mit seiner Erschaffung alles in sich trägt, was für seine Existenz relevant ist.
Das ist mit Alltagsverstand sehr schwer nachzuvollziehen, aber in diesem Moment war das absolut logisch. Mir wurde als ich mit diesem Schmetterling fusioniert war auch klar, dass die Frage nach
dem Davor irrelevant ist. Man kann die Frage nicht stellen, zu welchem Zeitpunkt sich dieser psychedelische Schmetterling erschaffen hat, da aus der Sphäre heraus, aus der er sich aus einer Singularität
selber rekursiv erschaffen hat, es keine Zeit gibt. Zeit ist eine äussert hartnäckige und vor allem temporäre Illusion, die es in manchen Universen wie zum Beispiel dem unseren gibt, jedoch weitläufig
bzw. ausserhalb davon, keinerlei Relevanz hat. Es mag sein, dass es in einzelnen Universen in diesem Schmetterling, der ja selber so etwas wie eine Entität und ein Multiversum gleichzeitig war,
ebenfalls eine Zeit gibt, aber ausshalb davon, gibt es das einfach nicht, daher kann die Frage weder gestellt noch beantwortet werden, wann sich dieses Wesen erschaffen hat und was davor war.
DMT ist in der Lage, die härtesten und eingefahrensten Denkmuster und Glaubenssätze aufzubrechen, ganz besonders auch den Glaubenssatz, dass alles von extern erschaffen werden muss und das externe
Dinge zum Überleben zwingend nötig sind.
DMT offenbart eine Sicht auf die Dinge, auf die man nicht einmal im Traum kommen würde, sich diese
auch nur auszumalen, weil das einfach jeglichen alltäglichen Vorstellungsrahmen völlig sprengt. Ich muss immer wieder betonen, dass es im Grunde nicht möglich ist die Wirkung in Worte zu fassen,
man muss es selber erlebt haben. DMT zeigt einem nonverbal und für jeden Menschen verständlich, was ausserhalb der Barrieren der eigenen Glaubensmuster möglich wäre und letztlich auch möglich ist.

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Dann verblasste diese CEV allmählich und es schien, dass der Höhepunkt vom Trip nun abklang. Mittlerweile war es 22:15. Ich sah mich bei offenen Augen in der Umgebung die durch den Mond erhellt war um
und fühlte mich völlig nüchtern. Dabei wurde mir noch eine weitere wichtige Tatsache klar, nämlich: Für den Bewusstseinszustand den Ayahuasca auslöst, ist das Wort "Rausch" nicht die richtige Bezeichnung.
Das ist kein Rausch im herkömmlichen Sinne. Das ist keine hämmernde Wirkung die einem dumpf umbläst, nein das ist ein absolut glasklarer Bewusstseinszustand. Es ist sogar vielmehr so, dass die
normale Realität die wir im Alltag projizieren und als die vermeintlich einzig wahre akzeptieren, ein viel stärkerer dumpfer Rausch ist, als der Bewusstseinszustand den man erlangt wenn man
Ayahuasca trinkt. Die sogenannte Alltagsrealtiät vernebelt nämlich den Sinnen den Blick auf die wahre und übergeordnete Form des Seins und der wahren Herkunft und Kern der Existenz.
Das gleiche fiel mir an den Feiertagen auch bei 2C-E auf. Ich dachte zuerst das wirkt nicht sehr stark, doch im Nachhinein war die Wirkung sehr wohl stark ausgeprägt, aber auch bei 2C-E ist es
so, dass das Wort "Rausch" nicht treffend ist. Das ist kein Rausch im Sinne von einer stumpfen hämmernden Wirkung die einem subjektiv die Substanz stark erscheinen lässt, was zur Folge hat,
dass das subjektive Gefühl der Berauschung - scheinbar - fehlt. Diese Substanzen erzeugen eine klare Bewusstseinsveränderung, die klarer ist als die vermeintliche Realität, ja man könnte sogar sagen,
die Realität ist der eigentliche Rausch, welcher den Blick auf die wahre Form der Existenz, den diese Substanzen offenbaren, wie in einem Alkoholrausch vernebelt.
Diese nicht-rauschauslösenden Psychedelika muss man denke ich, mehrmals genommen haben um sie richtig kennen und erfassen zu lernen.

Nun war es sehr angenehm, dem gereinigten Körper Fruchtsaft zuzuführen und CBD-Gras zu rauchen, was er sofort assimilierte und als Medizin zu schätzen wusste.
Da es mittlerweile klirrend kalt geworden war, unternahm ich noch einen Spaziergang über ein paar Kilometer damit mir wieder etwas warm wurde. Ich fühlte mich absolut klar und nüchtern, vor allem aber
spürte ich jetzt heilsame Nachwirkungen, die durch dieses Kotzen bedingt waren. Dieses Kotzen auf Ayahuasca kann man wirklich als ein "Heilkotzen" bezeichnen. Ich spürte unmissverständlich,
dass eine Menge alter seelischer Ballast, von dem ich gar nicht wusste, dass dieser in mir schlummert, aus mir entwichen war. Ich war sehr viel mehr im Reinen mit mir selber, optimistischer
mit einem positiveren und gelasseneren Blick in die Zukunft. Dieser Effekt hält bis heute an. Ich kann nicht ganz konkret in Worte fassen, was an Negativität aus mir im Zuge des Erbrechens rausgespült
wurde, aber ich kann sagen, dass ich mich nach einer Ayahuasca-Erfahrung jedesmal deutlich besser fühle. Es ist, als ob so etwas wie alte falsche Überzeugungen aus mir entfernt worden wären, die mich in der
Entwicklung aufgehalten haben, so oder so ähnlich würde ich es beschreiben.
Ähnlich wie beim 1. Trip fällt mir auch heute am Tag danach noch auf, dass gelegentlich bei geschlossenen Augen diese Visuals die ich am Trip hatte, nochmal auftauchen. Besonders dann, wenn man
sich körperlich anstrengt.

Diese Grafik veranschaulicht den Reinigungseffekt nochmal sehr gut:

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Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Herr von Böde
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Re: Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon Herr von Böde » 17. Feb 2019, 23:37

Super interssanter Bericht !

Schon ein bisschen hardcore sich Mitte Februar um 20 Uhr Abends draussen in dunkler Kälte auf soeine Erfahrung einzulassen biggrin.gif

Ich hatte am Wochende tasächlich auch mal mit dem Gedanken gespielt mich in die Sonne auf die Wiese zu setzen und das DMT-Pfeiffchen auszupacken aber der Boden ist nass und kalt und da war die Lust sofort verflogen.
DMT zieht mich aber definitiv auch nach draussen, unbedingt. Aber 20 Grad mehr und Tageslicht bzw. Sonnenschein darfs gerne haben.
"Bildung muss immer darauf abzielen liebgewohnte Denkmuster zu erschüttern."
- Prof. Dr. Rainer Rothfuß
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Re: Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon gander » 8. Mär 2019, 08:11

Danke für deinen Bericht. Ich finde es immer interessant was andere bei einer Ayahuasca-Reise für Erfahrungen machen dürfen.
Sie sind meist ähnlich aber doch sehr unterschiedlich. Ich denke es kommt sehr stark darauf an worauf das Ich (oder Ayahuasca) den Fokus richtet.
Bei mir ist es oft so wie eine Lektion über das Leben in welcher man die unterschiedlichsten Dinge vermittelt bekommt.
Diese Lektionen setzten aber erst ein nach dem der Körper "vorbereitet" wurde. Meistens spüre ich erst wie in jeder Zelle meines Körpers alles zu arbeiten beginnt. So als ob der "Dreck" überall raus geholt wird. Dabei beginnt es oft an meinen kleinen "Problemstellen" und geht dann über zu anderen Stellen im Körper wobei ich da genau verstehe wieso ausgerechnet dieser Körperteil jetzt einer Reinigung bedarf. Danach darf der ganze "Dreck" losgelassen werden in Form von "Heilkotzen" wie du es nennst oder "Heildurchfall". Einmal habe ich mir den Leib aus der Seele gekotzt und hing danach noch etwa 30 Minuten über dem Eimer und spuckte immer wieder in den Eimer weil es mir so gut tat. So als ob sich im Mund immer noch kleine "negative" Reste befinden die über das Ausspucken noch entsorgt werden. Bei der Reise hatte ich auch das Gefühl, dass kein bestimmtes emotionales Thema bearbeitet wurde. Wie ich dann aber über dem Eimer hing, fing ich an meine Kotze zu "studieren". Es war ziemlich erstaunlich: Ich hatte den Eindruck als könnte ich in der Kotze "lesen" und konnte bestimmte "Szenen" aus meinem Leben darin "erkennen". In dem Moment war es so schön diese Szenen noch einmal zu sehen. Es waren keine schönen Erlebnisse aber auch keine extrem Negativen. Ich konnte diese Szenen aus einer anderen Sichtweise betrachten und das hat mir in dem Moment so viel gebracht weil ich gesehen habe wie mich diese Situationen beeinflusst haben bis jetzt. Danach war es so als hätte man damit abgeschlossen. Eine sehr heilsame Erfahrung.

Die Visuals sind bei mir so nicht vorhanden, es ist eher so als "fühle" ich diese Strukturen. Ich muss mich schon sehr "anstrengen" um optisch etwas erkennen zu können und das lenkt mich dann zu sehr ab von der eigentlichen Reise. Falls jemand einen Tipp hat was man tun könnte um die "optik" zu verbessern gerne her damit :)

Viele Grüße
Gander
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kleinerkiffer84
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Re: Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon kleinerkiffer84 » 8. Mär 2019, 20:49

Das Thema Visuals intensivieren interessiert mich ebenfalls sehr.
Was natürlich sicher funktionieren würde ist, wenn man am Höhepunkt nach dem Kotzen DMT raucht, nur will ich das DMT sparen und es nicht leichtfertig rauchen, weshalb ich das ausklammere.
Anonsten könnte man einfach Yopo oder Cebil rauchen, dass sollte eigentlich funktionieren und auch einen Boost geben.
Theoretisch könnte auch Gras klappen, das Gras sowieso ein Tripbooster ist. Gras ist auch zusammen mit MAO-Hemmer toxikologisch auf der sicheren Seite.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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hand
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Re: Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon hand » 8. Mär 2019, 22:02

Was natürlich sicher funktionieren würde ist, wenn man am Höhepunkt nach dem Kotzen DMT raucht
Klingt höchst interessant, sollte mal getestet werden. ;-)
gander
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Re: Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon gander » 9. Mär 2019, 07:51


Anonsten könnte man einfach Yopo oder Cebil rauchen, dass sollte eigentlich funktionieren und auch einen Boost geben.
Ja stimmt, das Yopo hatte man auch angeboten bei einer Ayahuaska Zeremonie bei der ich mal dabei war. Habe es da aber nicht ausprobiert.
Cebil hatte ich sogar noch da...
Vielleicht probiere ich das mal aus, wobei Cebil pur bei mir nur einen extremen "Bodyload" ausgelöst hat. Habe es aber auch nur zweimal probiert. Weiß auch nicht ob bodyload der richtige Begriff ist. Ich habe meinen Körper einfach sehr intensiv gespürt und er hat sich "schwer" angefühlt.
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kleinerkiffer84
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Re: Heilkotzen und neue Formen der Existenz - eine reinigende Erfahrung mit Ayahuasca

Beitragvon kleinerkiffer84 » 10. Mär 2019, 19:48

Cebil ist kaum visuell, eher nur schwarz-weiss.
Dieses Körpergefühl ist ganz typisch für Tryptamine. Das ist so ein Gefühl, von Schwere, die aber angenehm und charakteristisch ist.
Oft habe ich das Gefühl, meine Extremitäten sind aus Gummi und nicht mehr nur in dieser Welt manifestiert.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!

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