Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

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kleinerkiffer84
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Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon kleinerkiffer84 » 9. Jun 2019, 03:58

Ich komme gerade von einer sehr eindrucksvollen Reise mit Ayahuasca zurück, die ich nun, soweit dies mit primitiven menschlichen Worten überhaupt möglich ist, verschriftlichen möchte, solange die
Erinnerung daran noch frisch ist. Da Ayahuasca mitten in der Natur am besten wirkt, begab ich mich nachts zu einem paranoiasicheren Tripplatz in der Natur, an welchem man bequem sitzen konnte.
Dort stimmte ich mich noch etwas auf die Reise ein indem ich ein Räucherstäbchen entzündete, ehe ich das Ayahuasca trank. Mitgenommen hatte ich mir darüber hinaus noch 2 Tüten CDB Gras und eine Flasche
Wasser damit es sicher besser kotzt, bzw. das Ergebnis befriedigender wird sozusagen, wenn man vor dem reinigenden Erbrechen noch einen halber Liter Wasser trinkt.

Bereits wenige Minuten nachdem ich das Ayahuasca getrunken hatte, setzte eine absolut penetrante Übelkeit und Vergiftungsgefühl ein, sehr ähnlich wie bei LSA. Bei diesem Vergiftungsgefühl mag man sich absolut nicht
mehr bewegen. Ich saß regungslos zusammengekrümmt da, schloss die Augen und lies mich treiben. Zwischendurch musste ich andauernd spucken. Ich hatte einen sehr starken Speichelfluss, der mich fast minütlich
dazu veranlasste, auf den Boden zu spucken. Ich lies mich von der Übelkeit nicht vereinnahmen und machte mir klar, dass das Kotzen umso geiler wird, je länger man es hinaus zögert, quasi wie ein Orgasmus
den man zurückhält. Dieser niederfrequente Vergleich ist zwar nicht ganz passend für Ayahuasca, aber diese Analogie in menschlicher Sprache beschreibt das Erlebte am besten.
Etwa 15 Minuten nach der Einnahme gingen dann auch schon die ersten psychedelischen Effekte los. Ich befand mich selber als Beobachter in einer erhöhten Position in einem endlosen schwarzen Raum und unter
mir zog auf einer Fläche, welche die Oberfläche von einer Art Kugel zu sein schien, ein Film aus unzähligen Gedankenbildern in Zeitraffer vorbei. Dies waren ausschließlich negative Gedankenbilder.
Ähnlich wie es Leute beschreiben die eine Nahtoderfahrung haben und zuvor ihr Leben in Zeitraffer vorbeiziehen sehen, so sah ich nun auf dieser Oberfläche einen Film aus Gedankenbildern meines Lebens
in hoher Geschwindigkeit, wie einen Fluss vorbeiziehen. In diesem Fluss war nur Negativität. Alles was ich jemals im Leben an negativen Erfahren habe, raste dort vorbei. Das waren Dinge die ich schon ewig
vergessen hatte und plötzlich wieder präsent wurden, weil diese noch als Müll in mir schlummern. Ich war erstaunt wieviel Negativität noch immer in mir ist. Da waren längst vergessene Dinge aus der Schulzeit
dabei, bis mir schließlich klar wurde, dass ich mehr oder weniger die gesamte Schulzeit als ausschließlich negativ bewerten würde. Dann zog auch noch viel persönlicher Kram aus aktuelleren Phasen des Lebens
vorbei, Dinge mit denen ich im Grunde latent unzufrieden bin, assoziiert an allerlei negativen Emotionen, wie Angst, Agression und ähnliches.
Während dieser Fluss an mir vorbeizog, den ich aus einer erhöhten Perspektive als neutraler Beobachter, der sich die dargebotenen Gedankenbilder wertfrei ansah, wurde mir jedoch unmissverständlich klar,
dass diese negativen Gedankenbilder in mir nicht wirklich objektiv real sind, denn es gibt in der ursprünglichen Form des Seins, nichts anderes als pure Liebe und endlose sprudelnde Lebensfreude.
Dies wurde mir präsentiert, indem dieser Fluss aus Gedankenbildern halbtransparent wurde, sodass ich erkennen konnte, dass im Inneren von diesem kugelförmigen Gebilde sich eine weisse absolut göttliche
und gleissende Lichtquelle befindet, aus der alles Sein entspringt. Diese weisse Lichtquelle erinnerte mich sofort an 5-MeO-DMT, genau diese Urenergie, dieser Replikator aus dem wirlklich alles Sein
entspringt, war das. Ich glaube in dieser Charge vom Ayahuasca ist dieses mal auch etwas 5-MeO-DMT dabei, oder es waren Flashbacks. Auf jeden Fall hatte ich auch im weiteren Verlauf der Reise noch einige
Visionen, die ich 5-MeO-DMT zuordnen würde.
Mir wurde klar, dass sich ein irdisches Wesen bei seiner Inkarnation in einem Initialzustand befindet, in welchem es nichts anderes gibt, als diese weisse Energiequelle die mit ihrer sprudelnden Lebensenergie
nicht nur alles Sein manifestiert, sondern diese im Initialzustand auch mit seiner Energie nährt, wie mit einem kosmischen, universellen Prana.
Als ich diese weisse Energiequelle im Zentrum der Existenz bestaunte, stellte sich mir in einem inneren Monolog eine zentrale Frage: "Wenn es initial nichts anderes als diese pure Lebensenergie aus
unendlicher Liebe gibt, warum ist denn dann in meinem Inneren aktuell so viel Negativität?"

Die Antwort darauf, die sich ebenfalls wieder in einem automatischen inneren Monolog ergab, lautete: "Weil du das gemacht hast!"
Es ist tatsächlich so, dass es ursprünglich nichts Negatives gibt. Man wird in dieser sogenannten Realität inkarniert, mit den werkseitigen Voreinstellungen, die nur aus positiver Energie bestehen.
Im Laufe des Lebens baut aber das Ego, welches in der Existenz immer mehr die Oberhand gewinnt, eine subjektive Realität auf, dissoziiert sich von dieser so weit, dass es diese letztlich als von extern
generiert betrachtet und fragt sich, woher diese Realität denn kommen könnte. Da der Verstand hier nach Antworten sucht, werden für den Ursprung der Existenz dann der Urknall oder Gott verantwortlich gemacht.
Tatsächlich ist aber das Bewusstsein, das Ego, der wahre Schöpfer seiner Realität. Diesen Gedankensprung würde man im Alltag nie herstellen könnten, wenn man nicht mit solchen Substanzen wie Ayahuasca
in Berührung gekommen wäre. Was Ayahuasca an dieser Stelle konkret gemacht hat, war so etwas wie ein BIOS-Reset der Existenz, bei der ich wieder, durch meine selbsterschaffene vermeintliche Realität
hindurch, zurückkatapultiert wurde in meine initiale Form der Existenz. Dies wurde auch in den nun folgenden Gedankenflashes weiter untermauert. Während ich zunächst den oben beschriebenen Fluss aus
negativen Gedankenbildern nur von oben als neutraler Beobachter sah, tauchte ich nun in diesem Fluss mehr und mehr ein, sodass ich mich wenige Augenblicke später, mitten drin wiederfand und diese
negativen Gedankenbilder auf mich einprasselten. Parallel dazu folgte, ähnlich wie ich es auch schon bei der letzten Reise erfahren hatte, eine Reise zurück in die Phasen vor der Geburt.
Ich sah in den CEVs einen sehr kleinen Embryo der im Mutterleib schwamm und mir wurde klar, dass bereits hier sehr stark die Prägung beginnt, in welcher Weise dieses Wesen später mit seinem Ego
seine subjektive Realität formen wird. Um wirklich zur Initialkonfiguration des Lebens zu gelangen, also jene Phase in der Leben nichts anderes als purste Göttlichkeit und Liebe ist, muss man noch
viel weiter zurückreisen, nämlich in jene Phase, die mir Ayahuasca zuvor mit dem weissen Kern im Zetrum von allem Sein, gezeigt hatte. Dieser Existenzkern ist eine "Sonne" aus unendlicher positiver
Lebensenergie. Nun beginnt sich ein Bewusstseinsfunke davon zu dissoziieren und ein Eigenleben zu entwickeln. Er entwickelt ein Ich-Bewusstsein und sein Ego beginnt ab diesem Zeitpunkt mit der Projektion
der Realität. Das Leben beginnt also nicht mit der Befruchtung, sondern mit der Abspaltung des Bewusstseinsfunkens von der Einheit, der dann eine Eigendynamik entwickelt. Den Gedankensprung, wie
dieser realitätsprojizierende Bewusstseinsfunken nun zu Lebzeiten sich in einem menschlichen Körper befindet, kann ich aktuell auch noch nicht wirklich herstellen, aber jedenfalls die Rückkehr zum wirklichen
initialen Geburtsprozess mit seiner "BIOS-Initialkonfiguration" scheint die Hauptaussage von Ayahuasca in dieser Phase des Trips gewesen zu sein.

Nachdem ich durch diesen Fluss aus Negativität bis zurück zur spirituellen Geburt hindurchgegangen war, setzten plötzlich die ersten richtig starken DMT-Visuals ein.
Ich sah in der Dunkelheit bei geschlossenen Augen plötzlich die unlaublichsten Formationen aus Kristallen. Das waren mehrdimensionale Gebilde, die sich auf einer höheren Schwingungsfrequenz befanden,
als jene Realität die wir aus dem Alltag kennen und vom Ego generiert wird. Diese Kristalle waren im Grunde auch Lebensformen, aber man würde nicht im Entferntesten auf die Idee kommen, sich solche
Formen der Existenz auszumalen, wenn man diese nicht selber durch DMT erlebt hätte. Die Visuals treten nicht so schnell und stark ein wie beim Rauchen, sondern formen sich jeweils innerhalb einiger
Sekunden irdischer Zeit in einem fliessenden Übergang. Zunächst funkelten einzelne mehrdimensionale Kristalle aus der Dunkelheit hervor die rasch an Leuchtkraft und Herrlichkeit in ihrer Ausstrahlung
zunahmen. Wieviele Dimensionen diese Kristalle haben, ist sehr schwer zu sagen, da man mehr als 3 Raumachsen nicht grafisch darstellen kann und es auch sonst nichts in den menschlichen Möglichkeiten
der Kartographierung gibt, mit dem man so etwas adäquat festhalten könnte. Auf so etwas ist unsere primitive menschliche Sprache einfach nicht ausgelegt. Jedenfalls war jeder dieser Kristalle eine
eigene Entität, die wie gesagt eine Form des höherschwingenden Seins verkörperte, wofür es beim besten Willen kein meschliches Wort gibt, dass muss man einfach selber erlebt haben.
Sekunden später fügten sich unzählige dieser Kristalle zu so etwas wie einer Multiversum-Entität zusammen, die absolut nicht mehr näher in Worte zu fassen ist.
Um dieses Kristallwesen herum, war eine rasch fluktuierende weisse Wolke aus 5-MeO-Energie zu sehen.
Das Bestaunen dieses Vorgangs war begleitet von unglaublich erhabenen, mystischen Emotionen, für die es ebenfalls keine adäquaten Worte gibt. Das ist in etwa so, als ob man den Geschmack von
Kirschen in Worte fassen möchte, dass geht nicht, denn so wie Kirschen schmecken nur Kirschen. Und so wie diese Emotionen in Kombination mit diesen DMT-Visuals fühlen sich eben nur genau jene
Bewusstseinseindrücke an. Für so etwas gibt der Duden absolut kein Wort her. Ansatzweise auf niedrige menschliche Sprache herab übersetzen würde ich diese Emotionen mit einer Kernaussage, die
ungefähr so lautete: "Alles ist gut, alles war schon immer gut und alles wird immer gut sein".
Dann verblassten diese Visuals wieder. Insgesamt ist bei mir die visuelle Komponente von Ayahuasca nicht so stark wie beim gerauchten DMT, aber es geht insgesamt in eine vergleichbare Richtung.
Der Hauptfokus von Ayahuasca liegt auf Reinigung und Heilung so mein Eindruck, während gerauchtes DMT perfekt ist für starke Visuals und unendlich intensive Durchbrüche. Beides hat auf jeden
Fall seine Berechtigung und seinen ganz eigenen Reiz und Wert. Die nachstehenden Grafiken verdeutlichen abklatschartig das oben beschriebene mehrdimensionale Kristallwesen.

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In dieser Phase des Trips war ich nun etwas zweigleisig unterwegs. Einerseits hatte ich schon phantastische Visuals von höheren Formen der Existenz, andererseits kämpfte ich aber noch mit der Negativität
die sich in mir befand und nun endlich raus wollte, denn nun begann sich die Übelkeit wieder richtig penetrant in den Vordergrund zu drängen. Mir war so speiübel, das war irre. Stärker kann einem
gar nicht mehr schlecht sein. Ich nahm mit grosser Mühe das Handy aus der Jacke raus um zu sehen wie lange ich das Ayahuasca schon drinnen hatte. Es waren nun exakt 40 Minuten vergangen.
Ich griff nun mit Mühe zur Wasserflasche um einen halber Liter zu trinken. Bei Ayahuasca ist es wichtig dass man alles griffbereit hat, wobei griffbereit hier bedeutet, dass man maximal den Arm
ausstrecken muss um ran zu kommen, denn aufstehen und eine Flasche holen, kann man in diesem Zustand knicken, da würde man unter Umständen zu früh "kommen", dh. zu früh kotzen.
Das Vergiftungsgefühl ist wirklich sehr stark, absolut vergleichbar mit einer hohen Dosis LSA. Ich würgte mit Mühe den halben Liter Wasser runter um eine gute Kotzgrundlage zu schaffen, damit das
Gefühl der Befreiung maximal wird, wenn eine möglichst grosse Menge kommt und behielt das Wasser nochmal irgendwie 5 Minuten drinnen. Dann zeichnete es sich allmählich ab, dass es nun Zeit ist
für den reinigenden Kotz-Orgasmus. Ich stand rasch auf und begab mich an eine Stelle, die ich mir zuvor schon als die ideale zum Kotzen ausgemalt hatte. Ich sammelte mich nochmal kurz, dachte nochmal
bewusst in Zeitraffer an die negativen Gedankenbilder vom Anfang und lies es dann bewusst zu. WÜRG! Ich habe gekotzt und gekotzt dass es eine Freude war und es nur so spritze. Das war sowas von geil,
erlösend und erheiternd, dass ich, nachdem ich mich bis zum allerletzten Spucker von meinem inneren Müll entledigt hatte, freudig zu lächeln beginnen musste. Ich fühlte mich mehr oder weniger wie
neu geborgen, es war eine riesige Last von mir abgefallen, dass war unglaublich befreiend und der heilende Höhepunkt des Trips. Ayahuasca und Kotzen gehören einfach zusammen, so wie Salvia und Lachen
zusammengehören.

Ich setzte mich völlig erheitert und befreit wieder hin, schloss die Augen und lies mich treiben. Nun war alle Negativität völlig weggeblasen und es setzte nochmal ein deutlicher Schub an DMT-Wirkung ein.
Es zeigte sich ein starker Tryptaminbodyload. Dieser Bodyload war assoziiert an so etwas wie einen starken Zoom-Out Effekt meines Ichs, dh. ich hatte das Gefühl, dass ich nicht mehr in meinem Körper bin,
sondern, dass mein Ego etwas hinter- und oberhalb von meinem irdischen Körper ist und von diesem wie mit einem Zoom-Out Effekt nach hinten rausgezogen wird. Das Ganze war begleitet von diesem ganz typischen
Tryptaminfeeling. Zwar war es kein Ego-Tod wie beim Rauchen, aber es ging schon sehr in diese Richtung. Plötzlich fand ich mich für etwa 10 irdische Sekunden im DMT-Dom wieder.
Der DMT-Dom sah genau so aus wie beim Rauchen, nur dass er einem nicht mit der Schnelligkeit und Intensität überfuhr. Ich konnte mich sozusagen mit intaktem Ego wie ein Besucher in diesem Raum umsehen,
so ähnlich als hätte ich gerade ein Museum betreten. Der Anblick war absolut atemberaubend. Es war eine gigantische Kathedrale zu sehen, an deren Wände die unglaublichsten DMT-Muster zu sehen waren,
die aus unzähligen Dreiecken bestanden. An der Decke des Doms breiteten eine Art Dreiecks-Kristall-Blumen, es gibt absolut kein besseres Wort dafür, ihre Blütenblätter in Zeitraffer aus, die ihrerseits
wieder aus unzähligen roten und orangen Dreiecken bestanden und aus einer Singularität heraus zu entstammen schienen. Dabei musste ich an die Stringtheorie denken, die auch davon ausgeht, dass es
verborgene zusätzliche Raumdimensionen gibt, die unter bestimmten Umständen dann sozusagen auseinander gerollt werden und Existenz manifestieren. Exakt dieses Schauspiel konnte man an der Decke des Doms
mit diesen blumenartigen Gebilden beobachten. Ich wiederhole mich jetzt wahrscheinlich schon zum hundersten mal, dass ich dringend jedem Physiker empfehlen würde, eine Erfahrung mit DMT zu machen,
weil es einfach eine völlig neue Sichtweise auf Grundsatzfragen und auf Zusammenhänge in der Existenz offenbart, die anderwertig absolut nicht zugänglich sind. Es gibt keine Versuchsanordnung und
keinen Teilchenbeschleuniger der innerhalb weniger Minuten diese kompakte Qualität an Urinformationen offenbart wie DMT. In diesem Dom waren ausserdem auch wieder diese Säulen zu sehen, die diese
Rundumgesichter haben, die Alexander Grey in seinen Kunstwerken auch immer wieder zeichnet. Nachstehend füge ich einige Grafiken an, die den DMT-Dom, so wie ich ihn wahrgenommen habe, visualisieren,
wobei man an dieser Stelle immer wieder betonen muss, dass iridische Bilder nur ein Abklatsch vom tatsächlich erlebten sind, es gibt im Grunde keine Darstellungsform die einem DMT-Trip gerecht werden würde.
Es ist ja selbst bei einem Landschaftsfoto am Handy bereits so, dass dieses Bild nicht das zum Ausdruck bringt, was der Fotograf in diesem Moment ganzheitlich wahrnimmt. Bei einer Grafik die den
DMT-Dom darstellen soll, ist es ähnlich, jedoch um das tausendfache intensiver.

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Als die Visuals vom DMT-Dom zu verblassen begannen öffnete ich die Augen und erfuhr nochmal eine 5-MeO-lastige Optik. Vor mir war in der Dunkelheit schemenhaft so etwas wie eine Art Tür zu erkennen.
Diese Tür war offen und aus ihr strahlte absolut gleißend weisses, diffuses Licht, was exakt die Frequenz von 5-MeO-DMT hatte. Auch die gesamte Umgebung vibrierte subtil auf dieser hohen Frequenz.
Nun rauchte ich die beiden Joints und die Cannabinoide, obwohl es nur CBD-Gras war, boosteten für ein paar Minuten die Wirkung nochmal richtig heftig. Ich hatte das Gefühl, meine eigene Schwinungsfrequenz
steigt nun so stark an, dass ich mich zu dematerialisieren beginne und halbtransparent werde. Dabei bestand ich selber aus dieser weissen diffusen 5-MeO Energie und war auf einer Ebene des Daseins,
die schon viele Stufen über der nullfrequenten irdischen Form ist. Mein ganzer Körper begann immer stärker zu vibrieren als würde er mit einer kosmischen Mikrowelle bestrahlt.
Im nächsten Moment hatte ich das Gefühl, es zieht mich zuerst nach unten und im Anschluss schoss es mich in die Höhe, sodass ich wie ein Silvesterfeuerwerk in unzählte kleine weiss-strahlende Sterne
aus 5-MeO-Energie zerstrahlte, die über alles Sein herabregnen. Das war begleitet von einem nicht näher in Worte fassbaren Gefühl von göttlicher Erleuchtung und Einssein.

Dann klang der visuelle Teil der Wirkung aus. Was nun folgte war ein Nachglühen bei dem mir der heilsame Aspekt von Ayahuasca auf den irdischen Körper richtig klar wurde. Ich spürte dass mein Körper
nun energetisch auf einem anderen Level ist. Was konkret an diesem energetischen Level anders war, lässt sich nur äusserst ungenügend in menschliche Worte verpacken, da die Schulmedizin und die Naturwissenschaft
für diesen Zustand einfach keine Wörter kennt, da sie diesen bislang selber nicht untersucht hat. Es fühlte sich an, als ob auch mein irdischer Körper auf dieser hochschwingenden energetischen Frequenz ist
und mir wurde klar, dass der heilende Aspekt von Ayahuasca darin liegt, dass man in diesem Schwingungszustand keinerlei Angriffs- und Resonanzfläche für niederfrequenten parasitären Müll bietet.
Damit meine ich im Grunde alles, was in irgendeiner Form mit mir interagieren könnte. Das können zum Beispiel blutsaugende Insekten sein, Zecken, Krebs, Zivilisationskrankheiten aber auch andere Menschen,
die nur Energie saugen. Alles in der Existenz ist Frequenz und verschiedene Frequenzen sind untereinander oft nicht kompatibel, dh. wenn man selber auf einer höheren Schwingungsfrequenz ist, dann ist
man mit dem niederfrequenten Müll nicht mehr kompatibel, was weiters bedingt, dass man für so etwas keinerlei Resonanzfläche mehr bietet. Für Parasiten sind nur Entitäten interessant, die selber
in niedrigen Bewusstseinszuständen sind. So in der Art würde ich diese heilsame Wirkung beschreiben. Das schien mir die Kernaussage in dieser Phase des Trips zu sein.
Weiters begann ich in diesem schwingungserhöhten Zustand dann grundsätzlich die Formen der Energien zu überdenken die man selber anzapft um zu Überleben. Im Alltag sind das materielle Dinge und
in ganz spezieller Weise diese fiktive Massenhalluzination mit dem Namen "Geld". Wenn man nie Entheogene konsumiert hätte, würde man nicht auf die Idee kommen dies zu hinterfragen, denn was mir nun klar
wurde, war etwas, was ich auch mit Trips auf anderen Tryptaminen schon gezeigt wurde, nämlich: WENN man es schaffen würde, genau diese erhöhte Schwingungsfrequenz zu halten, dann bräuchte man nichts
anderes mehr zum Überleben, als die Energie die einem in diesem Zustand gerade durchströmt. Hier endet das empirische alltägliche Verständnis einfach, weil das Dinge sind, die allem was man an
alltäglichen Glaubensmuster aus dem irdischen Leben kennt, wiedersprechen. Doch unser begrenztes Wissen im Alltag ist keinesfalls der Weisheits letzter Schluss, dass zeigt sich alleine schon darin,
dass wir 85% von den Materie- und Energieformen aus denen unser Universum besteht, nicht einmal kennen. Da ist es nicht verwunderlich, dass es noch weitere Urquellen geben könnte, die man in veränderten
Zuständen anzapfen kann. Was mir dann auch noch auffiel war, dass Ayahuasca an defekten Stellen des Körper die Selbstheilungskräfte anzuregen scheint. Ich konnte nun Stellen im Körper die etwas defekt
sind auf eine nicht näher in Worten fassbare Weise deutlicher spüren. Zum Beispiel spürte ich detailliert ein paar kaputte Zähne, aber auch ein paar Stellen die bei mir vom Kraftsport etwas chronisch
überlastet sind, sich verhärtet oder verkalkt anfühlen. An diesen Stellen schien sich nun eine Blockade zu lösen, wodurch durch einen verbesserten energetischen Fluss die Selbstheilungskräfte angeregt werden.
Zwar war zu diesem Zeitpunkt die Wirkung schon weitgehend weg, aber ich konnte die Kernaussage, worauf dieser Heilungsprozess beruht, klar mitnehmen.
Die beschriebenen Effekte in der Nachglühphase scheinen für mich, neben dem Auskotzen von Negativität, der Hauptheilungsaspekt von Ayahuasca zu sein.
Ayahuasca ist ein phantastisches Heilmittel, daran habe ich überhaupt keinen Zweifel, ich kann verstehen, dass es für manche Menschen DAS ultimative Elixier des Lebens ist.

Besonders interessant war an dieser Reise auch, dass sowohl Effekte von DMT als auch von 5-MeO-DMT vorhanden waren. Als ich in der Nachglühphase nochmal darüber nachdachte, kam mir ein Gedankensprug
in den Sinn, in welcher Relation DMT und 5-MeO-DMT genau stehen. Meiner Auffassung nach ist es so, dass 5-MeO-DMT der Ursprung und der Kern von allem Sein ist. Man könnte es auch mit "Gott" oder
"Singularität" beschreiben. Alles, wirklich alles was es gibt, entspringt aus dieser finalen und gleichzeitig ursprünglichen Quelle. Dabei ist die höchstmöglich schwingende Manifestation aus allem,
was aus dieser Singularität hervorgehen kann, der DMT-Dom, an dessen Decke die Schwingungsfrequenz von jenem etwas, aus dem alles Sein besteht, maximal ist und diesen bereist man mit N,N-DMT.
DMT und 5-MeO-DMT sind sozusagen die beiden Pole der Existenz. Aus dem einen geht alles Sein hervor und im anderen manifestiert es sich in maximaler Herrlichkeit. Jetzt machen auch die Trivialnamen
der beiden Tryptamine noch mehr Sinn, denn 5-MeO-DMT wird "The Power" genannt, dass wäre dann die Urkraft aus der alles Sein entsteht und N,N-DMT auch "The Glory" genannt ist die maximale Herrlichkeit,
die aus dieser Urenergie erblühen kann. Zwischen den beiden Polen befinden sich die ganzen Schwingungsebenen die man mit den anderen Tryptaminen bereisen kann und eben auch ganz wichtig, auch unsere
vom Ego erschaffene sogenannte Realität befindet sich irgendwo zwischen den beiden Polen, abhängig davon, wo die subjektive Realität vom Ego bewusst oder unbewusst hinplatziert wurde, also mit welcher
Schwingungsfrequenz sie versehen wurde. Die Salviawelt liegt auch zwischen den beiden Polen und stellt den Stapel an allen möglichen Ausprägungen von Parallelwelten dar, gleichzeitig ist sie so
etwas wie ein Notausgang aus aller Existenz, der durch das schwarze Loch in den Hyperraum führt.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon harekrishnaharerama » 9. Jun 2019, 22:58

Finde es toll, mit welchem Pflichtbewußtsein Du immer wieder Dein "Tagebuch" bearbeitest. Ich bin da leider sehr inkonsequent.

Mir sind beim Durchlesen zwei Ideen gekommen:
  1. Viele Berichten von DMT, dass sie "Gott" oder höhere Intelligenzen getroffen hatten und mit ihnen redeten. Warum redest Du mit den Intelligenzen nicht? Oder schreibst Du die Dialoge bewusst nicht auf?
  2. Dass Du DMT und 5-Meo-Aspekte wahrnimmst, erinnert mich an Terrence McKenna, der auf einem seiner Pilztrips die Entität - er will sie bewusst nicht Gott nennen - darum gebeten hatte, "andere Gestalt" anzunehmen, in dem Fall sich so darzustellen, als hätte er andere Psychodelica zu sich genommen und das ohne großen "Widerstand" funktionierte. Ich denke, ab einem bestimmten Punkt werden immer ähnliche Stoffe im Hirn freigesetzt, die "todnahe" Zustände induzieren. Danach ist es lediglich eine Stilfrage bzw. eine Frage der Art und Weise, wie Synapsen verknüpft sind. Insofern sind "vermischte Wahrnehmungen" eher die Regel als die Ausnahme.
Ich hätte Lust auf eine vegane Gemeinschaft/WG auf dem Land. Überlege anderenfalls in die Nähe vom Ökodorf Sieben Linden zu ziehen.
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon Corto » 9. Jun 2019, 23:46

Ich antworte mal aus meiner Sicht.

Warum redest Du mit den Intelligenzen nicht? Oder schreibst Du die Dialoge bewusst nicht auf?
Weil sie selten mit einem reden und weil es sich meist nicht ergibt.


Ich denke, ab einem bestimmten Punkt werden immer ähnliche Stoffe im Hirn freigesetzt, die "todnahe" Zustände induzieren. Danach ist es lediglich eine Stilfrage bzw. eine Frage der Art und Weise, wie Synapsen verknüpft sind. Insofern sind "vermischte Wahrnehmungen" eher die Regel als die Ausnahme.[/list]
Wie wäre es mit dem Begriff Samadhi, im speziellen Nirvikalpa Samadhi, einem weit über dem Bewusstsein stehenden Zustand des Geistes? Ich denke das die fernöstlichen philosophischen Schulen uns, was die Begrifflichkeiten angehen, einiges vorraus haben um solche Zustände zu benennen.
"The more you know, makes You realize you know nothing"...
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon harekrishnaharerama » 10. Jun 2019, 00:55

Bin ich voll bei Dir. Ich glaube auch nicht, dass es nur körperliche "Synapsen" gibt, sondern bestimmt auch immaterielle. Die Seele ist die ganze Zeit verbunden und die Allseele zeichnet mit auf, darüber werden dann auch bestimmte Regionen "freigeschaltet". Wenn das geschehen ist, greift das Bewußtsein jedoch auch immer auf diesen Grundstock zurück - insbesondere, wenn es nicht lange zurück liegt. Es wird nicht komplett neu erfunden, nur weil wir einen neuen Stoff in uns aufnehmen. Wir sind es letztlich und nicht das Quäntchen an Droge. Das ist lediglich der "Anzünder". Würde auch erklären, warum man später weniger benötigt, als zu Beginn.

Dennoch würde mich interessieren, was KK dazu sagt.
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon Arkan » 10. Jun 2019, 09:03

@KleinerKiffer super formuliert wie ich finde und absolut gut lesbar, fast als wenn man es selber erlebt hätte. Danke das du deine Erlebnisse immer mit uns teilst.

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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon Corto » 10. Jun 2019, 09:18

Bin ich voll bei Dir. Ich glaube auch nicht, dass es nur körperliche "Synapsen" gibt, sondern bestimmt auch immaterielle. Die Seele ist die ganze Zeit verbunden und die Allseele zeichnet mit auf, darüber werden dann auch bestimmte Regionen "freigeschaltet". Wenn das geschehen ist, greift das Bewußtsein jedoch auch immer auf diesen Grundstock zurück - insbesondere, wenn es nicht lange zurück liegt. Es wird nicht komplett neu erfunden, nur weil wir einen neuen Stoff in uns aufnehmen. Wir sind es letztlich und nicht das Quäntchen an Droge. Das ist lediglich der "Anzünder". Würde auch erklären, warum man später weniger benötigt, als zu Beginn.

Dennoch würde mich interessieren, was KK dazu sagt.
Da gehe ich absolut mit d'ac­cord. Ich sehe, wir sind wohl auf einer Wellenlänge. :good:

Neben dem Synapsen Model und einer Gewöhnung (erlernen der Stoffwirkung) würde es mich nicht wundern, wenn Morphic Field's eine gewisse Rolle spielen. Bei diesen metaphysischen Themen gleitet man bei Erklärungen zwangsläufig ins esoterische ab. Grade da scheinen sie sogar auf einmal einen gewissen Sinn zu ergeben um unerklärliches verständlich zu machen.
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon kleinerkiffer84 » 10. Jun 2019, 20:19

Das ist eine interessante Frage.
Bewusst kommuniziert habe ich mit DMT-Entitäten bislang nicht. Ich habe mich bisher immer passiv ohne Erwartungshaltung berieseln lassen.
Mit Salvia Entitäten habe ich schon viel geredet, denn mit denen kann man Deutsch reden, wie mit einem Menschen, Salvia erzählt jedem in seiner Sprache was es ist.
Bei DMT ist das etwas anders. Wenn man hier einen Satz mitgeteilt bekommt, dann ist das nicht so das man einen deutschen Satz hört, als ob den ein Mensch gesagt hätte, sondern das geht über mehrere Ecken und so etwas wie einem 6. Sinn. Bei DMT ist alles Frequenz. Zunächst ist hier dieser Grundton aus dem alles Sein besteht. Dann gibt es Entitäten, die mit Ausnahme der Maschinenelfen, nie einzelne autonome humanoide Entitäten sind, sondern so etwas wie Multiversum-Entitäten-Komplexe, ähnlich wie ein Organismus aus Zellen in der Biologie, nur das jede Zelle eine Entität ist und auch der gesamte Organismus eine Überentität ist.
Diese Entitäten geben auch einen Summton von sich, der sich vom umgebenden Ton abhebt. Dieser Summton erinnert mich immer an alte Science Fiction Filme. In diesem Summton ist die Botschaft codiert wie in Radiowellen. Diese hört man dann nicht direkt in meschliche Worte wenn sie im Kopf ankommt, sondern sie wird mit so etwas wie einem 6. Sinn (3. Auge?) runterinerpretiert auf primitive menschliche Worte, vergleichbar beim Programmieren, wenn ein Compiler eine Programmiersprache in Maschinensprache übersetzt. So in etwa kann man sich die Informationsübertragung durch DMT-Entitäten vorstellen.

Wie man selber mit denen aktiv kommunizieren könnte ist eine gute Frage, aber das könnte ich eigentlich mal versuchen, was passiert, wenn man denen eine Frage auf Deutsch stellt.
Das bedarf wahrscheinlich etwas Übung, auf einem Triplevel auf dem man schon so weit durchgebrochen ist, dass man im Dom ist, noch aktiv und bewusst zu agieren, aber vielleicht kann man lernen das aktiv zu steuern wie in einem Klartraum.

Könnte sein, dass der 5-MeO-Anteil in der Wirkung ein Flashback war, ähnlich zu dem Effekt der von Mc. Kenna beschrieben wurde. Das ist mir jetzt schon mehrfach aufgefallen, das diese ganzen Tryptamine in anderen Trips sich als Flashback äussern können. Oft wenn ich N,N-DMT rauche, dann habe ich beim Runterkommen ein Flashback zu 5-MeO-MiPT, beim Kiffen habe ich auch oft DMT/5-MeO-DMT Flashbacks.
Vielleicht werden sich die ganzen Psychedelika ab einem gewissen Level immer ähnlicher sodass die scharfen Abgrenzungen verschwimmen und der Übergang fliessend wird.
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon pilzjockel33 » 10. Jun 2019, 22:59

Terence Mc Kenna hat doch mal gesagt, dass die Maschinenelfen ihm versucht haben eine Art Gesang beizubringen mit dem man mit ihnen kommunizieren kann.
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harekrishnaharerama
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon harekrishnaharerama » 11. Jun 2019, 00:09

Bei den indigenen Völkern ist der Gesang unheimlich wichtig. Die Grundmuster ändern sich, je nachdem was gesungen wird. Ich nehme stark an, dass es sowas wie eine Sammlung gibt, die je nach Absicht angesungen wird, um entsprechende Antworten oder "Geschenke" zu erhalten.

https://www.christian-raetsch.de/Artike ... uasca.html
Ch. Rätsch: ....Es gehört zu den kulturell geförderten Zielen, daß man als Individuum bei einer Ayahuasca-Zeremonie einen eigenen, ganz persönlichen Gesang empfängt, der einem bei späteren Ritualen Kraft verleiht und die Zentriertheit bewahrt, sowie die Visionen strukturiert und deutlicher erscheinen läßt....
Ich erinnere mich auch an die Beschreibungen durch Castaneda bei Kaktusriten, der von Mescalito erzählte, man würde durch ihn ebenso einen ganz persönlichen Gesang erhalten.
Ch. Rätsch: Bei den Shipibo werden gewöhnlich drei Gesänge[5], die vor allem der Erzeugung und Nutzung von Obertönen dienen, vorge­tragen.
Der erste Gesang öffnet die Tore zur visionären Welt:

»Die Welt des Lichts öffnet sich.
Dort habe ich Freunde.
Ich lasse euch heilen...«
(ILLIUS 1991: 319f.)

Der zweite Gesang bewirkt Erbrechen, Durchfall und allgemeine Katharsis. Dieser Gesang ist therapeutisch am wichtigsten, er dient der Reinigung von Körper und Geist. Vor allem wird das Erbrechen durch messerscharfe Obertöne stimuliert.

Der dritte Gesang führt die Teilnehmer zu sich selbst zurück, zurück in die »nor­male«, »gewohnte« Welt. Haben noch einige Teilnehmer an dem Ritual Probleme, werden sie gesondert behandelt, meist besungen oder mit ätherischen Ölen oder billigen Parfüms bestäubt.


Ich hätte Lust auf eine vegane Gemeinschaft/WG auf dem Land. Überlege anderenfalls in die Nähe vom Ökodorf Sieben Linden zu ziehen.
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Herr von Böde
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Re: Heilung zwischen den Polen des Seins - geniale Reise mit Ayahuasca

Beitragvon Herr von Böde » 12. Jun 2019, 13:40

Absolut interessant zu lesen !! Danke fürs Aufschreiben und Teilen :)
"Bildung muss immer darauf abzielen liebgewohnte Denkmuster zu erschüttern."
- Prof. Dr. Rainer Rothfuß

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