Eine Entmanifestierung des Seins - aufschlussreiche Reise mit Yopo

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kleinerkiffer84
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Eine Entmanifestierung des Seins - aufschlussreiche Reise mit Yopo

Beitrag von kleinerkiffer84 » 9. Feb 2020, 20:15

Vorhin führte ich eine interessante Reise mit 200mg gerauchtem Yopo durch. Diesen Trip wollte ich primär dazu nutzen, um noch besser begreifen zu können, was jetzt ganz konkret beim Einsetzen von DMT und 5-MeO-DMT
passiert, da diese beiden Substanzen ebenfalls in Yopo enthalten sind und während der Wirkung diese quasi immer um die Oberhand in der Wirkung kämpfen. Mit Yopo kann man sich, wenn man es in der Bong raucht,
ähnlich wie bei Changa, Zug für Zug in der Intensität hochrauchen. Beim 1. Zug setzte ein subtiler Tryptaminbodyload ein, der beim 2. Zug deutlich stärker wurde. Beim 3. Zug kamen Visuals hinzu
und beim 4. oder 5. Zug war ich am Wirkungsmaximum angekommen, sodass ich die Bong schliesslich beiseite stellte und im dunklen Raum die Augen schloss um mich der Wirkung hinzugeben.

Der sehr starke und auch ganz eigene Tryptaminbodyload ist in erster Linie auf das Bufotenin zurückzuführen. Der Bodyload ist wirklich sehr stark. Aus dem Stuhl aufstehen möchte man bei diesem Bodyload nicht
mehr. Es fühlt sich an, als ob durch diesen Bodyload der Körper in einen anderen Aggregatszustand übergeht, der neben fest, flüssig, gasförmig und Plasma ebenfalls noch existiert. Und genau so ist es
auf metaphysischer Ebene auch. Vielleicht wird der Tryptaminbodyload auch deshalb als so prägnant empfunden, weil bei Yopo das Ego, als wahrnehmendes, bewertendes und validierendes System, noch weitgehend intakt bleibt.
Man bekommt alleine durch diesen Tryptaminbodyload bereits einen Vorgeschmack darauf, dass sich hinter der bekannten Form des Daseins noch mehr befindet und das die sogenannte Realität nur eine Projektion
oder Manifestation aus einem anderen Seinszustand heraus ist, denn parallel zu dem immer stärker werdenden Tryptaminbodyload welcher einem förmlich in den Stuhl hineindrückt, begann nun auch der ganz
charakateristische hohe Summton einzusetzen, sowie die typischen Tryptaminvisuals.

Bei den Visuals handelte es sich zunächst um CEVs, die sehr an 5-MeO-DMT erinnerten, bei denen man aber schon merkte, dass hier auch noch die weiteren Tryptamine Bufotenin und N,N-DMT in einer synergetischen
Weise mitwirken. Als erstes war auf einem dunkelgrauen Hintergrund ein Meer aus Millionen von feinen Dreiecken zu sehen. Die Dreiecke waren so klein, dass diese zunächst als Punkte wahrgenommen wurden,
jedoch konnte ich sozusagen wie durch ein Mikroskop etwas in einzelne Bereiche des Sichtfeldes hineinzoomen, wodurch dann die dreieckige Struktur zu Tage trat.
Allmählich begann sich im Zentrum des Blickfeldes, was nun immer dunkler wurde eine Energiekugel zu manifestieren, die in den typischen Farben strahlte die man von N,N-DMT kennt und um diese Energiekugel
herum, begannen sich die genannten Dreiecke in einer perfekten Form anzuordnen, die genau so aussah, wie untenstehender Grafik. Mit zunehmender Intensität der Wirkung kam diese Energiekugel etwas auf
mich zu, wodurch auch die Dreiecke die direkt um diese herum angeordnet waren, teilweise in den typischen N,N-DMT Farben erstrahlten. Insgesamt wurde die gesamte Szene auch durchschossen von einem
hochfrequent fluktuierenden weissen Geflacker aus 5-MeO-Energie. Diese synergetische Komposition aus N,N-DMT und 5-MeO-DMT ergibt im Grunde eine ganz neue Wirkung. Es sind Aspekte enthalten die man sowohl
von DMT als auch 5-MeO-DMT kennt, doch beide zusammen ergeben insgesamt neue Wirkungsnuancen, etwa so, als würde man 2 bekannte Farben mischen und nun wieder eine neue Farbe erhalten.
Wie gesagt scheint es, als ob bei Yopo ständig DMT und 5-MeO-DMT in einem Kopf an Kopf Rennen sind, wer die Oberhand im Trip gewinnt. Die beschriebene Energiekugel im Zentrum des Sichtfeldes war eigentlich
die Yopo-Sonne wie ich sie nenne, also das Urlicht aus weisser 5-MeO-Energie aus der alles Sein final entspringt, denn 5-MeO-DMT ist ja der Beginn und das Ende von allem. Durch das darin ebenfalls
enthaltene DMT scheint es immer sekundenweise aber Farbnuancen und Geometrien anzunehmen, die man von gerauchtem DMT kennt.

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Das Ego war die gesamte Reise über weitgehend erhalten, sodass ich diesen Zustand nun nutzte um in einer flashbackartigen Weise noch etwas schlauer daraus zu werden, was einem DMT und 5-MeO-DMT konkret
zeigen, bzw. wie man diesen Zustand noch besser in menschlichen Worten konservieren könnte, wenn man mithilfe von Yopo sozusagen schon mal die Chance hat, so einen Trip auf einem subtilen Level zu erleben,
ohne von der Wirkung so überfahren zu werden, dass nach dem Trip teilweise die Worte fehlen, wie es bei einem Durchbruch mit diesen Substanzen ansonsten üblich ist.

Die erste eingehende Überlegung die ich anstellte war, was es mit den Dreiecken bzw. mit der perfekten Geometrie im Allgemeinen sowie mit dem Summton auf sich hat.
Was genau will einem die Substanz hier zeigen? Kann ich das noch effektiver beobachten, kartographieren und festhalten, als dies bei Durchbruchserfahrungen mit Tryptaminen der Fall ist?
Ich lies mich völlig ohne Wertung, Erwartung und festhalten an früheren diesbezüglichen Feststellungen in diesem Meer aus Dreiecken und Summton treiben und versuchte mit intaktem Ego eine möglichst treffende
Beschreibung zu finden. Meine Feststellung war, dass Frequenz und Geometrie, die sich im konkreten Fall als Dreiecksmuster und hochfrequentem Summton zeigten, eine Vorstufe der uns bekannten Daseinsform
aus Raumzeit, Energie und Materie ist, die aber sozusagen, noch eine Ebene weiter hinten, hinter den Kulissen der Realität liegt. In unserer bekannten Daseinsform ist es ja so, dass die kleinsten
bekannten Bausteine der Materie die Elementarteilchen sind. Diese existieren in einem 4 dimensionalen Raumzeit-Kontinuum. Doch die empirische Naturwissenschaft kommt an die Grenze des Beschreibbaren,
sowohl in verbaler als auch mathematischer Weise, wenn es nun darum geht zu definieren, woher diese in ihrem Ursprung überhaupt kommen. Gut, man geht davon aus, dass es einen Urknall gab, bei dem
dies alles aus einer Singularität heraus expandiert ist, doch auch hier landet man wieder bei der Frage, was denn vor dem Urknall war. Aus meiner Sicht ist es an dieser Stelle tatsächlich möglich,
eine Ebene weiter hinter die Kulissen zu blicken, wenn man sich Tryptaminen bedient. Diese Dreiecksmuster und diese hochschwingende Frequenz waren eine Vorstufe von unserer bekannten Existenz.
Aus diesem hochschwingenden Etwas heraus, beginnt sich das zu manifestieren, was wir als die gewohnte Daseinsform im Universum kennen. Eine erstaunliche Parallele ist hier festzustellen zu neueren
Theorien der Physik, die von einer Stringtheorie und einer M-Theorie ausgeht, die im Wesentlichen genau diesen Sachverhalt voraussagt, nämlich das alles Sein aus schwingenden Strings hervorgeht
und das es von der Schwingungsfrequenz dieser Strings abhängt, in welcher Weise sich das daraus hervorgehende zeigt. Genau diese Theorie bilden Tryptamine in einer visionären Sichtweise ab,
weshalb ich immer wieder betonen muss, dass empirische Naturwissenschaft und Psychonautik nah beieinander liegen und ich jedem Naturwissenschaftler rate, sich diesen psychedelischen Werkzeugen zu
bedienen um über den Tellerrand hinausblicken zu können und somit zu Einsichten zu gelangen, die anders niemals greifbar wären.
Soweit ich das verstehe, sind diese geometrischen Muster und Frequenzen eine Zwischenstufe, zwischen dem weissen Urlicht, welches die finale Quelle von allem Sein ist und unserer bekannten
Form des Daseins, von einer Raumzeit in der Energie und Materie existieren.

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Mittlerweile hatten sich die dreieckigen Muster verwandelt in perfekte Blumenmuster. Es war ein Meer aus tausenden einzelnen perfekten Mustern, die die Blume des Lebens zeigten.
Die Geometrie war so perfekt, als wäre sie mit einem Zirkel gezeichnet oder mithilfe von einem Algorithmus dargestellt worden.

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Wirkungstechnisch war ich nun am Höhepunkt angekommen und insgesamt war ich zu etwa 30% in diesen Tryptamin-Ozean wie ich ihn nannte, eingetaucht, was mich dazu veranlasste nochmal eingehender
darüber zu reflektieren, was genau bei einer Ego-Auflösung auf DMT oder 5-MeO-DMT passiert. Ich spürte ansatzweise wie mein Ego schwammiger wird, wie es sich ansatzweise aufzulösen beginnt
aber dennoch so intakt war um Beobachtung und Validierung durchführen zu können. Insgesamt war die Intensität vergleichbar mit einer Salvia Level 2-3 Erfahrung, bei der man sozusagen durch
den Türspalt hindurch in die andere Form der Existenz hineinblicken kann, aber selber im Hinterkopf noch die normalen Konstrukte der Alltagsphysik präsent hat.
Wieder lies ich mich, wie bei der ersten Überlegung als neutraler Beobachter treiben und versuchte ein konkretes
Wort dafür zu finden, welches dieses Eintauchen in die Wirkung mit anschliessender Ego-Auflösung treffend beschreibt. Das Wort welches mir daraufhin einfiel lautete "Entmanifestierung".
Es ist eine Entmanifestierung des Seins, zu der es kommt, wenn man in diese Wirkung eintaucht, was konkret bedeutet, dass das Fake-Ich, also mein Avatar und die sogenannte Realität aufgelöst werden.
Aufgelöst bedeutet in diesem Falle, dass sie eine Stufe zurückverwandelt werden, von quantenphysikalischer Daseinsform, zurück zur Vorstufe, die aus Geometrie und Frequenz besteht.
Bei einem vollständigen Durchbruch, wird man vollständig aufgelöst in diese Vorstufe des Daseins, was insbesondere bei N,N-DMT der Fall ist. Bei 5-MeO-DMT kommt noch hinzu, dass man sogar
diese Daseinsform aus Frequenz und Geometrie nochmal überspringt und man zurückversetzt wird in den Urzustand des weissen Lichts, aus dem alles entsprungen ist. Dieses weisse Urlicht, welches man
bei Yopo nur aus der Ferne sieht und in das man bei gerauchtem reinen 5-MeO-DMT völlständig eintaucht, ist sozusagen, dass am weitesten enfernte Reiseziel, welches man mit Psychedelika erreichen kann
und gleichzeitig der Beginn und das Ende von allem Sein.

Dann begann die Wirkung allmählich schwächer zu werden. Ich lies sie sanft ausklingen und rauchte dann einen Joint mit CBD Gras und Tabak. Der Joint heizte in einer flashbackartigen Weise die
Wirkung nochmal an, sodass ich bei geschlossenen Augen noch einmal die weisse Ursonne, die Urquelle des Seins im Zentrum des Blickfeldes vernahm. Diese wurde Sekunden später wieder ergänzt
durch die typischen Farben von N,N-DMT und spiralförmigen Dreiecksmuster um diese herum, die ebenfalls von N,N-DMT bekannt sind.
Minuten später sah ich bei geschlossenen Augen noch eine Art weisse Milchstrasse aus 5-MeO-Energie die mich noch einmal an die finale Urquelle des Seins erinnerte, aus der alles Sein entspringt
und auch wieder mündet, ähnlich wie Magnetfeldlinien die an den Polen entspringen und wieder in diesen münden.

Zurück blieb noch ein angenehm ausklingender Bodyload der sich sehr energetisch und reinigend anfühlte. Nach einem Tryptamintrip ist es typisch, dass die eigene Schwingungsfrequenz erhöht ist.
Das klingt sehr esoterisch und kann nur nachvollzogen werden von jemandem der selber Tryptamine kennt, doch genau so ist es, man kann es nicht besser in Worte fassen. Es ist, als ob in der eigenen
Existenz kurz die Reset Taste gedrückt wird, was dazu führt, dass man wieder besser von dieser Urenergie durchflutet wird, mit der man eigentlich immer in Verbindung steht, doch welche oftmals
etwas in den Hintergrund treten kann, durch ungesunde Lebensumstände wie Stress oder schlechte Ernährung. Die Ernährung ist bei mir sehr gut mittlerweile, was maßgeblich durch Tryptamine induziert wurde,
doch auch so kann es vorkommen, dass diese Anbindung an die Urenergie im Laufe der Zeit immer mal wieder etwas schwächer wird. Mein Eindruck ist, dass ein Tryptamintrip die Chakren und Meridiane
über die diese Energie in den Körper strömt, förmlich durchfegt und wieder durchlässiger für diese Form der Lebensenergie macht. Mir fällt das nach jedem Tryptamintrip auf, dass ich mich insgesamt
besser fühle. So wie man nach Alkohol totkrank ist, fühlt man sich nach Tryptaminen einfach besser, auch die Tage danach noch. Ich habe dein Eindruck, dass ich dadurch mehr der werde, der ich eigentlich
bin, und meine geistigen Fähigkeiten erheblich besser werden. Das ist bei mir nach jedem Tryptamintrip so. Mich würde mal interessieren, ob das jemand anderer auch genau so bestätigen kann.

Dankbar für diese milde und dennoch so aufschlussreiche Reise, machte ich mich im Anschluss daran, diese Zeilen zu verfassen.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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SmellsLikeTeaN,NSpirit
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Re: Eine Entmanifestierung des Seins - aufschlussreiche Reise mit Yopo

Beitrag von SmellsLikeTeaN,NSpirit » 13. Feb 2020, 10:21

Hallo kleinerkiffer84 und danke für die, wie erwartet sehr ausführlich und nachvollziehbare Schilderung deiner Reise.
Ich kann dich betreffend dem sich besser fühlen, nachdem man mit Tryptaminen gearbeitet hat nur bestätigen. Auch was die Ernährung angeht, habe ich dies bereits bei mehreren Freunden miterleben dürfen. Ich selbst habe mit Alkohol vor Jahren aufgehört, lange bevor ich mit Tryptaminen in Berührung gekommen bin. Auch meine Ernährung sonst ist seit langem rein pflanzlich, frisch und wenn möglich selbstgemacht und in Bioqualität. Ich durfte aber miterleben, wie Freunde von mir, nach der wie ich sie nenne, Heilarbeit mit diesen Substanzen, aufgehört haben zu rauchen, Alkohol zu trinken, Fleisch zu essen etc. Einige Freunde haben mit diesen Verhaltensmustern nicht ganz aufgehört, aber diese stark reduziert oder geändert.
Jedenfalls fühle ich mich auch noch Tage danach richtig energetisiert.
educating the mind without educating the heart is no education at all -Aristoteles-
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