Ein Trip in die Möglichkeiten - wundervolle Reise mit 2g Cubensis

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kleinerkiffer84
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Ein Trip in die Möglichkeiten - wundervolle Reise mit 2g Cubensis

Beitrag von kleinerkiffer84 » 10. Mai 2022, 20:08

Pilztrip vom letzten Wochenende :)

Gestern hatte ich eine weitere unglaublich wertvolle Erfahrung mit Pilzen, die ich beschreiben würde als einen Trip in die Möglichkeiten. Der Trip hat mir gezeigt, wieviele möglichen Lebenswege
und Wege des Denkens und Sichtweisen es gibt und wie falsch es ist, in einer starren Sackgasse im Alltag zu verharren. Den gestrigen Trip wollte ich nämlich unter anderem dazu benutzen, die berufliche
Veränderung in der ich mich gerade befinde, aus verschiedenen psychedelischen Blickwinkeln zu beleuchten. Aber eins nach dem anderen. Nachdem ich 2g Mexikaner gegessen hatte,
setzte ich mich in Dunkelheit und Stille hin um auf die Wirkung zu warten. Bereits nach 15 Minuten spürte ich wie es los geht und sich die Wirkung immer mehr aufbaut. Zunächst begann
ein starker Bodyload wie es für Tryptamine typisch ist. Es war dieses ziehende und doch auch irgendwie dämpfende Gefühl, welches sich rasch durch den ganzen Körper ausbreitet. Der Bodyload
schien in seiner Intensität im Kopf zu kumulieren und führte zu dem Effekt, den ich "Ich-Ausdehnung" nenne und den ich schon bei vielen anderen Trips in der gleichen Weise erfahren hatte.
Bei der Ich-Ausdehnung hört das eigene Selbst nicht am Rand vom Kopf auf, sondern es war das Selbstverständlichste dass mein Ich bei geschlossenen Augen sich immer weiter in einen unendlichen
Raum hinaus ausbreitete, der zunächst noch schwarz war, doch innerhalb von den nächsten Minuten rasch mit den prächtigsten Tryptaminvisuals durchflutet wurde. Nun befand ich mich auf einem
Level, welches mich extrem an Lowlevel-DMT erinnerte. Es war wie in den ersten paar Sekunden, nachdem man an der DMT-Pfeife gezogen hat, nur das es hier auf eine halbe Stunde ausgedehnt
war und man es bewusster erleben konnte. Mein Selbst dehnte sich immer mehr aus in diesen unendlichen Raum um mich herum und der Bodyload wurde immer stärker, immer drückender und parallel
dazu setzte ein Summton ein, wie er für Tryptamine typisch ist. Nun folgte eine absolut göttliche und spirituelle Vision, die mich ebenfalls 1:1 an DMT erinnerte, nur das sie schwächer war
und zeitlich in die Länge gezogen war. Ich spürte die Präsenz einer männlichen Gottheit, die sich extrem ähnlich anfühlte, wie männliche Gottheiten auf DMT. Ich konnte diese Entität nicht
visuell sehen, jedoch ihre Präsenz unmissverständlich spüren. Parallel dazu zeigten sich vor mir im endlosen schwarzen Raum Visuals, die, wie mir in dem Moment eingefallen ist, genau
so aussahen, wie die Visuals auf DMT, wenn man genau die Präsenz dieser Gottheit spürt. Es war eine perfekt geometrische Kreisförmige Formation zu sehen, die aus unzähligen Dreiecken
bestand und in den ganz typischen DMT-Farben strahlte. Diese Formation baute sich aus dem Nichts, also praktisch ab 0 Grad ausgehend auf, bis sie 360 Grad erreicht hatte und strahlte
dabei eine unglaubliche Göttlichkeit aus. Dann sagte aus dem Nichts in einer inneren Stimme diese Entität zu mir: "Jetzt zeige ich dir, wie man Depressionen weg macht!"
Im nächsten Moment sah ich mich selber von aussen auf meinem Tripstuhl sitzen, eine unsichtbare Kraft öffnete meinen Kopf wie einen Deckel, nahm ein schwarzes Gehirn raus und machte wieder zu.

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Wenige Minuten später setzte der Trip in voller Intensität ein und ich war rasch am Höhepunkt. Die Grenzen von meinem Selbst wurden immer schwammiger. Es existierte keine klare Abgrenzung
mehr zwischen mir selber und der Umwelt. Bei offenen Augen fühlte ich mich in gewisser Weise mit dem Raum verbunden, alles war Eins. Als ich mich im Raum umsah in dem ich trippte, sah ich
wie sich alles bewegte. Alles morphte vor sich hin, wie durch ein Aquarium hindurch. Wenn ich einen Punkt länger fixiert hatte, begann dieser zu zerstrahlen und zu rotieren in die wunderbarsten
Tryptaminvisuals. Das waren perfekte tracerartige geometrische Formen, wie es schöner nicht mehr sein könnte. Ich fühlte mich immer wohliger und wärmer und musste ohne besonderen Grund enorm
anfangen zu lachen. Ich musste darüber lachen, wie abgefahren diese Situation ist, dass hier ein Mensch in der Dunkelheit auf einem Stuhl sitzt, Visuals betrachtet und darüber lachen muss,
woraufhin ich noch stärker lachen musste. Dann musste ich aufs Klo rüber gehen pissen. Ich hatte riesige Pupillen und das Körpergefühl war extrem verändert. Die Fliesen am Klo morphten wie
wild herum und ich musste mich zum pissen schon hin setzten, weil ich im stehen Mühe hatte diese morphende Kloschüssel noch zu treffen, woraufhin ich wieder wie ein Irrer lachen musste.
Nachdem ich wieder in dem Raum angekommen war in dem ich trippte, setzte ich mich wieder hin, hatte dann das Bedürfnis Psytrance anzumachen, was ich dann den ganzen Trip über laufen lies
und schloss die Augen. Nun folgte die eigentliche Hauptvision vom Trip. Die Visuals bei geschlossenen Augen wurden immer extremer. Ich sah schlangenartige Muster die sich rasch durch
diese typischen Tryptamin-Geometrien hindurch bewegten und ihrerseits auch wieder aus perfekten Mustern bestanden. Nun wurde mir eine Sache extrem klar, die ich mir sofort notieren musste
und nicht vergessen wollte. Diese schlangenartigen Muster repräsentieren die möglichen Lebenswege und auch die möglichen Gedanken die man haben kann. So wie es praktisch unendlich viele Wege
durch diese unglaublichen Visuals hindurch gibt, so gibt es auch unendlich viele Lebenswege die ich einschlagen könnte. Ich muss nicht auf einem Weg verharren, der auf Glaubenssätzen basiert,
die ich mal vor 20 Jahren hatte. Warum wähle ich nicht einen völlig anderen Weg als bisher? Alles ist möglich, jeder Weg führt zu einem Ziel, das für sich genommen richtig ist, mir stehen
Tür und Tor offen, ich kann machen was ich will. Das klingt absolut banal, aber auf Pilze war das die ultimative Erkenntnis. Das ist so einfach aber so wahr. Oft sind die einfachsten Erkenntnisse
die wahrsten. Diese stark variablen Visuals zeigten mir einfach auf, dass ich jeden beliebigen beruflichen Weg einschlagen könnte. Ich muss auf überhaupt keiner festgelegten Bahn
verharren. Durch diese Erkenntnis fühlte ich mich plötzlich unglaublich gestärkt. Ich hatte das Gefühl, ich werde mit jedem Pilztrip mehr und mehr zu der Person die ich eigentlich wirklich
bin, frei von Mustern und Prägungen aus dem Alltag. Genau die gleiche Erkenntnis machte ich dann auf den Bezug von Gedankengängen. Mir wurde plötzlich absolut klar, dass ich im Alltag
dazu neige, in einer gedanklichen Sackgasse fest zu hängen. Irgend ein sorgenbehaftetes Zukunftsthema und irgend ein Szenario was ich mir darauf basierend ausmale, wird zu dem Standardmodus
sozusagen, was mein Gehirn dann Tag ein Tag aus denkt. Ich erkannte, dass dies ein absoluter Fehler ist. Ich kann mir aussuchen was ich denke. Anstatt auf dieser einen Bahn der Gedanken
zu verharren, könnte ich hier auch in unzähligen weiteren Wegen denken. Ich könnte mir anstelle eines sorgenbehafteten Zukunftsszenarios einfach auch andere Gedanken machen, die wiederum
andere Emotionen auslösen, die wiederum die Stimmung verbessern. Das klingt absolut banal, aber in diesem Moment war das die ultimative Wahrheit und im Grunde stimmt es auch. Es ist einfach
ein riesen Unterschied, ob man so etwas nur im Alltag dahersagt, oder ob man das durch Pilze in der Weise gezeigt bekommt, wie es bei mir am Trip der Fall war. Diese unzähligen Bahnen
in den Visuals zeigten mir einfach, dass es genau so unzählige Gedankengänge und Gedankenwege gibt, die ich denken könnte. Das war phantastisch. Pilze haben offenbar die Eigenschaft, verschiedene
Gehirnregionen auf eine neue Weise zu verknüpfen und unter ihnen dann Informationen anders auszutauschen. Dies führt dazu, dass die Sichtweise auf viele Dinge des Alltags eine völlig andere wird.
Es ist, als würde man die Welt mit anderen Augen sehen. Auf Pilzen ist alles einfach, es ist immer ein Licht am Ende des Tunnels. Insgesamt zeigen Pilze auch, dass man sich nicht selber zu ernst nehmen
sollte.

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Ich war absolut dankbar für diese geniale Vision und genoss nun einfach die Visuals die zur Musik morphten. Ich fühlte mich wie auf einem Psytrance Festival. Es war ein unglaublicher
Genuss Psytrance zu hören und dazu die wunderbarsten Visuals zu geniessen, die unendlich viele Wege und Varianten aufzeigten. Der Trip war sowas von schön, dass ich zwischendurch schon
öfters dachte, dass gibts doch gar nicht mehr, wie kann denn bitte etwas so herrlich sein? Ich schaute alle 10 Minuten auf die Uhr um mich daran zu erfreuen, dass wieder erst 10 Minuten
vergangen waren, die sich wie eine halbe Stunde anfühlten und ich auf diese Weise gefühlt noch viel länger in diesem Trip bleiben darf. Ich kostete diesen Moment voll aus bis nach insgesamt
5 Stunden die Effekte so weit abgeklungen waren, dass ich in tiefster Dankbarkeit über das Erlebte dann schlafen ging.

Heute spüre ich eine ausgeprägte antidepressive Wirkung. Ich bin sehr energetisch und neige gar nicht dazu, ins Grübeln zu kommen. Egal worüber ich nachdenke, es mündet nicht in einer schwarzen Sackgasse,
sondern es zeigt sich stets ein Licht am Ende des Tunnels. Allgemein habe ich das Gefühl, dass man sich selber und sein Leben bei Weitem nicht so ernst nehmen soll. Auch körperlich spüre ich einen richtigen
Schub an Energie. Vorhin beim Training war ich absolut 100% bei der Sache. Zwar hatte ich nicht messbar mehr Kraft bei den Übungen, aber ich hatte dennoch den Eindruck die Pilznachwirkung bringt auch
hier etwas. Man ist fokussierter, macht die Ausführung noch viel bewusster und hat auch hier den Eindruck, dass Gehirnareale nun auf einer anderen Weise zusammenarbeiten, die deutlich effizienter ist,
so als ob "ein paar Kabel umgesteckt" worden wären im Kopf. Ich habe das Gefühl, heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens. Das klingt banal, aber in diesem anderen Wahrnehmungszustand eröffnen sich
darin wirklich tiefe Wahrheiten. Was mir auch auffällt ist, dass ich heute schon mehrmals, wegen etwas absolut banalen eine gewisse Freude hatte. Zum Beispiel weil die Sonne schien oder die Wiese besonders
grün erschien. Das klingt wirklich banal und fast lächerlich, aber Pilze bringen für eine gewisse Zeit diese kindliche Lebensfreude nochmal etwas zurück, in der einfach Kleinigkeiten eine Sensation sind.
Im Laufe des erwachsen werdens verschwindet dann die Lebensfreude gänzlich und der Ernst des Lebens beginnt, wie man sagt. Doch am Tag nach einem Pilztrip muss man hier echt einiges revidieren.
Ich muss hier immer wieder feststellen, dass das Leben ansich nicht sonderlich wichtig zu nehmen ist, sondern das man es einfach mit geringstem Aufwand so harmonisch wie möglich verbringen sollte, mehr
kann man mit dem Wissenstand den die Menschheit über das Sein aktuell auf rationaler Ebene hat, mit dem Leben nicht anfangen. So etwa würde ich die Kernbotschaft der Reise zusammenfassen.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Psychelution
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Re: Ein Trip in die Möglichkeiten - wundervolle Reise mit 2g Cubensis

Beitrag von Psychelution » 10. Mai 2022, 20:27

Wow das hört sich ja nach einem grandiosen Trip an! :good:
Es freut mich sehr für dich, dass du eine berufliche Veränderung einschlägst, da ich, glaub ich, aus ein paar deiner Posts entnommen habe, dass du mit deinem Beruf etwas unglücklich bist und dir dieses "System" auf den Sack geht.
Ich wünsche dir viel Glück weiterhin! :D
Das Geheimnis des Lebens ist kein Problem, das gelöst werden kann, sondern eine Realität, die erfahren werden muss.

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