Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

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Psychelution
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Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von Psychelution » 21. Jun 2021, 17:43

Am Wochenende war es an der Zeit für einen Abflug mit San Pedro! :peace:

Ich habe um 16 Uhr den San Pedro eingenommen und habe mir davor schon Gedanken gemacht, nach der Einnahme raus zu gehen, um den Trip in der Natur zu genießen.
Zum Glück habe ich mich dann doch für das Setting zu hause entschieden, da der San Pedro um einiges potenter war als gedacht. :lol:
Nach der Einnahme legte ich mich auf die Couch und mir wurde relativ zügig übel - die Übelkeit war nicht auf einem Level auf dem sie unerträglich gewesen wäre, jedoch musste ich mich ziemlich konzentrieren, damit ich mich nicht übergebe und somit die ganzen Wirkstoffe wieder verliere.
Nach ca. 45 min fingen auf einmal die Farben des Ölgemäldes, das über mir hing, an zu verlaufen und die Blumenmuster, die auf einer Decke waren, begannen sich zu bewegen und immer weiter zu wachsen.
Ich beobachtete gespannt das Eintreten dieser ersten Effekte und lag noch ungefähr 60 weitere Minuten auf der Couch bis die Übelkeit auf einmal rapide abnahm.
Nun erkundete ich ein wenig die Wohnung: Alles war am morphen und als ich in den Spiegel guckte hatte ich riesen große Pupillen und mein Gesicht zerfloss förmlich!
Kurz danach stellte sich eine Art "Sauberkeitstick" bei mir ein. Die Wohnung kam mir auf einmal total unaufgeräumt vor und ich begann für einige Minuten da Nötigste sauber zu machen. (in Wirklichkeit war es übrigens sauber, ich sah nur durch die Optics teilweise überall kleine schwarze Punkte auf dem Boden)
Bald wurde die Wirkung aber so stark, dass ich dazu nicht mehr in der Lage war und ich legte mich in mein Bett, das Fenster hatte ich zuvor abgedunkelt, machte psychedelische Musik an und schloss die Augen.

Jetzt möchte ich auf den Peak eingehen, ich werde das aber nicht chronologisch machen, da ich die ganze Erfahrung als recht unstrukturiert wahrgenommen habe und die Erkenntnisse nicht wirklich aufeinander aufgebaut haben, sondern eher in einzelnen Gedankenflashes kamen.

Zu aller erst möchte ich auf die Akustik eingehen. Ich habe noch nie ein so akustisches Psychedelikum eingenommen, wie Meskalin!
Während des Peaks hatte ich durchgehend einen sehr lauten Summton auf den Ohren, der dem von DMT nicht unähnlich ist, dazu kamen aus allen Ecken meines Zimmers Alienstimmen, die sich ziemlich genauso angehört haben, wie wenn Terence McKenna die Stimmen der Maschinenelfen imitiert.
Außerdem gab es, ich nenne es mal, "Blitzeinschläge". Für ca. 3 Stunden schlugen ungefähr im 10-Minuten-Takt Blitze oder Energieladungen in mein Gehirn ein!
Mein ganzer Körper verkrampfte dann immer und wurde regelrecht durchgeschockt! Ein solcher Einschlag dauerte wohl immer nur so ungefähr 1 sec an, aber jedes mal schleuderte diese Energieladung mein Bewusstsein aus meinen Körper und ich befand mich auf einmal in einer ganz anderen Welt, die ich jedoch nicht wirklich erfassen konnte, da ich dort ja immer nur für ca. 1 sec war.
Ist es wohl möglich mit einer höheren Dosierung ganz aus meinem Körper katapultiert zu werden und für einen längeren Zeitraum in diese andere Welt durchzubrechen, eine Art Meskalin-Breakthrough??
In der Zeit während dieser Blitzeinschläge sah ich viele äußerst unangenehme Bilder, die allesamt auf eine Perinatale-Grund-Matrix 2 (Begriff wurde von Stanislav Grof geprägt; mehr Infos darüber in Büchern wie: Der Weg des Psychonauten, Die Welt der Psyche, LSD-Psychotherapie) hinweisen.
Ich sah riesige Kiefer mit säbelzahntiegerartigen Reißzähnen, die mich verschlingen wollten und große glitschige blutunterlaufene Augen, die ebenfalls an ein grausames Raubtier erinnerten.
Genau von diesen Raubtieren berichtet Stanislav Grof in der PGM 2-Erfahrung - sie symbolisieren den inneren Muttermund, der einen verschlingt und somit aus dem Mutterleib in den Geburtskanal transportiert.

Bild

Ich bin mit dieser Deutung noch vorsichtig, jedoch würde das alles sehr gut passen, da ich bereits eine PGM 1-Erfahrung mit LSD hatte und diese Erfahrung als PGM 2 perfekt daran anschließen würde.
Des Weiteren würde dies auch die "Blitzeinschläge" in meinem Schädel erklären.
Sie waren der stechende Schmerz, der durch den immensen Druck, der durch das Durchquetschen des Kopfes, des Kindes, durch den engen Muttermund zustandekam. - viele berichten dabei auch von einem Verkrampfen bzw. Zucken der Gliedmaßen, die ich als Stromschläge wahrgenommen habe.
Wenn ich irgendwann mal eine PGM 3-Erfahrung machen sollte, müsste ich vermutlich ganz durch diesen Schmerz gehen und es würde nicht nur bei Schmerzen, die für 1 sec anhalten bleiben, dafür könnte ich dann mein Geburtstrauma vollständig heilen. Ich mutmaße, dass sich durch diese Schmerzen schonmal eine PGM 3 angekündigt haben könnte.

Als diese vermutlich perinatale Erfahrung ein Ende nahm wurden mir einige Infos vom San Pedro-Pflanzengeist direkt in mein Gehirn gedownloadet.
  • Alles ist aus dem selben Urstoff gemacht
  • Der Kaktus ist ein kosmischer Penis und das Meskalin ist sein Ejakulat :lol: (ich gebe hier nur wieder was mir gesagt wurde :whistle: )
  • Materie ist eine Illusion - Materie entsteht erst im Bewusstsein, Alles ist Bewusstsein
So die Beschreibung des Peaks wurde jetzt wohl doch ziemlich chronologisch :lol:
Verzeiht mir, aber ich verstehe meine eigenen Trips oftmals erst während ich das ganze niederschreibe!

Als der Peak zu Ende war (die Wirkung war trotzdem noch sehr stark) setzte ich mich wieder auf die Couch, blickte hin und wieder für einige Zeit aus dem Fenster und ließ den Abend und die Wirkung ausklingen.
Das Herunterkommen auf Meskalin ist wirklich, zumindest bei mir etwas sehr eigenes! - das kenne ich so wirklich von keinem anderen Psychedelikum
Denn ich wurde regelrecht richtig stoned! Nicht genauso wie bei Cannabis, aber es gab da durchaus Parallelen.
Es motphte zwar noch alles hin und her, aber meine Gedanken waren recht assoziativ, wie von Cannabis, ich fühlte mich ziemlich sediert und auch ein wenig verpeilt.
Dieser Teil des Trips war sehr angenehm und ich rauchte noch einen CBD-Joint mit etwas Mapacho und machte mir etwas zu Essen.
Als ich irgendwann wieder einigermaßen nüchtern war ( erst 14 Stunden nach Einnahme !!!) ging ich zu Bett und konnte überhaupt nicht einschlafen obwohl ich ein Mensch bin, der einen ausgesprochen guten Schlaf hat und sogar bei 300μg LSD spätestens 10 Stunden nach Einahme ohne Probleme binnen weniger Minuten einpennt.
Die stimulierende Komponente von Phenethylaminen hat sich hier also eindeutig gezeigt.

Am nächsten Tag brauchte ich erstmal viel Ruhe und war, vermutlich auch wegen des fehlenden Schlafes, ziemlich müde.
Das Geheimnis des Lebens ist kein Problem, das gelöst werden kann, sondern eine Realität, die erfahren werden muss.

Alan Watts
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kleinerkiffer84
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von kleinerkiffer84 » 21. Jun 2021, 19:11

Hammer Bericht! Hat Spaß gemacht den zu lesen.
Vielen Dank fürs Teilen :smiley32:
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Bender
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von Bender » 16. Jul 2021, 19:37

Ja, hat Spaß gemacht zu lesen. Könnte man die Blitzeinschläge auch mit einem lauten Knacken im Kopf in Verbindung bringen? Als lösten sich die Blockaden im Kopf und das Bewusstsein erweitert sich aus seinen Fesseln?

Ich glaube nicht dass Materie eine Illusion ist. Mit der Materie (Körper als Biochemische Maschine) können wir mit Hilfe unseres Bewusstseins unser Unbewusstes Ich wahrnehmen, welches als Wechselwirkung mit der Seele (vom Ego gefangenes Teil des Ganzen) interagiert :irre:

Meiner Meinung gibt es beides und durch das Zusammenspiel Körper / Bewusstsein / Seele ergeben wir uns :irre:

Meinung:
Wenn man Bildlich gesehen eine Batterie(Ladung) als Seele betrachtet und die Ladung als Teil eines Feldes (= Allbewusstsein / Gott) abgetrennt durch unsere Egostrukturen, hat jeder immer eine eigene individuelle Seele beeinflusst durch Wechselwirkung des Unbewussten mit dem Feld an sich, welches alle Informationen enthält :irre: :irre:
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Psychelution
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von Psychelution » 18. Jul 2021, 20:40

Sehr interessante Denkanstöße! Danke dafür, so etwas hilft mir immer beim integrieren.
Mit „Materie ist eine Illusion“ meinte ich, dass Materie erst im Bewusstsein entsteht und niemals ohne Bewusstsein auskommt. Ob Bewusstsein hingegen ohne Materie existieren kann, weiß ich nicht… wobei beides letztlich sowieso das gleiche ist, zumindest habe ich das so erfahren. Die Trennung von Bewusstsein und Materie erschafft denke ich bloß der Verstand und das ist im Alltag natürlich sehr nützlich!
Das Geheimnis des Lebens ist kein Problem, das gelöst werden kann, sondern eine Realität, die erfahren werden muss.

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Bender
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von Bender » 18. Jun 2022, 20:09

Aso, die subjektive Wahrnehmung der Materie, unabhängig von der Objektivität an sich. Schrödingers Katze lässt grüßen
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von glaspilz » 19. Jun 2022, 04:40

Vielleicht wäre es auch gut zu wissen, in welcher Form der San Pedro zu sich genommen wird? Gibt es hier einen so erfahrenen User, der Wachuma Pulver oder gar die verträglichere Paste von wilden Kakteen aus Südamerika mit dem Konsum von Kakteen aus heimischer Zucht vergleichen kann?
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chronic
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von chronic » 19. Jun 2022, 12:05

Mit Tricho Pulver habe ich Erfahrung. Das ist jedoch losgelöst von einer allgemein gültigen Aussage zur Potenz, da diese je nach Phäno schwankt. Ich denke bei Landrassen Genetik wird das ähnlich sein. Außerdem kommt es auf die ebenfalls in den verschiedenen Phänos vorkommenden begleit Alkaloide an wie ein Exemplar wirkt.
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von glaspilz » 20. Jun 2022, 01:21

chronic hat geschrieben:
19. Jun 2022, 12:05
Mit Tricho Pulver habe ich Erfahrung. Das ist jedoch losgelöst von einer allgemein gültigen Aussage zur Potenz, da diese je nach Phäno schwankt. Ich denke bei Landrassen Genetik wird das ähnlich sein. Außerdem kommt es auf die ebenfalls in den verschiedenen Phänos vorkommenden begleit Alkaloide an wie ein Exemplar wirkt.
Mir ist die Paste viel lieber, das Pulver ist natürlich gleich stark. Ich bekomme jedoch diese Mengen nicht runter und Kapsel mag ich nicht gern.

Wurde untersucht wie sich der Meskalin Gehalt mit dem Alter entwickelt? Bei den Pasten und dem Pulver weiss ich gewiss, dass diese aus vielen alten und wilden Kakteen hergestellt wird und daher doch einen gewissen Durschnittswert besitzen.

Desweiteren frage ich mich aber, inwiefern der Meskalingehalt sich bei wilden und gezüchtet Exemplare unterscheidet und desweiteren sich mit der folgenden Zucht entwickelt. Haben wir Daten? Bei der Bufo Alvarius stosst die Zucht dahingehend ja irgendwann an ihre Grenzen und auch bei den gezüchteten Pilze erfahre ich nicht jenes Vollsektrum wie bei wilden Exemplaren. Vorausschauend würde ich aber bei der Kakteenzucht eine nahezu abgleichende Wirkung zu wilden Exemplaren prognostizieren und vermutlich daher versuche ich mich nun als Anfänger in der Kakteen Zucht. Er scheint ja auch in Europa vom Status eine überaus legale Heiligsprechung zu geniessen.
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von chronic » 21. Jun 2022, 16:14

glaspilz hat geschrieben:
20. Jun 2022, 01:21
chronic hat geschrieben:
19. Jun 2022, 12:05
Mit Tricho Pulver habe ich Erfahrung. Das ist jedoch losgelöst von einer allgemein gültigen Aussage zur Potenz, da diese je nach Phäno schwankt. Ich denke bei Landrassen Genetik wird das ähnlich sein. Außerdem kommt es auf die ebenfalls in den verschiedenen Phänos vorkommenden begleit Alkaloide an wie ein Exemplar wirkt.
Mir ist die Paste viel lieber, das Pulver ist natürlich gleich stark. Ich bekomme jedoch diese Mengen nicht runter und Kapsel mag ich nicht gern.

Wurde untersucht wie sich der Meskalin Gehalt mit dem Alter entwickelt? Bei den Pasten und dem Pulver weiss ich gewiss, dass diese aus vielen alten und wilden Kakteen hergestellt wird und daher doch einen gewissen Durschnittswert besitzen.

Desweiteren frage ich mich aber, inwiefern der Meskalingehalt sich bei wilden und gezüchtet Exemplare unterscheidet und desweiteren sich mit der folgenden Zucht entwickelt. Haben wir Daten? Bei der Bufo Alvarius stosst die Zucht dahingehend ja irgendwann an ihre Grenzen und auch bei den gezüchteten Pilze erfahre ich nicht jenes Vollsektrum wie bei wilden Exemplaren. Vorausschauend würde ich aber bei der Kakteenzucht eine nahezu abgleichende Wirkung zu wilden Exemplaren prognostizieren und vermutlich daher versuche ich mich nun als Anfänger in der Kakteen Zucht. Er scheint ja auch in Europa vom Status eine überaus legale Heiligsprechung zu genießen.
Bei gezüchteten Pilzen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Tropische Paneolen haben ja von Haus aus schon hohe Psilocin Gehalte ohne das sich an der Potenz was getan hat. Cubensis ist wohl der Pilz der mittlerweile am meisten züchterisch bearbeitet wurde. Viele der neuen Stämme haben nicht mehr viel mit dem bekannten Aussehen noch mit der alt bekannten Potenz gemeinsam. Von ihrem Alkaloid Level stehen sie Azur in nichts nach und sind wohl im Einzelfall stärker als dieser. Nun ist Potenz nicht alles und es ist zu Wünschen das nicht wie bei Hanf die gleichen Fehler begangen wurden.

Pulver Quillt gerne, weshalb das viele nicht mögen. Kapseln finde ich den besten Weg um Irritationen beim runter bringen zu vermeiden.

Zum Alkaloid Gehalt gibt es mittlerweile einige seriöse Studien.
Die Geschichte das Peruvianus stärker als Pachanoi wirkt ist vom Tisch. Das haben sowohl wissenschaftliche Studien als auch psychonautische Versuche gezeigt. Die bis jetzt mit dem höchsten Gehalt an Meskalin getesteten Kakteen sind beides Pachanoi aus Wildsammlungen, also Landrassen Genetik, bei denen Werte von 4,7% beim Ogunbodede und 4,0% beim Kr04 ermittelt wurden. Ogunbodede ist schon in Europa angekommen. Kr04 ist kurz davor weiter verbreitet zu werden.

4 bis 6 Jahre alte Teilstücke haben die höchste Konzentration an Alkaloiden. Danach sinkt die Potenz auf Grund von zunehmender Verholzung wieder ab.

Die Alkaloide schwanken im lebenden Kaktus je nach Phäno, der Jahreszeit, dem Zeitpunkt der Ernte und dem Teil das verwendet wird.
Im jahreszeitlichen Verlauf ist die Ruhephase im Winter die Zeit mit dem höchsten Gehalt an Alkaloiden. Die Pflanze hört auf zu wachsen und aktiviert ihr natürliches Abwehrsystem gegen Schädlinge. Dieser Prozess lässt sich dadurch aktivieren indem man nach der Ernte die Teilstücke einige Wochen bis Monate liegen lässt. Gelagerte und getrocknete Kakteen haben einen höheren Alkaloid Gehalt als frisches Material.

Was die Forschung zu potenten Nebenalkaloiden angeht gibt es noch keine Untersuchungen zu den einzelnen Arten und Phänos. Kakteen z.B. mit einem hohen Lophophin (Natürliches Homolog von MMDA) Level machen die Wirkung „glatter“.


Ich denke nicht das Landrassen Genetik per se potenter ist als die der Kultivare. Dadurch das bei der sexuellen Vermehrung von Trichos zwingend zwei unterschiedliche Exemplare nötig sind ergeben sich morphologisch als auch chemisch zig verschiedene Kombinationen die es schwer machen tiefer gehende allgemein gültige Aussagen zu treffen.
Jerry Toth ein in Equador lebender nordamerikanischer Kakao Bauer, Umweltaktivist und Trichocereus Liebhaber, der sich hauptsächlich mit Wildexemplaren beschäftigt, empfiehlt bei jeder neu gemachter Charge sich langsam an die tatsächlich benötigte Dosis ran zu tasten. Das sagt uns schon, dass die Aussage zu einem allgemeinen Alkaloid Gehalt schwierig ist.

Laurel Sugden die maßgebliche Forscherin der Huachuma Phytochemical Study Group hat in den letzten zwei Jahren mit Forschern der University of British Columbia und des Albany College of Pharmacy and Health Sciences zusammengearbeitet, um die umfangreichste phytochemische Studie durchzuführen, die jemals an San Pedro-Kakteen durchgeführt wurde. Diese Zusammenarbeit entsprang dem Wunsch, die Vielfalt der Pflanzen so zu erforschen, dass ihre Erhaltung gefördert wird. San Pedro ist nämlich in Peru auf Grund übermäßiger Nutzung durch den „Schamanen“ Tourismus und negativer Umwelteinflüsse zur gefährdeten Art geworden. Viele Pflanzen mit besonderen Eigenschaften gingen schon verloren und damit ein gutes Stück peruvianischer Kulturgeschichte, sowie einem wichtigen Mitglied ökologischer Gemeinschaften in den Anden. Das bekannteste Beispiel ist der El Lanzon aus der Ruinen Anlage von Chavin. Klone der Pflanze sind als MT 05 in Umlauf.
El Lanzon.jpg
Einst.
El Lanzon 1.jpg
Und jetzt.

Das besondere an der Arbeit von Laurel Sugden ist die Art und Weise wie an die Sache heran geht. Vor Ort arbeitet sie mit dem Huachuma Collective zusammen, einer peruvianischen Organisation die sich für den Erhalt der einheimischen Kakteen stark macht. Neben den phytochemischen Studien begleitet sie bei ihren Untersuchungen Josip Orlovac Del Río, der jeden einzelnen gefundenen und wissenschaftlich untersuchten Trichocereus an sich selbst testet um etwaige Unterschiede oder Besonderheiten heraus zu finden die wissenschaftliches Arbeiten nicht erfasst. Die vorläufigen Ergebnisse dieser Arbeit wurden vor wenigen Wochen auf dem von Dennis McKenna veranstalteten Symposium ESPD55 von Laurel Sugden und Josip Orlovac Del Río vorgestellt.
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Re: Meskalin-Erfahrung / Der kosmische Kaktus

Beitrag von glaspilz » 25. Jun 2022, 04:50

chronic hat geschrieben:
21. Jun 2022, 16:14
glaspilz hat geschrieben:
20. Jun 2022, 01:21
chronic hat geschrieben:
19. Jun 2022, 12:05
Mit Tricho Pulver habe ich Erfahrung. Das ist jedoch losgelöst von einer allgemein gültigen Aussage zur Potenz, da diese je nach Phäno schwankt. Ich denke bei Landrassen Genetik wird das ähnlich sein. Außerdem kommt es auf die ebenfalls in den verschiedenen Phänos vorkommenden begleit Alkaloide an wie ein Exemplar wirkt.
Mir ist die Paste viel lieber, das Pulver ist natürlich gleich stark. Ich bekomme jedoch diese Mengen nicht runter und Kapsel mag ich nicht gern.

Wurde untersucht wie sich der Meskalin Gehalt mit dem Alter entwickelt? Bei den Pasten und dem Pulver weiss ich gewiss, dass diese aus vielen alten und wilden Kakteen hergestellt wird und daher doch einen gewissen Durschnittswert besitzen.

Desweiteren frage ich mich aber, inwiefern der Meskalingehalt sich bei wilden und gezüchtet Exemplare unterscheidet und desweiteren sich mit der folgenden Zucht entwickelt. Haben wir Daten? Bei der Bufo Alvarius stosst die Zucht dahingehend ja irgendwann an ihre Grenzen und auch bei den gezüchteten Pilze erfahre ich nicht jenes Vollsektrum wie bei wilden Exemplaren. Vorausschauend würde ich aber bei der Kakteenzucht eine nahezu abgleichende Wirkung zu wilden Exemplaren prognostizieren und vermutlich daher versuche ich mich nun als Anfänger in der Kakteen Zucht. Er scheint ja auch in Europa vom Status eine überaus legale Heiligsprechung zu genießen.
Bei gezüchteten Pilzen hat sich in den letzten Jahren viel getan. Tropische Paneolen haben ja von Haus aus schon hohe Psilocin Gehalte ohne das sich an der Potenz was getan hat. Cubensis ist wohl der Pilz der mittlerweile am meisten züchterisch bearbeitet wurde. Viele der neuen Stämme haben nicht mehr viel mit dem bekannten Aussehen noch mit der alt bekannten Potenz gemeinsam. Von ihrem Alkaloid Level stehen sie Azur in nichts nach und sind wohl im Einzelfall stärker als dieser. Nun ist Potenz nicht alles und es ist zu Wünschen das nicht wie bei Hanf die gleichen Fehler begangen wurden.

Pulver Quillt gerne, weshalb das viele nicht mögen. Kapseln finde ich den besten Weg um Irritationen beim runter bringen zu vermeiden.

Zum Alkaloid Gehalt gibt es mittlerweile einige seriöse Studien.
Die Geschichte das Peruvianus stärker als Pachanoi wirkt ist vom Tisch. Das haben sowohl wissenschaftliche Studien als auch psychonautische Versuche gezeigt. Die bis jetzt mit dem höchsten Gehalt an Meskalin getesteten Kakteen sind beides Pachanoi aus Wildsammlungen, also Landrassen Genetik, bei denen Werte von 4,7% beim Ogunbodede und 4,0% beim Kr04 ermittelt wurden. Ogunbodede ist schon in Europa angekommen. Kr04 ist kurz davor weiter verbreitet zu werden.

4 bis 6 Jahre alte Teilstücke haben die höchste Konzentration an Alkaloiden. Danach sinkt die Potenz auf Grund von zunehmender Verholzung wieder ab.

Die Alkaloide schwanken im lebenden Kaktus je nach Phäno, der Jahreszeit, dem Zeitpunkt der Ernte und dem Teil das verwendet wird.
Im jahreszeitlichen Verlauf ist die Ruhephase im Winter die Zeit mit dem höchsten Gehalt an Alkaloiden. Die Pflanze hört auf zu wachsen und aktiviert ihr natürliches Abwehrsystem gegen Schädlinge. Dieser Prozess lässt sich dadurch aktivieren indem man nach der Ernte die Teilstücke einige Wochen bis Monate liegen lässt. Gelagerte und getrocknete Kakteen haben einen höheren Alkaloid Gehalt als frisches Material.

Was die Forschung zu potenten Nebenalkaloiden angeht gibt es noch keine Untersuchungen zu den einzelnen Arten und Phänos. Kakteen z.B. mit einem hohen Lophophin (Natürliches Homolog von MMDA) Level machen die Wirkung „glatter“.


Ich denke nicht das Landrassen Genetik per se potenter ist als die der Kultivare. Dadurch das bei der sexuellen Vermehrung von Trichos zwingend zwei unterschiedliche Exemplare nötig sind ergeben sich morphologisch als auch chemisch zig verschiedene Kombinationen die es schwer machen tiefer gehende allgemein gültige Aussagen zu treffen.
Jerry Toth ein in Equador lebender nordamerikanischer Kakao Bauer, Umweltaktivist und Trichocereus Liebhaber, der sich hauptsächlich mit Wildexemplaren beschäftigt, empfiehlt bei jeder neu gemachter Charge sich langsam an die tatsächlich benötigte Dosis ran zu tasten. Das sagt uns schon, dass die Aussage zu einem allgemeinen Alkaloid Gehalt schwierig ist.

Laurel Sugden die maßgebliche Forscherin der Huachuma Phytochemical Study Group hat in den letzten zwei Jahren mit Forschern der University of British Columbia und des Albany College of Pharmacy and Health Sciences zusammengearbeitet, um die umfangreichste phytochemische Studie durchzuführen, die jemals an San Pedro-Kakteen durchgeführt wurde. Diese Zusammenarbeit entsprang dem Wunsch, die Vielfalt der Pflanzen so zu erforschen, dass ihre Erhaltung gefördert wird. San Pedro ist nämlich in Peru auf Grund übermäßiger Nutzung durch den „Schamanen“ Tourismus und negativer Umwelteinflüsse zur gefährdeten Art geworden. Viele Pflanzen mit besonderen Eigenschaften gingen schon verloren und damit ein gutes Stück peruvianischer Kulturgeschichte, sowie einem wichtigen Mitglied ökologischer Gemeinschaften in den Anden. Das bekannteste Beispiel ist der El Lanzon aus der Ruinen Anlage von Chavin. Klone der Pflanze sind als MT 05 in Umlauf.

El Lanzon.jpg
Einst.

El Lanzon 1.jpg
Und jetzt.

Das besondere an der Arbeit von Laurel Sugden ist die Art und Weise wie an die Sache heran geht. Vor Ort arbeitet sie mit dem Huachuma Collective zusammen, einer peruvianischen Organisation die sich für den Erhalt der einheimischen Kakteen stark macht. Neben den phytochemischen Studien begleitet sie bei ihren Untersuchungen Josip Orlovac Del Río, der jeden einzelnen gefundenen und wissenschaftlich untersuchten Trichocereus an sich selbst testet um etwaige Unterschiede oder Besonderheiten heraus zu finden die wissenschaftliches Arbeiten nicht erfasst. Die vorläufigen Ergebnisse dieser Arbeit wurden vor wenigen Wochen auf dem von Dennis McKenna veranstalteten Symposium ESPD55 von Laurel Sugden und Josip Orlovac Del Río vorgestellt.
Wow, danke. Das sind viele und, im Gegensatz zu meinen Beiträgen, abgesicherte Informationen. Ich kann da nun gut selber forschen und schauen wie ich den Kaktus verstehen könnte. Das der Kaktus in Peru bedroht ist, wusste ich nicht und bin dir für diese Information dankbar. Mir wurde gesagt, dass vom San Pedro genug nachgezüchtet wird und der fehlende Ausgleich eher beim Peyote der Fall ist.
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