MDMA ausserhalb des "Partyrahmens"

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Herr von Böde
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MDMA ausserhalb des "Partyrahmens"

Beitragvon Herr von Böde » 3. Jan 2019, 01:22

Ich hatte mich nach Weihnachten um MDMA für Silvester gekümmert, die Pillen sollten 240 mg MDMA enthalten.
Da ich das schlecht testen konnte und für Silvester eine optimale Dosis haben wollte brach ich am Tag davor eine der Pillen entzwei und entschloss zur Probe das MDMA mal in einem ganz anderen Kontext zu gebrauchen.

Ich wollte zunächst einem sachlichem Gespräch folgen, es wurden dann zwei:





Die fast 50 Minuten bis zur ersten wahrnehmbaren Anflutung saß ich im Dunkeln im vollen Lotus (keine Ahnung wie das hinbekommen habe, ich meditiere zwar seit ein paar Monaten regelmäßig, die Haltung hielt ich anfangs vielleicht 10 Minuten und heute sonst so 30 Minuten aus, 50 Minuten war nun fast eine Verdoppelung und hätte das Anfluten länger auf sich warten lassen hätt ich die Zeit wohl auch noch so sitzen können).

Was dann sehr schnell beim konzentrierten Videoschauen auffiehl das mir "die Dinge dahinter" spürbar wurden.
Man muss jetzt nicht darüber debattieren ob es die tatsächlichen Dinge dahinter sind, ich rede von den Dingen die Gesprächsführer mE. im Hinterkopf hatten (und ja ich bin mit denen schon einig aber darum gehts nicht).

Ab etwa Minute 2 redet D.C.Fleck zB. darüber das Aufklärung nicht nur über die intellektuelle Schiene funktionieren kann.
Völlig klar was er meint: vielen Leuten fehlt die innere Verbindung zu ihrem Gefühl von Elend. Sie tun als "gottgegeben", als naturgesetlich, als unvermeidbar ab und ertragen einfach.
Das Gefühl von Abgehängtsein ist kaum noch Motiviation etwas zu ändern, bei einem selbst nicht aber auch nicht um Aufzustehen und auf die Straße zu gehen.
Es ist die Alternativlosrethorik, in der nur die Vernunft gilt oder zu gelten hat die viele Menschen vergiftet hat ohne das sie merken dass das eine extremistische Haltung ist.
Der Mensch ist nur zu einem ganz kleinem Teil rational. Das wird völlig übersehen und darum ist das eigene Leid auch kein Grund mehr gegen die Vernuft aufzustehen.
Um es einfach zu sagen.

Diesen Mechanismus - den ich hier auch nur wieder rational beschreiben kann - hatte ich emotional voll erfasst. Ich konnte ihn nachspüren, ihn viel besser verstehen.

Das gleich zu Beginn des Trips.
Sehr schnell konnte ich nichtmehr schauen ein starker Nystagmus setze ein und ich legte mich zurück, schloß die Augen und konzentrierte mich auf das Gehörte.

Der Tonfall der Stimmen, der sachliche Inhalt löste unablässige Emotionsblasen in mir aus, die sehr voneinander getrennt waren, nicht so als teilte sich so eine Emotion in eine leicht variierte sondern als enstünde immer wieder ein komplett neues zT. aber nur leicht verändertes "Bild" von dem was die Worte zum Ausdruck brachte.

In Folge von Minute 22 stellt R. Lenz die Frage in den Raum wovor der Mensch eigentlich Angst hat und gibt Beispiele.
Ich spürte das es die Bedürftigkeit des Menschen vor der flieht.
Der Mensch will unabhängig und stak sein, auf keinen Fall bedürftig. In Wirklichkeit ist er ebenso bedürftig wie ein Baby, der Erwachsene steckt sich sein Essen eben selbst in den Mund, das ist doch der einzige Unterschied.
Weil der Erwachse diesen unterschied erfassen kann hält er sich nun für unabhängig und stark und verdrängt darüber völlig seine tatsächliche Bedürftigkeit.
Man gewöhnt einem Kind möglichst rasch ab sich bedürftig fühlen zu dürfen und sich auch umsorgen lassen zu dürfen.
Das ist die Wurzel dieser Angst des Erwachsenen.

Im zweiten Video macht Ganser nochmal sehr deutlich das die Erhöung der Rüstungsausgaben auf 2% Bips für sämtliche Natostaaten natürlich nichts mit einer Sicherheit vor irgendeinem Fantasiefeind zu haben sondern das hier Rüstungskonzerne gefüttert werden. Das kurbelt schlich die US - Wirtschaft ein wenig an.
Das kann man jetzt oberflächlich als Gier bezeichnen.
Ganser hat mir eine Not vermittelt. Gier ist ja immer das resultat aus einer Not. Ohne Not keine Gier.

Hier wurde mir plötzlich (emotional) sehr bewusst wie fragil das System ist, weil die Not so groß ist.
So groß die Not des Hegemons das er seinen "Freunden" oder "Partnern" auf so offensichtliche und durschaubare, plumpe Art, Geld abpressen muss.
Das ist der nackte Kaiser der schon Röstaromen entwickelt weil er sich seiner "teuren Kleider" wegen keinen Sonnenschutz überwefen kann. Nackt, in höchster Not verbnrennend in der prallen Sonne.
Das ist so tragisch, so traurig, so sinnlos....
Hier wurde es für mich etwas kritisch, es war einfach so traurig.

Ich musste bald auf Musik umsteigen, die mich dann auch sehr schnell wieder herausbrachte aus dem Tief.



Sylvester nahm ich eine ganze und konnte die Beine nichtmehr still halten.
Das wird Muskelkater geben, vom Kiefer bis in die Zehen :mrgreen:


Ich hbae vermehrt den Eindruck das ganz viel von der angeblichen Komplexität in der wir heute leben und die Facheliten (oder Fachidioten) notwendig machen soll um Entscheidungen zu treffen kommt genau daher das man die Welt in vielen Kontexten (und mit voller Absicht) auf den Kopf gestellt hat. Dreht man es wieder um wird vieles ganz simpel und klar.
So ist zB. Bedürftigkeit ist etwas Erschreckendes und Abzulehnndes, eine Schwäche und nicht mehr etwas in das man sich Fallen lassen kann und darf, eine Stärke die Erfüllung vermittelten kann.
Kotexte auf dem kopf.png
Ich vermute hier kann MDMA ein geeignetes Mittel sein wenn man es auch ausserhalb des Partyraumes nutzt.
Man kann es fühlen das etwas verdreht ist, spätestens wenn die rational begründete Idee dazu zu Bewusstsein kommt, zB. indem man einem Gespräch lauscht.
Vie besser auch als andere (mir bekannte) Psychedelica die Denken nichtmehr gut möglich machen.
MDMA fügt Denken und Fühlen plötzlich zusammen.

Sehr klar auch : MDMA ist ein Empathogen kein "Euphorikum".
Grade im Ganser gespräch war ich von tiefer Traurigkeit befallen.
Das Bild des Hegemons :
Das ist der nackte Kaiser der schon Röstaromen entwickelt weil er sich seiner "teuren Kleider" wegen keinen Sonnenschutz überwefen kann. Nackt, in höchster Not verbnrennend in der prallen Sonne.
Die Möglichkeit nicht sehnd zur eigenen Bedürftigkeit zu stehen die Möglichkeit ausser Acht lassend das eine Bitte aus einer schwachen position entsprochen werden könnte um der menschlichkeit Willen.
Das ist so tragisch, so traurig, so sinnlos....
Und genau das habe ich gefühlt und genau darum war es so deutlich.
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"Bildung muss immer darauf abzielen liebgewohnte Denkmuster zu erschüttern."
- Prof. Dr. Rainer Rothfuß

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