Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

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kleinerkiffer84
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Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon kleinerkiffer84 » 18. Jan 2019, 20:36

Gestern Abend führte ich noch einen ersten Microdosing- bzw. Lowleveltest mit Iboga-Kapseln durch.
Ich weis jetzt gar nicht, wieviel Milligramm Ibogain in einer Kapsel genau enthalten sind, aber ich habe sie aus einer zuverlässigen Quelle, bei der sie auch
dem Microdosing dienen, also habe ich einfach mal mit 1 Kapsel gestartet, um diese Sphäre mal etwas kennen zu lernen.
Die weiteren Versuche mit Iboga werde ich ebenfalls in diesem Thread ergänzen.

19:45
Einnahme von 1 Kapsel Iboga

20:00
Es flutet eindeutig eine Wirkung an, wobei ich noch schwer in Worte fassen kann, was es genau ist.
Eine gewisse Heiterkeit, Stimulierung und subtile Relativierung von Alltagsproblemen, aber auf eine andere Art als Opiate das tun.
Es ist keine dumpfe Betäubung sondern eher so etwas wie ein Anstoss zur Durchtransformierung von Alltagsproblemen.

20:15
eine subtile Energetisierung und Schwingungserhöhung im Körper und Geist setzt ein.
Ähnlich wie die 5-MeO-Energie nur eben anders, weil Ibogain kein Tryptamin ist. Aber es geht in eine ähnliche Richtung.
Man merkt, dass einem Iboga, genau so wie 5-MeO-Tryptamine einen Lebensweg zeigen will, der abseits von niederfrequenten Zwängen verläuft.
Es ist ebenfalls eine Art energetisches Rauschen, dass energetische Blockaden und alte Denkmuster auflösen will.
Das ganze spielt sich noch auf einer subtilen Ebene ab, aber eine Veränderung ist zweifelsfrei spürbar.

20:30
Wenn ich mich sehr bewusst in Stille darauf einlasse, spüre ich die Entität, den Pflanzengeist, von Iboga.
Ich kann aufgrund der geringen Dosis nicht genau sagen, was Iboga jetzt "von mir will", aber ich erahne das
es ein Lehrmeister, ein Wachrüttler ist, der ähnlich wie 5-MeO-DMT einen neuen Lebensweg aufzeigen kann.
Die Entität scheint den Geist durchleuchten und hochfrequent durchrütteln zu wollen. Es ist schwer in Worte zu fassen, aufgrund der niedrigen Dosis,
aber in diese Richtung scheint es zu gehen.

Ich merke ausserdem eine gewisse Aversion gegenüber niederfrequentem Müll. Alkohol möchte ich jetzt gar nicht trinken,
dass würde nicht zusammen passen. Aber auch Fastfood und vor allem Massenmedien erscheinen mir gerade wie der grässlichste Schrott,
gleichzeitig fällt es mir leichter sie auszublenden, leichter in meiner eigenen Welt zu schwingen, ohne den Müll um mich herum.

20:45
Neben der Schwingungserhöhung scheint die Iboga-Entität etwas gnadenlos-ehrlich-finsteres an sich zu haben. Ich kann erahnen,
dass in hohen, psychedelischen Dosen, Iboga einem durch die schwärzesten Untergründe des eigenen Unterbewusstseins führt, aber das ist
wichtig um zu wachsen und zu "schlüpfen".

Im Grunde ähnlich, wie man es von vielen introspektiven Psychedelika kennt, nur was mir bei Iboga auffällt ist, dass es ähnlich wie Salvia
eine einzelne konkrete Entität ist. Die Iboga Entität scheint männlich und sehr alt zu sein. Ausserdem hat sie etwas tierisches an sich, wie eine Raubkatze.
So wie es die Salviagöttin gibt, scheint es auch den Iboga-Gott zu geben, ebenfalls ein Lehrmeister.

21:00
Die anfängliche Stimulierung geht nun eher in eine angenehme Sedierung über.
Wenn ich mich mit geschlossenen Augen in Stille bewusst darauf einlasse, bekomme ich eine erste Vorahnung in welche Richtung Iboga geht.
Man kann damit hinter die Kulissen von Problemen und Glaubensmustern blicken, die wahre Ursache in den Zusammenhängen finden und dort ansetzen.
Das wird vermutlich auch der Mechanismus sein, mit welchem man Süchte auflösen kann, wofür Iboga ja hauptsächlich verwendet wird.

21:20
Ich bin mir nicht sicher, ob ich noch eine Wirkung spüre. Auf jeden Fall habe ich jetzt aber eine natürliche und angenehme Müdigkeit,
die mir sagt, die Restwirkung im Schlaf auszukosten.
Erwähnenswert ist auch, dass die Pupillen leicht erweitert sind, also eine Wirkung ist auch objektiv, eindeutig da.

Nachtrag am Tag danach:
Iboga war ein erstklassiges Schlafmittel. Ich bin innerhalb von 3 Minuten tief, natürlich und fest eingeschlafen.
Die ganze Nacht hindurch merkte ich einen starken Einfluss auf die Träume. Ich kann mich nicht mehr an alle Einzelheiten erinnern, weil mich am Morgen
dann der Wecker sehr schlagartig in den Alltag zurückgerissen hat, aber was ich noch weis ist, dass die Träume ebenfalls dschungelartig waren.
Ich schien durch einen Dschungel zu irren und vor allem stieg ich dann lange Zeit zwischen Felsen in eine immer tiefere Höhle hinab, was eine metaphorische
Andeutung der introspektiven Wirkung sein könnte. Dabei hatte ich auch das Gefühl, dass eine gewisse Ich-Entgrenzung einsetzte. Ich war nicht direkt ich selber,
sondern auch so etwas wie ein Ureinwohner und teilweise so etwas wie ein Katze, ein Panther oder ähnliches. Zwischendurch hatte ich oft diese halbwachen Phasen,
bei denen ich mich in einer Art Schlafparalyse befand und um mich herum ein Säuseln und Flüstern vernahm, exakt so wie man es bei Bilsenkraut hat, nur das Iboga im
Gegensatz zu Bilsenkraut weniger dämonisch, sondern eher zielgerichteter und transformativer ist. Nach so einer Phase folgte dann immer die nächste tiefe Schlafphase
mit lebhaften, klaren "afrikaartigen" Träumen, an die ich mich aber nur vage erinnern kann.

Heute im Vormittag fühlte ich mich sehr natürlich ausgeschlafen und subtil besser gelaunt als sonst.

Iboga ist definitiv eine interessante Pflanze die ich noch eingehender erforschen werde.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon chronic » 18. Jan 2019, 23:06

Danke fürs teilhaben lassen. :good:

Ich habe letztes Jahr eine Zeitlang Iboga in Tropfenform als Mikrodosing genommen und war davon sehr angetan. Sehr vielschichtig wie es wirkt und für mich anders anfühlend als sonstige Substanzen. Es ist schwierig in Worte zu fassen aber irgendwie fühlte ich mich "erdiger", mehr eingebunden.

Ähnlich wie die 5-MeO-Energie nur eben anders, weil Ibogain kein Tryptamin ist.
Seit wann nicht mehr? ;-)
Es zählt in der Tat zu den Tryptaminen, dockt Rezeptor mäßig an allem möglichen an und hat sogar gewisse dissoziative wie oneirogene Eigenschaften. Geträumt habe ich jedenfalls wie verrückt danach obwohl ich es nicht abends genommen habe.
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon kleinerkiffer84 » 18. Jan 2019, 23:51

Da sind mir gestern die Substanzgruppen durcheinander gekommen. :D
Interessant ist aber, dass es gar nicht diesen typischen Tryptaminbodyload hat, zumindest nicht in der Dosis.

Ich bin ebenfalls sehr angetan davon. Iboga nehme ich jetzt auf jeden Fall öfter. Das hat definitiv Potential in vieler Hinsicht, da bin ich überzeugt. Mir gefällt die Wirkung sehr gut.
Interessant ist, dass das wie Salvia eine eigene Entität ist. Es hat eine ganz eigene Aura, die ich bislang mit keiner mir bekannten Substanz vergleichen kann.
Ich kann schon ungefähr erahnen, was da abgehen würde, wenn man die volle psychedelische Dosis nehmen würde. :D Das ist definitiv ein mächtiges Instrument. :shroomer:
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon Bender » 19. Jan 2019, 06:42

Wirklich interessant, gerade als Microdosing. Über mehr Berichte würde ich mich freuen! Wie sieht es denn eigentlich mit einer möglichen Toleranz bei Microdosing von Iboga aus?
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon chronic » 19. Jan 2019, 09:49

Da sind mir gestern die Substanzgruppen durcheinander gekommen. :D
Hatte mir schon so etwas gedacht.

Interessant ist aber, dass es gar nicht diesen typischen Tryptaminbodyload hat, zumindest nicht in der Dosis.

Ich bin ebenfalls sehr angetan davon.
Interessant ist, dass das wie Salvia eine eigene Entität ist. Es hat eine ganz eigene Aura, die ich bislang mit keiner mir bekannten Substanz vergleichen kann.
Nein ich finde auch das es nicht typisch Tryptaminartig wirkt. Vielmehr hat es für mein Empfinden was opioides in der Wirkung. Die Aura empfinde ich als "dunkel" machtvoll aber dennoch ansprechend umarmend.

Wie sieht es denn eigentlich mit einer möglichen Toleranz bei Microdosing von Iboga aus?
Es gibt keine Toleranz. Im Gegenteil, es baut sich immer mehr auf in den folgenden Tagen, so dass man ein wenig aufpassen muss das man nicht vergisst die Ausfahrt zu nehmen. :lol:
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon Zebra » 19. Jan 2019, 11:45

Vielen Dank kleinerkiffer84, sehr interessant :)

Meine eigene Erfahrung mit Iboga ist sehr beschränkt, vor längerem hatte ich Dosen von 0,25g - 1g gemahlener Ibogawurzel angetestet.
Soweit ich mich erinnern kann, war in Richtung 1g schon eine Art angenehme Wärme im Körper zu spüren, wobei ich mir damals nicht sicher war, ob es nicht auch einfach ein Plazeboeffekt gewesen sein könnte, da ich an der Qualität des Materials Zweifel hatte.

Aus persönlichen Gründen nehme ich heutzutage eher Abstand zu Psychedelika, aber umso gespannter bin ich, wie es mit der Testreihe zum Microdosing weiter geht. ;)
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon syzygy » 19. Jan 2019, 14:18

Wie sieht es denn eigentlich mit einer möglichen Toleranz bei Microdosing von Iboga aus?
Es gibt keine Toleranz. Im Gegenteil, es baut sich immer mehr auf in den folgenden Tagen, so dass man ein wenig aufpassen muss das man nicht vergisst die Ausfahrt zu nehmen. :lol:
Wie sieht es mit Wechselwirkungen aus? Gibts da was, was man unbedingt meiden sollte? Wie lange dauert etwa der "Abbau"?
"Um die Welt in einem Sandkorn zu sehn und den Himmel in einer wilden Blume, halte die Unendlichkeit auf deiner flachen Hand und die Stunde rückt in die Ewigkeit."
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon Leuchtkugel » 20. Jan 2019, 14:55

Danke für den Erfahrungsbericht.
Sehr interessant das Iboga so gut auf Träume wirkt, darauf werde ich es sicher mal in geringer Dosis testen. (In meinem Traumthread geht es bald wieder weiter ;) )
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kleinerkiffer84
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon kleinerkiffer84 » 26. Jan 2019, 03:50

Vorhin war es an der Zeit für einen 2. Lowleveltest mit Iboga.

00:00
Einnahme von 2 Kapseln

00:30
bei geschlossenen Augen subtile Filmsequenzen, ähnlich wie bei Salvia nur anders und nicht weiblich.
Es sind nächtliche Szenen in einem Dschungel, ein schwarzer Ureinwohner mit weissen Bemalungen streckt sich gegen den Himmel
Leichte energetische Wirkung, aber anders als man es von Amphetaminen kennt, es ist eher eine hochschwingende Energie,
ähnlich wie die 5-MeO-Energie nur anders.
Insgesamt hat es eine Ähnlichkeit zu Salvia sublingual Level 1-2, es sind Filmsequenzen bei geschlossenen Augen, nur eben
das es nicht die Salviawelt ist, sondern eine andere Welt. So etwas wie eine nächtliche Dschungelwelt aus Afrika.

Bild Bild

Die zuvor noch präsenten Alltagsprobleme treten eher in den Hintergrund und werden von dieser finsteren Dschungelszene überlagert.
Das ist der Geist der Pflanze der sich präsentiert. Iboga versucht mir zu erklären was es ist, mir fällt es noch schwer ihm zu
folgen und seine Ausführungen zu deuten, weil ich es noch nicht gut genug kenne und die Dosis niedrig ist, aber die Präsenz ist eindeutig.

00:40
Bei offenen Augen ist etwas subtil anders, aber es ist schwer zu sagen was. Es ist ähnlich wie wenn man bei Salvia Level 1 die Augen öffnet
und kurz aus den Filmsequenzen heraustritt, nur anders. Die Umgebung ist subtil entfremdet, gleichzeitig spüre ich eine leichte Stimulierung und Wachheit.
Ähnlich wie Salvia eine metaphorische Sprache hat, scheint dies auch bei Iboga der Fall zu sein, aber diese kenne ich noch nicht gut genug.
Irgendwie ist es der afrikanische Verwandte von Salvia.

00:45
Teilweise laufen jetzt bei geschlossenen Augen Sequenzen aus dem normalen Alltag ab, doch auch die sind gefärbt mit diesem dunklen nächtlichen und dschungelartigen
Touch den Iboga hat. Iboga versucht mir seine Sichtweise auf die Dinge zu zeigen, aber ich finde noch keine wirklichen Worte dafür, da die Wirkung zu neu
und die Dosis zu niedrig ist.

Subtil pulsieren energetische Wellen durch meinen Körper während mein Innenleben schwarz und still ist.

00:55
bei geschlossenen Augen gehen nun wieder subtil diese afrikaartigen Filmsequenzen los, auf einer Intensität wie Salvia Level 1.
Wenn man sich in Stille bewusst darauf einlässt, kann man sich in ihnen verlieren, man kann die Wirkung aber unterbrechen wenn man die Augen öffnet.
Teilweise werden Dinge die mich gerade im Alltag beschäftigen übersetzt in diese Iboga-Bildsprache, aber es fällt mir noch schwer die genaue Semantik zu deuten.
Alle negativen Dinge die mich derzeit beschäftigen, rasen in Zeitraffer als Filmsequenz subtil bei geschlossenen Augen vorbei, angehaucht mit dieser Iboga-Semantik,
die stets schwarz ist, etwas unerbitterliches, eher männliches und raubtierartiges an sich hat, aber dennoch ein Lehrmeister ist, in den man sich mit Vertrauen fallen lassen kann und der einem einen Lebensweg
und seine Philosophie zeigt. So wie Salvia, hat auch Iboga eine eigene Bildsprache, Semantik und Metaphorik, die man aber erst verstehen und deuten lernen muss.
Ich bekomme einen Vorgeschmack in welche Richtung eine volle psychedelische Dosis gehen würde. Das ist durchaus vergleichbar mit Tod und Wiedergeburt.

"Iboga versucht mir zu zeigen, zu wem mich meine ganze Negativität und Schwärze im Inneren gemacht hat und wer ich usprünglich war, bzw. wer ich ohne die Schwärze sein könnte"
So ungefähr würde ich die Kernausage von Iboga zusammenfassen. Ich bin mir nicht sicher, ob diese Formulierung treffend ist, aber die ist mir spontan eingefallen als ich mich so bewusst
und erwartungsfrei wie möglich, möglichst ohne Worte in den Gedanken, auf die subtile visionäre Wirkung eingelassen habe. Um in die tiefen Iboga-Sphären zu gelangen und wirklich
die lehrreiche Ohrfeige zu erhalten müsste man natürlich höher dosieren.

01:15
bei offenen Augen und vor allem beim Schreiben merke ich eine deutliche Stimulierung in Form von erhöhter Kreativität, Fokussierung, geistiger Klarheit, Wortfluss und einer
erhöhten Assoziationsfähigkeit, die mich an Pilz-Microdosing erinnert. Es ist, als ob verschiedene Gehirnregionen nun erhebnlich effizienter zusammenarbeiten als im Alltag.
Das wäre jetzt der perfekte Zustand um arbeiten zu gehen und dort hochkonzentriert komplexe geistige Aufgaben zu erledigen. Man kann sagen, Iboga hält, was Kaffee verspricht.
Die visionäre Wirkung geht jetzt deutlich zurück, jetzt steht diese synästhesieartige mentale Stimulierung im Vordergrund. Es wäre absolut perfekt, jetzt in die Arbeit zu gehen,
ich fühle mich klarer und fokussierter als im normalen Alltag. Der Unterschied ist nur, dass ich jetzt kriminell bin und es ein Kündigungsgrund wäre, wenn ich andere Substanzen
nehme, als mir die Plörre von der Kaffeemaschine reinzukippen und mich am Abend mit Alk zu besaufen.

01:20
Die Gedankengänge sind rasch, kreativ, assoziativ, absolut klar und von hoher Auffassungsgabe, gleichzeitig aber gelassen. Das wäre jetzt genau der Zustand den man für eine Prüfung oder ähnliches braucht.
Mir wird vollkommen klar, warum die Ureinwohner Afrikas Iboga als Stimulanzie eingenommen haben, bevor sie auf die Jagd gingen, nämlich genau wegen diesen Effekten, dazu sind sie perfekt.

01:45
Bei offenen Augen sind die Sinne stark geschärft und alle Gedanken passen wie Puzzleteile perfekt ineinander, maximale Effizienz im Denken und Handeln, gleichzeitig sind aber destruktive Gedanken
bzw. innere Monologe die nichts zur Sache tun, völlig abgestellt. Die Gedanken sind auf maximale Effizienz ausgelegt, wie ein Algorithmus der in seiner Laufzeit maximal optimiert wurde.
Das ist gerade so etwas wie ein pflanzliches Modafinil, die nootrope Wirkung ist wirklich erstaunlich.

Wenn ich die Augen schliesse und mich darauf einlasse, gehen wieder diese nächtlichen afrikamäßigen Filmsequenzen los, die irgendwas mit Salvia gemeinsam haben, nur das sie in einer anderen Welt spielen
und das ich deren metaphorische Bildsprache noch nicht befriedigend deuten kann.

01:55
Ich kann bei geschlossenen Augen gerade deutlich nachempfinden wie es sich anfühlt, wenn man negative Altlasten wie zb. Süchte, aber auch viele andere Dinge die einem runterziehen,
hinter sich lässt und auf diese Weise gewissermaßen auch eine Transformation und Wiedergeburt erfährt. Man würde aus der Schwärze heraus in Licht erblühen.
Ich bekomme einen guten Vorgeschmack welchen Prozess man durchlaufen würde, wenn man die volle Dosis nimmt.

Bild

03:00
Die Wirkung verblasst nun und geht in eine angenehme Müdigkeit über. Die oneirogene Wirkung werde ich nun noch im Schlaf auskosten.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Re: Iboga - Testreihe mit Microdosing bzw. Lowleveltrips

Beitragvon kleinerkiffer84 » 26. Jan 2019, 16:48

In der Nacht spürte ich dann noch einen deutlichen oneirogenen Effekt.
Iboga ist mindestens so stark traumauslösend wie Bilsenkraut und Fliegenpilz.
An den Inhalt kann ich mich nicht mehr detailliert erinnern, dass Traumgedächtnis müsste ich erst wieder üben, Traumtrips hatte ich jetzt länger nicht.
Was ich noch weis ist, dass ich mehrere Traumphasen hatte, in denen ich in einer Art Wachtraumzustand war, ich wusste im Hinterkopf das ich lebhaft träume, konnte aber die Augen nicht öffnen. Irgendwann war dann eine Szene dabei, in der ich am Rücken im Bett lag und vor mir bei der Tür dieses Licht in Erscheinung trat, dass ich gestern ganz zum Schluss gesehen habe, als ich spürte wie es ist, wenn Altlasten von einem Abfallen und man als dieses reine Licht "schlüpft".

Iboga ist auf jeden Fall ein mächtiges Psychedelikum.
Es liegt irgendwo zwischen Salvia, Bilsenkraut und 5-MeO-DMT, wobei es aber wieder seinen ganz eigenen Charakter hat.
Ich kann schon erahnen, was da abgehen würde, wenn man eine hohe Dosis einnehmen würde. :D
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!

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