5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

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BeamOfBeing
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5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

Beitrag von BeamOfBeing » 28. Jun 2021, 13:51

Einstieg
Bei dieser Session sollte es um nachhaltige Heilung gehen, nicht um das Erreichen möglichst egoloser Bewusstheit. Zuerst plante ich, 120 mg Harmalin zu nehmen. Da dies meine erste Erfahrung mit MAO-Hemmern und die Potenz der Trüffel unklar war, reduzierte ich kurzfristig die Menge des Harmalins auf 80 mg. Im Internet fand ich ein Testergebnis, laut dem die mir vorliegende Menge Trüffel (15 g nass, 5 g trocken) der Sorte Hollandia auf einen Gehalt von 1,9 mg Psilocybin und 10,5 mg Psilocin gestetet wurde. Meine Dosis dürfte zumindest in diesem Bereich gelegen haben. Da MAO-Hemmer die Intensität verdoppeln können, beließ ich es dabei. Allerdings darf man diese Rechnung nicht ohne den Wirt machen, da MAO-Hemmer die Wirkung auch eindringlicher gestalten, so dass die doppelte Dosis ohne MAO-Hemmer nicht ein inhaltlich deckungsgleiches Ergebnis produzieren würde.
20 Minuten nach der Einnahme des Harmalins wurden die in O-Saft eingelegten Trüffelteile auf nüchternen Magen verköstigt. Um einen zu raschen Einschlag der Wirkung in Kombination mit den mir bisher unbekannten MAO-Hemmern zu vermeiden, habe ich die Trüffel nicht pulverisiert. Im Nachhinein betrachtet hätte ich sie ruhig verdaulich zubereiten können, da es über eine Stunde dauerte, bis die Änderung der Alltagsrealität auf einem gewünschten Niveau war. Zweimal war ich kurz davor nachzulegen, wartete aber. Schließlich kam ein Punkt, an dem es Zeit war, die Kopfhörer mit ausgesuchter Musik aufzuziehen und sich in den veränderten Bewusstseinszustand zu ergeben.

Es geht los
Mit Anfluten der psychedelischen Öffnung erfuhr ich eine Erleichterung, die sich in einigen Impulsen lauten Lachens äußerte. Schnell merkte ich, dass dies eine andere Erfahrung ist als Psilocybin alleine. Der geöffnete Headspace war klarer, stabiler. Die CEV waren strukturierter und definierter, mit Geometrie höherer mathematischer Qualität und auch quantitativ auf einem höheren Level. Insgesamt kann man sagen: Alles erinnerte mehr an DMT. Zum Wirkbeginn hing mein Körper schräg angelehnt an ein Sofakissen. Ich merkte im veränderten Zustand aber schnell, wie schlecht die Haltung für den Körper ist und legte mich dann flach ausgetreckt hin. In diesem Zustand kam es zu einigen Heilungsvorgängen.
Ohne MAO-Hemmer erlebe ich die psychedelische Öffnung oft so, dass entweder das Alltagsego gerade über irgendetwas nachdenkt oder eine höhere Bewusstheit das Alltagsego obsolet macht. Außerdem erlebe ich die psychischen Vorgänge auf Psilocin solo oft verwirrter, unkalkulierbarer, einfach mehr durcheinander. Aufgrund der beständigeren, klareren Wirkung mit MAO-Hemmern konnten nun Ego-Anteile expliziter und leichter mit Higher Self-Anteilen kommunizieren, so dass nicht nur ein „entweder/oder“, sondern auch ein „und“ gegeben war. Ungeheilte Anteile konnten gezielter navigiert werden. Bild

Innere Flexibilität
Wenn innere Spannung entstand und ein Gefühl der Angst aufkam, konnte das negative Empfinden im relativ transparenten Bewusstseinsraum schnell volle Erlaubnis erhalten. Ich erinnerte mich daran, dass psychisch-emotionale Genesung über den Vagusnerv, also Entspannung geschieht und nicht im Ausagieren von Extremzuständen. Mit dieser Kenntnis konnte ich extreme Gefühlwellen schnell in Entspannung überführen. Sobald Widerstand gegen das Unangenehme aufgegeben und es – metaphorisch formuliert – in die Mitte des Bewusstseinsraumes gestellt wurde, intensivierte es sich kurz. Wenn auch in die Intensivierung ein Ergeben stattfand, löste es sich unmittelbar auf und eine tiefgehende Erleichterung trat ein. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrmals. Im Körper war das so, als ob sich eine Schicht, die ansonsten nie entspannt war, weil sie schon in der Kindheit angespannt wurde, endlich entspannte. Im Bewusstsein war das so, als würde Stufe für Stufe mehr Freiheit freigesetzt – auf dem Weg zum Himmelstor. Während ich im Alltagsbewusstsein undefinierter und nebliger die Prägungen meines Systems erfahre, konnte ich nun schärfer sehen, dass jene Verspannungsanteile aus früher Kindheit herrühren. Diese Erkenntnis ist ein wesentlicher Bestandteil der Möglichkeit, wirklich loslassen zu können. Und so pendelte der Zustand hin und her zwischen freiheitlicher Heilsamkeit und dem Leidensdruck ungelöster Traumaschichten. Mehrmals kam der Gedanke, dass dieser Vorgang von selbst geschieht, dass also kein „Ich“ gerade etwas tut/tun muss, sondern dass – von der psychedelischen Öffnung initiiert – auf der Basis des bereits im Neurosystem installierten Heilungswissens und der Weisheit des Bewusstseins eine Genesungsspirale ablief. Einen Moment extremer Anspannung im Nackenbereich führte ich auf das Geburtstrauma zurück, wollte sich der Kopf gefühlt doch mit intensivem Nachdruck durch den Geburtstkanal winden. Mehrmals im Laufe der Stunden wurden angespannte Muskeln in Entspannung überführt.
Die Dosis war weder zu niedrig, um nicht sogenannte höhere Bewusstseinszustände zu evozieren, noch war sie so hoch, dass das Ego in absoluter Transzendenz verschwand. Dementsprechend kam es zu einer kommunikativen Episode zwischen Alltagsverstand und höherem Selbst. Es wurden mehrere „Warum“-Fragen gestellt und oft kam als Antwort der Begriff der „Erfahrung“. Das heißt, dass auch die vom Individuum unerwünschten Umstände ihren Wert in der Erfahrung an sich haben. (Synchronerweise hat Actualized.org-Leos kurz darauf erschienenes Video den Titel „Expose Yourself To More Experience“).

Stabile Introspektion
Mein Eindruck ist, dass die durch MAO-Hemmer bewirkte Stabilität der Psilocin-Wirkung das Individuum eine ebenso stabilere Introspektion erlangt. Mit anderen Worten: Es ist infolge der introspektiven Prägnanz der Psilohuasca-Wirkung leichter als unter einer verwirbelteren Solo-Psilocybin-Wirkung, die Selbstbezogenheit zu durchschauen, mit der man im Alltag agiert. Jedenfalls verblüffte „mein Ego“ (in lack for better words) die Direktheit, mit der die Selbstbezogenheit sowohl in bestimmten Alltagsszenen als auch im Allgemeinen offengelegt wurde. Im Alltagsbewusstsein wird Selbstbezogenheit nicht klar als solche erkannt, weil sie aus automatisierten Prozessen hervorgeht, die als Normalität begriffen werden. Selbstbezogenheit erschafft einerseits neues Leid, für andere wie für einen selbst, wird andererseits aber auch von alten ungeheilten Wunden/Traumata angefeuert. Ohne entsprechende Bewusstheit ist das ein Teufelskreis, der nur durch Erkenntnis, Öffnung, positive Verbindung/Hilfe anderer Menschen und Bereitschaft des Loslassens und Ergebung alter Strukturen durchbrochen werden kann. Diesbezüglich war die Botschaft sehr eindeutig, während die Interpretation selbstbezogener Anteile verschiedene Phasen durchlief. Zeitweise gingen Gedanken hart mit „mir“ ins Gericht. „Ich“ war aber auch sehr baff, wie sehr man als überdurchschnittlich reflektierter Mensch einen eigenen Film schieben und eigentlich Offensichtliches in falscher Selbstsicherheit übersehen kann. Zu einem anderen Zeitpunkt wurde eingesehen, wie wichtig es ist, für sich als Individuum einzustehen und nicht mit einem mühlenartigen „Ich muss“ den eigenen Lebensausdruck kleinzuhalten. Gar nichts muss man. Gar nichts. Aber es kann sich sehr erfüllend anfühlen, etwas für andere zu tun. Ohne Bewegung hin zu einer selbstlosen Aktivität für andere kann dem menschlichen Leben etwas Elementares fehlen.
Nachdem dieser Prozess – und wie mir zuerst schien die Hauptwirkung – etwas abgeklungen war, kam die Idee, dass es jetzt womöglich Zeit für Zeitlosigkeit sei, und ich erwog, etwas 5-MeO-DMT zu inhalieren. Aufgrund der MAO-Hemmer entschied ich mich aber schnell wieder dagegen, mit dieser Kombination sollte man sehr vorsichtig sein. Stattdessen gab ich mich wieder dem dualen Wechselspiel hin und switchte mehrmals zwischen Zuständen traumatisierter Prägung und der freiheitlichen Ruhe des Bewusstseins an sich, ohne von dem einen oder anderen ganz eingenommen zu sein. Das bekannte Bild der Veranschaulichung, wie Psilocin das Gehirn extrem neu vernetzt (Petri u.a. 2014) kam mir in den Sinn, erlebte ich doch genau das. Der erwachsene Neokortex blieb online und deutete den dem Gehirnstamm zugehörigen körperlichen Zustand emotionaler Intensität als schiere Erinnerung und nicht einem aktuellen Realitätkontext zugehörig. Im Alltagsbewusstsein sind im Falle emotionaler Intensität der Neokortex und Hirnstamm unverbunden, da das Nervensystem sich für Kampf oder Flucht bereithält und keine Zeit für Metaanalyse verlieren möchte. Diese Unverbundenheit verunmöglicht allerdings Heilung in einem Kontext wie Gesprächstherapie, da in der Tiefe des Nervensystems keine neue Information ankommt. Wenn aber bei voller Aktivierung der Traumaenergie der Neokortex mit einer „Alles ist gut“-Information bis in den Hirnstamm vordringen kann, wird eine Weg für weitere Genesung freigelegt. In einer Therapie mit MDMA ist das ein wesentlicher Faktor und ich erlebte es in dieser Psilohuascasession in für mich neuer Prägnanz.
In der zweiten Hälfte der Wirkungsphase empfand ich mehrmals den Schmerz von Einsamkeit. Disclaimer: Ich rate dazu, so etwas grundsätzlich mit einem Tripsitter zu machen, wenn man nicht genau weiß, was man da tut. In meinem Fall benötigte ich nicht die Hilfe eines anderen Menschen zur Navigation der psychedelischen Öffnung. Aber ich hätte stellenweise sehr gerne jemanden für simple zwischenmenschliche Verbindung vor Ort gehabt.

Körperlicher Release
Die Wirkung war nach vier Stunden nicht so abgeklungen, wie es mir zeitweise vorkam, es gab weitere Peaks. Tatsächlich kam es nach vier Stunden Wirkzeit zu mehrmaligem Purging in Form von Übergeben, das bei Tryptaminen solo kaum vorkommt. Das Übergeben war ein recht minimalistischer, strukturierter Vorgang: Zuerst merkte ich, dass da was raus musste und die Energie meines Systems sich dunkler anfühlte. Dann würgte ich aus voller Kraft, ein kleiner Strahl kam aus meinem Magen ins Waschbecken geschossen und sofort stellte sich ein Gefühl energetischer Befreiung beziehungsweise mehr Ausgeglichenheit ein.
Wie bei jeder psychedelischen Erfahrung wurde mir auch dieses Mal wieder klar, wie ausschlaggebend die Körperhaltung für das allgemeine Befinden und den Geisteszustand ist. In einem Moment, in dem eine Traumaempfindung emotionaler Verdamnis mein System dominierte, krümmte sich mein Körper Richtung Embryonalstellung. Ich brachte ihn recht rasch bewusst wieder in die Yogaposition Shavasana. Infolge der Offenheit und Symmetrie der körperlichen Ausrichtung verließ die emotionale Überforderung nach weniger als einer Minute mein Nervensystem und wurde durch friedlichere Klarheit abgelöst.
Charakteristisch für die Kombination mit MAO-Hemmern war, dass es nicht ein klares Ende der Wirkung gab. Die Intensität der Wirkung flachte Stunde für Stunde mehr ab. In einem absolut positiven Sinne kam nicht die gleiche Person hinten raus, die in die Session hinein ging – die Zwangsjacke bestimmter Denk- und Verhaltensstrukturen wurde mehr gelöst als es mit z. B. 20 mg Psilocybin alleine möglich gewesen wäre. Insgesamt wurde der Ausklang als erleichterte Ruhe erlebt, die sich nach erfolgreicher Durchseglung stürmischer Seen am sicheren Hafen einstellte. Es scheint, als würden jene Schichten, die während der Hauptwirkung entspannt werden konnten, nicht wieder in den vorherigen Anspannungszustand zurückspringen. In den nächsten Tagen erlebte ich zwar weitere intensive Emotionswellen und beispielsweise auch tiefe Traurigkeit, dies aber wurde getragen von jener innerlichen Ruhe, die aus der Session hervorging.

Fazit
MAO-Hemmer sind noch weniger Spielzeuge, als es psychedelische Tryptamine alleine schon nicht sind, und gehören nicht in die Hände psychedelisch unerfahrener Menschen. Bevor sich solche Menschen von diesem Bericht zu fehlgeleiteter Experimentierfreude inspirieren lassen, sei gesagt: Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich jemand, der nicht weiß, was er tut, mit dieser Kombination statt Heilung weiteren Schaden zufügt. Wenn Pilze solo für manche Menschen vielleicht manchmal einfach nur eine interessante Erfahrung sein mögen, wird die Wirkung mit MAO-Hemmern dermaßen durchdringend, dass ohne Hingabe und psychedelisches Orientierungsvermögen das Ego sich rasch vergewaltigt vorkommen könnte.
Sind diese Attribute im Individuum jedoch vorhanden, hat das Durchdringende ein ungemeines Genesungspotential. Das ist insofern relativ, als dass mir noch während der Wirkung die explizite Einsicht kam, dass an diesem Tage nicht so viel geheilt werden kann, wie ich es gerne hätte. Aber möglicherweise wurde so viel geheilt, wie es nötig war? Tatsache ist, es wurde etwas geheilt. Was dann das Individuum daraus im Nachhinein macht, ist wiederum nicht in Stein gemeißelt. Es ist eher so, dass die Substanzwirkung einen Schubs in die richtige Richtung gibt. Und ob man den Weg dieser Richtung weiter beschreitet oder doch wieder aus Gewohnheit in eine andere Richtung läuft, ist nicht mehr eine Frage der Substanzwirkung.
Die Dosis war letztendlich richtig. Zwar dachte ich manchmal, dass sie zu niedrig war, und ich wäre höchstwahrscheinlich auch mit einer höheren Dosis klargekommen. Gleichzeitig habe ich aber auch während der Session in Peakmomenten gedacht, dass es intensiv genug ist und mehr überfordernd sein könnte. Man muss jedenfalls erstmal ein Gefühl für das durchdringendere Moment der Kombination mit MAO-Hemmern bekommen, sonst kann das Nervensystem schneller überlastet werden als ohne MAO-Hemmer, insbesondere ohne Tripsitter. Auch diesbezüglich möchte keine unerfahrenen Leser fehlleiten und betonen: Der getrocknete Wirkstoffgehalt von 5 g Hollandia-Trüffeln ist weitaus niedriger als der von 5 g Cubensis-Pilzen.
In der wissenschaftlichen Literatur wird oft konstatiert, dass ein therapeutischer Erfolg durch Psilocybin mit dem Auftreten mystischer Erfahrungen korreliert (vgl. Griffiths 2018). Diesen Punkt möchte ich nach meiner Session differenzieren. Ein absolutes Eingehen ins Mystische, eine volle Auflösung des Egos ist eine unglaubliche Angelegenheit und bewirkt einen tollen Flowzustand in den darauffolgenden Tagen. Der sogenannte Egotod alleine bewirkt aber wenig nachhaltige Genesung, außer dass die Verdrängung von blockierten Energien schwerer wird, was im Falle von Überforderung nachteilig sein kann. Stabilere Heilungsprozesse werden im beschriebenen Zwischenraum angestoßen, wo vor dem Alltagsich das Tor zum höheren Selbst aufgeht und ein dynamischer Interaktionsprozess stattfindet, wo Spezifisches losgelassen und Verhalten introspektiv perspektivisch neu arrangiert werden kann.



Griffiths, R. u. a.: Psilocybin-occasioned mystical-type experience in combination with meditation and other spiritual practices produces enduring positive changes in psychological functioning and in trait measures of prosocial attitudes and behaviors. In: Journal of Psychopharmacology 32, 2018.
Petri, G. u. a.: Homological scaffolds of brain functional networks. In: Interface 101, 2014.
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SmellsLikeTeaN,NSpirit
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Re: 5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

Beitrag von SmellsLikeTeaN,NSpirit » 28. Jun 2021, 16:54

Danke für den tiefen Einblick in diese Reise... :78:
Ich würde deine Aussagen bezüglich der Kombi mit MAO-Hemmern auf der Stelle unterschreiben. Meine bisher höchste Kombi-Dosis Syrische Raute 3g + 3g SKKK ist vom Wirkungsspektrum her, nicht zu vergleichen mit meiner bisher höchsten Dosis solo 10g Cubensis. Die Kombi-Erfahrung erinnerte mich noch stärker an starke Ayahuascaerfahrungen als es mich hohe Solo-Dosen tun lassen.

Gerne mehr solche Erfahrungsberichte... :Hände Klatschen:
educating the mind without educating the heart is no education at all -Aristoteles-
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Putrema
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Re: 5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

Beitrag von Putrema » 28. Jun 2021, 19:56

Sehr eindrücklich. Und wie du deinen Text auch geschrieben hast. Du hast mich dazu veranlasst, mal wieder ein wenig weiter zu forschen und Zahlen in Beziehung zueinander zu setzen. Die Samen der Raute haben 1,2 - 10 % ß-Carboline Alkaloide, wovon die wichtigsten eben Harmin(e)und Harmalin(e) sind. Ich habe die e's in Klammern gesetzt, weil ich mir da nicht sicher bin, ob in der Pflanze mehrere Harmine und Harmaline drin sind oder ob man einfach nur von dem Harmin und dem Harmalin spricht. Ja, es interessiert mich brennend, was es da mit deinem Harmalin auf sich hat. Habe auch überlegt, dir eine Privatnachricht deswegen zu schicken, aber das hier ist ja ein Forum. Aber andererseits bewege ich mich hier wieder in einem verpönten Bereich. :smiley33.gif: Also man könnte es vielleicht so 'aushandeln': hast du das Harmalin selbst extrahiert oder einfach irgendwie fertig organisiert? Und warum hast du mehr Bock auf Harmalin als auf Harman? :D Ich bin auf den Begriff Techepakchìatzen, gestoßen, so nennt man in Ladakh, Nordindien, geröstete Rautensamen. Um auch noch ein wenig auf deinen Text einzugehen: die Stelle mit dem Vagusnerv fand ich z.B. ungefähr so: wow, da ist ein anderer Mensch mit einer anderen Herangehensweise so.^^
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BeamOfBeing
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Re: 5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

Beitrag von BeamOfBeing » 28. Jun 2021, 22:18

Freut mich, wenn ihr mit dem Bericht etwas anfangen könnt :)
Putrema hat geschrieben:
28. Jun 2021, 19:56
Und warum hast du mehr Bock auf Harmalin als auf Harman?
Von Harmin braucht man die doppelte Dosis. https://psychonautwiki.org/wiki/Harmine#Examples Das hab ich schlicht "organisiert", ich bin was das angeht recht pragmatisch veranlagt.
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kleinerkiffer84
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Re: 5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

Beitrag von kleinerkiffer84 » 30. Jun 2021, 20:00

Hammer, danke für den Bericht!! :smiley34: :beer:
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Psychotris
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Re: 5 gr getrocknete Hollandia Trüffel + 80 mg Harmalin

Beitrag von Psychotris » 1. Jul 2021, 09:23

Echt starker Bericht, ich wünschte ich könnte mich auch nur annähernd so ausdrücken wie du es tust.

Ich habe eine niedrig dosierte Erfahrung mit der syrischen Steppenraute in Kombination, diese war jedoch nicht so tiefgehend geprägt wie deine, sondern eher eine normale Erfahrung mit einem "Schatten" im Nacken und etwas stärkeren körperlichen Beschwerden.

Ich hatte bereits davon abgesehen mich weiter damit zu befassen, da ich nicht sah inwiefern es hilfreich sein könnte, wenn man bedenkt wie ich es empfand. Ich denke es war lediglich noch nicht an der richtigen Zeit (wie es auch jetzt noch nicht ist) für mich diese Erfahrung zu machen, werde es jedoch von nun an im Hinterkopf haben, das es vielleicht nützlicher sein könnte als erst gedacht.
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