Positive Melancholie - schöne Reise mit 20mg 2C-B

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kleinerkiffer84
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Positive Melancholie - schöne Reise mit 20mg 2C-B

Beitrag von kleinerkiffer84 » 18. Jul 2021, 18:58

Am Freitag war es Zeit für eine Reise mit 2C-B :)

Ich befinde mich gerade in der Nachglühphase von einem Trip mit 20mg 2C-B. Nach knapp über 2 Stunden Höhepunkt merke ich das die Erfahrung nun langsam ausklingt und ich das Erlebte festhalten möchte, solange
es noch frisch ist. Aktuell habe ich noch erweiterte Pupillen, leichte Optiken und ein MDMA-ähnliches Körpergefühl, welches sich vor allem durch diese Leichtigkeit in den Beinen auszeichnet, so als würde
man über den Boden schweben. Die Landkarte vor mir bewegt sich gerade noch ordentlich und die Buchstaben in den Zeilen morphen etwas hin und her. Die Kontinente sehen aus wie sehr plastische Reliefgebilde,
aber der Höhepunkt klingt nun ab. Heute entschied ich mich wieder mal für eine Reise mit Phenethylaminen. Ich spürte schon länger den Ruf das ich wieder mal 2C-B nehmen sollte und heute war es so weit.
Etwa 30 Minuten nachdem ich die Kapsel mit 20mg geschluckt hatte, setzten die ersten Veränderungen ein. Ich schaute zur Überbrückung noch meinen Lieblingsyoutube Kanal. Ein leichtes Kältegefühl ähnlich
wie beim Hochkommen auf MDMA setzte allmählich ein. Bei geschlossenen Augen bekam ich allmählich ein Gefühl für die visuelle Wirkung von Phenethylaminen. Auf diese musste ich mich erstmal wieder einstellen,
da dich diese jetzt auch schon länger nicht mehr konsumiert hatte und ich bei visuellen Wirkungen vornehmlich die Visuals von Tryptaminen gewohnt war. Manchmal sehen die Visuals von Phenenthylaminen
am ersten Blick ähnlich aus, aber bei genauerer Betrachtung sind sie doch deutlich anders. Es ist ein konstanter wellenförmiger verlauf von typischen psychedelischen Mustern. Ähnlich wie bei 100ug LSD.
Es stellte sich ein sehr leichtes Vergiftungsgefühl ein, was aber nur kurz anhielt und etwa so war, als hätte man 1 kleinen LSA-Samen genommen. Man merkt das 2C-B ein Meskalinderivat ist. Manchmal wird
es in seiner psychedelischen Wirkung mit LSD verglichen, aber eigentlich liegt es viel näher beim Meskalin, denn es ist ein Meskalinderivat. Ich spürte wie langsam die Grenze zwischen Oberbewusstsein
und Unterbewusstsein immer mehr aufgeweicht wurde. und sich diese beiden Komponenten wie die Visuals vor meinem geistigen Inneren Auge mehr und mehr ineinander zu vermischen begannen.

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Jetzt war etwa 1 Stunde nach der Einnahme vergangen und plötzlich merkte ich wie es richtig los geht. Ich machte das Video aus, verdunkelte den Raum und hörte sehr genau in mich hinein, da ich bereits
fühlte das es in erster Linie eine introspektive Wahrnehmung werden wird. Oberbewusstsein/Normalbewusstsein und das Unterbewusstsein begannen immer mehr in einem wellenförmigen psychedelischen Fluss aus
typischen Visuals ineinander überzugehen. Dabei spürte ich wie durch diese Vermischung Aspekte meiner Selbst und Emotionen an die Oberfläche gelangen, die gefühlt werden wollen. Ich war mir zunächst nicht
sicher, ob das was ich nun zu fühlen beginne Empathie oder Melancholie ist. Denn die beiden fühlen sich in der Tat in gewisser Weise ähnlich an, zumindest zu diesem Zeitpunkt und auch jetzt unter Einfluss
einer Rest 2C-B Wirkung bin ich noch der Meinung das sich Melancholie und Empathie ähnlich anfühlen können.. Vielleicht ist diese Ambivalenz aber auch genau diese Candyflip-Wirkung die 2C-B hat. Denn 2C-B
ist ja einerseits ein introspektives Psychedelikum und gleichzeitig ein Empathogen. Vielleicht lässt der empathogene Anteil der Wirkung auch Melancholie so positiv oder neutral erscheinen, da bin ich
mir gerade nicht sicher. Jedenfalls zu Beginn des Trips dachte ich zuerst es stellt sich Empathie ein, doch ich erkannte wie nahe die beiden gerade beieinander liegen und so wich die Empathie immer mehr
einer sehr starken trostlosen Melancholie, bei der es sich aber absolut wichtig anfühlte, diese nun vollkommen zuzulassen, zu akzeptieren und einfach nur zu fühlen. Das tat ich, ich lies mich bei kompletter
Dunkelheit und Stille treiben und fühlte die immer stärker werdende Melancholie, dich sich aber gleichzeitig so richtig anfühlte, so als hätte diese schon lange darauf gewartet endlich an die Oberfläche
zu kommen und gefühlt zu werden. Parallel dazu wurden die CEVs immer stärker. Alles war in einem ständigen Fluss. Ein gleichmäßiger LSD/Meskalin-artiger Fluss, aus fraktalen psychedelischen Mustern.
Alle Gedankenbilder die zu der Zeit vorbei zogen waren codiert in diese psychedelischen Muster. Teilweise waren hier auch so etwas wie Fratzen zu sehen, die in diesen psychedelischen Fluss zerflossen
und mit ihm morphten. Es fühlte sich so richtig und in gewisser Weise so wohltuhend an, diese Melancholie zu fühlen. Gleichzeitig war hier der MDMA-ähnliche Wirkungsaspekt, der genau dieses Fühlen der Melancholie
in gewisser Weise euphorisch machte, durch die stark entaktogene Wirkung. Ich versuchte zu ergründen, ob diese Melancholie in bestimmten Gedanken oder verdrängte Erinnerung die nun hochkommen, begründet lag.
Doch ich konnte nichts konkretes finden. Es war einfach ein Fluss aus Melancholie, der schon lange gefühlt werden wollte. Mir war klar, dass auch so etwas zu psychedelischen Reisen gehört, gerade diese
Aspekte heilsam sein können und ich lies so bewusst wie es ging zu, mich richtig auf die Melacholie ein. Ich genoss es richtig, es fühlte sich richtig und gut an, diese Melancholie zu spüren.
Das klingt beim Schreiben etwas ambivalent, doch das liegt in dieser Candyflip-Wirkung die 2C-B hat. Es ist ähnlich wie ein Candyflip mit nur einer Substanz, also es simuliert gewissermaßen die Kombination
von LSD und MDMA, also einem introspekiven Psychedelikum mit einem Empathogen. Wobei ich aber sagen muss, man kennt 2C-B nicht, wenn man LSD und MDMA einzeln kennt. Die Substanz hat schon noch einmal
einen eigenen Charakter, aber es stimmt, dass man darin Aspekte findet, die man von LSD oder Meskalin kennt und auch welche die man von MDMA kennt. Die introspektive Wirkung ist oberflächlicher als bei
LSD obwohl die Visuals aber ähnlich wie auf 100ug LSD sind. Die Empathie ist ähnlich deutlich ausgeprägt wie bei MDMA, jedoch viel weniger euphorisch. Jedenfalls diese Candyflip Wirkung erklärt den teilweise
ambivalent anmutenden Wirkungscharakter von 2C-B. Ich genoss es immer mehr, diese Melancholie bewusst zu fühlen und mich dabei komplett in die Visuals zu verlieren. Je mehr ich diese Melancholie annahm,
als Teil meiner Selbst akzeptierte und fühlte, desto mehr wurde sie neutral oder in gewisser Weise euphorisch. Ich bekam nun Lust elektronische Musik zu hören und machte das Lied an, welches ich immer
auf 2C-B höre. Dieses Lied lief nun die nächsten 2 Stunden in einer Endlosschleife und es passte sowas von perfekt zu diesem Trip das war gigantisch.
https://www.youtube.com/watch?v=fqM9a9EZ0E4

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Ich versank völlig in dieses Lied und nun machte sich auch der künstlerische Aspekt von 2C-B bemerkbar. 2C-B hat immer einen stets künstlerischen Aspekt an sich. Ich konnte bis ins Detail verstehen,
warum der Interpret dieses Lied ganz genau so komponiert hatte und warum er genau so das Video dazu gemacht hatte. Die Farben, die Klänge, die Harmonie ineinander waren so eine Perfektion, dass ich mir
sagte, der Interpret muss ebenfalls Erfahrung mit 2C-B haben, anders kann ich mir nicht erklären, warum man auf so ein Lied und so ein Video kommt, dass war zu genial.
Irgendwann war die Melancholie "fertig gefühlt" oder "durchgefühlt", mir fehlen die richtig treffenden Worte und es fühlte sich so befreiend und so richtig an, dies getan zu haben. Nun wich diese Melancholie
immer mehr einer neutralen Zufriedenheit, nicht so euphorisch wie bei MDMA aber es hatte zweifelsfrei eine Ähnlichkeit mit MDMA. Es war wie MDMA, ähnlich entaktogen und empathogen, weniger euphorisch,
introspektiver, künstlerischer angehaucht und deutlich psychedelischer. Bei geschlossenen Augen morphten die Visuals wie wild und als ich zwischendurch mal auf das Handy blickte, begannen auch dort die
Zeilen und die Buchstaben ineinander zu zerfliessen, genauso wie die Gedankenbilder bei geschlossenen Augen es auch immer noch taten.

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Nun flachte nach etwa 1 Stunde die erste Welle der Hauptwirkung etwas ab und für einen kurzen Moment fühlte ich mich nüchtern. Es ist typisch, dass bei 2C-B die Wirkung immer in Wellen kommt. So wie
in den CEVs und OEVs alles in langsamen aquariumartigen Wellen im Fluss ist, so ist auch die Wirkung insgesamt immer im Fluss. Stärkere und schwächere Phasen wechseln sich ab. Wenn man denkt die Wirkung
lässt nach, wird man Sekunden oder Minuten später schon wieder von der nächsten Welle überspült. Ich begann mich immer besser und richtiger zu fühlen. Es war so gut und so richtig, diese Melancholie so bewusst
angenommen und gespürt zu haben. Nun begann ich bei geschlossenen Augen, wenn ich mich darauf einlies, mehr und mehr Bestandteil eines kosmischen Flusses zu werden. Bei 2C-B tritt nicht in der Weise ein Egotod
ein, wie man es von starken Psychedelika kennt, aber es kam, wenn ich mich darauf einlies, wellenförmig zu Ich-Entgrenzungen, die wie sanfte Wellen, mein Ego etwas beiseite spülten und in den Hintergrund beförderten.
Wenn ich mich bei geschlossenen Augen darauf einlies, dann konnte ich erahnen, dass dieser Fluss aus Visuals und Gedankenbilder in in diese Visuals codiert waren, nicht nur in meinem Bewusstsein stattfanden,
sondern das sich die Grenze zwischen mir selber, der Umgebung und dem Universum langsam etwas aufzuweichen begann. Nicht nur ich selber war in diesem Fluss, sondern das gesamte Universum mit mir!
Diese Wirkung war nicht so stark, wie bei klassischen Psychedelika, ich konnte sie unterbrechen, wenn ich die Augen öffnete, doch wenn ich die Augen geschlossen hielt und mich bewusst darauf einlies,
dann konnte ich erahnen, dass das gesamte Universum, welches in gewisser Weise aus mir entspringt, denn ich bin ein Teil des Kollektivbewusstseins welches das Universum projiziert um es in all seinen
Facetten zu erfahren, nun auf genau diese "Sprache" von 2C-B eingetuned war. Die gesamte Existenz war ein sanft morphender kosmischer Fluss aus Visuals, die einen äusserst künstlerischen Touch hatten,
perfekt mit dem Lied im Hintergrund harmonierten und von einem gewissen MDMA-Gefühl begleitet wurden.

Klassisch war auch, dass nach dem Öffnen und wieder Schliessen der Augen, insbesondere wenn ich dabei das Musikvideo am Laptop betrachtet hatte, das Bild bei geschlossenen Augen stehen blieb und dann
in diesen ganz typische fliessende Optik von 2C-B zerfloss. Bei offenen Augen war ein Nachzieheffekt zu erkennen. Objekte zogen im halbdunklen Raum Leuchtspuren, die auch bei geschlossenen Augen
noch zu sehen waren, ehe sie auch Teil des kosmischen Flusses aus 2C-B Visuals wurden.

Ich genoss diese herrlichen Visuals, dieses MDMA-ähnliche Gefühl tiefer Zufriedenheit und lies mich zu diesem absolut perfekten Lied treiben, bis nach etwa 2 Stunden der Höhepunkt der Wirkung allmählich
schwächer wurde, die einzelnen Wirkungs-Wellen immer sanfter wurden und ich das Bedürfnis bekam, dass Erfahrene nun so gut es geht, zu konservieren.
Das war, denke ich mal das wichtigste der heutigen Reise. Die Kernaussage war, Emotionen und Dinge aus dem Unterbewusstsein wollen gefühlt werden, dass sollte man unbedingt zulassen. Mir wird an dieser
Stelle auch klar, warum 2C-B ein so wichtiges Instrument in der Psychotherapie war, ehe es ebenfalls ein Opfer dieser sinnlosen Prohibition der Saufköpfe in der Regierung wurde. Durch diese Candyflip Wirkung
die 2C-B hat, kann man in sein Unterbewusstsein vordringen, hat aber immer diese absolut wohlige Wirkung dabei, die man von Empathogenen kennt. Auf diese Weise kann man, wie mit einem Sicherheitsgurt sozusagen,
sein Unterbewusstsein erkunden, erfühlen, ohne aber von diesem überfordert zu werden. Der LSD/Meskalin-Teil der Wirkung harmoniert hier perfekt mit dem MDMA-ähnlichen Teil der Wirkung.
2C-B ist fast rein introspektiv. Ist ist kein Hinausschiessen in den Hyperraum oder andere Daseinsformen, es beschäftigt sich hauptsächlich mit dem eigenen Bewusstsein. Es legt Dinge im Unterbewusstsein
offen, die gesehen werden wollen, begleitet aber einem dabei mit diesem empathischen Wohlgefühl. 2C-B ist ein sehr sanftes und sehr fürsorgliches Psychedelikum, welches gerade deswegen auch für Anfänger
bestens geeignet ist und vor allem in der Psychotherapie ein praktisch unverzichtbares Instrument ist, dass habe ich selber gerade wieder so deutlich nachempfinden können. Mit 2C-B kann man in sein
Unterbewusstsein reisen, auch wenn jemand psychisch sehr vorbelastet ist und viele Blockaden hat. 2C-B weicht die Grenzen zwischen Normalbewusstsein und Unterbewusstsein sehr sanft auf und nähert sich
den tieferliegenden Dingen, wie auf Samthandschuhen.
Nun werde ich die Restwirkung noch bei diesem Lied und einem Joint ausklingen lassen und bin dankbar für diese Erfahrung.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
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Psychelution
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Registriert: 28. Jan 2021, 15:10

Re: Positive Melancholie - schöne Reise mit 20mg 2C-B

Beitrag von Psychelution » 18. Jul 2021, 21:02

Ein toller Bericht! :78:
Ich fand es besonders spannend zu lesen, welche Wirkung das 2C-B auf die Wahrnehmung deiner Gefühle hatte. Ich glaube viele sehen 2C-B als „Party-Psychedelikum“, doch es scheint auch therapeutisches Potential zu haben.
Das Geheimnis des Lebens ist kein Problem, das gelöst werden kann, sondern eine Realität, die erfahren werden muss.

Alan Watts
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