Ayahuasca

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Leo
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Ayahuasca

Beitrag von Leo » 3. Apr 2015, 14:12

Hallo,
Ich habe schon viel gesehen von der Welt (innen & außen) aber es gibt Orte, da war ich noch nicht. Gern würde ich einmal einem Ayahuasca Ritual beiwohnen. Ich habe noch nicht groß recherchiert in welchem Rahmen das am besten möglich wäre. Ein Sammelritual mit einem Schamanen, allein zuhause auf der Couch/Bett, mit. Musik oder ohne...

Eine erste schnelle Suche ergab zwei Ergebnisse: Eine Ayahuasca Gesellschaft bietet in Berlin 2-3 tägige Retreats an mit so 20 Leuten und Übernachtung. Das ist mir fast zu unpersönlich, so eine Massenveranstaltung. Und dann gibt es so einen Eso-Heilpraktiker in Österreich der dann für zwei Tage gleich so 400 Euro nimmt...ich weiß ja nicht.

Habt Ihr Erfahrungen und Hinweise in welchem Rahmen sowas gesittet, fair und hilfreich stattfinden kann?

Liebe Grüße und frohe Ostern,
Leo
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hand
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Re: Ayahuasca

Beitrag von hand » 3. Apr 2015, 15:06

Psychedelische Reisen sind Reisen in das Innere. Das Drumherum lenkt nur ab. Lieber würde ich nicht trippen als mit fremden Leuten im Raum. Aber das ist wohl Geschmackssache und individuell verschieden.
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psilobob
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Re: Ayahuasca

Beitrag von psilobob » 3. Apr 2015, 16:03

Das ist nur Geldmacherei, diese Veranstaltungen, man macht das am besten allein. Braut sich die Pampe selbst, und schon hat man den spirituellen Rahmen.
Wer sich auf sowas einlässt, auf so eine Veranstaltung zu gehen, ist sich wohl nur unsicher und denkt er braucht Führung (die einem sowieso keiner geben kann bei so etwas).
I wouldn´t touch it with a ten foot pole würde man wohl auf Englisch sagen.

Man macht es sich gemütlich zuhause, und stellt sich nen Eimer hin, das würde ich da empfehlen.
Wenn man die Dosis des MAOI gerade ausreichend hält, dann braucht man den nicht einmal.
Habe von auch Berichte von Freunden gehört, die mit "Pharmahuasca", dh dem rezeptpflichtigen Antidepressivum Moclobemid, in Kombination mit DMT gute Erfahrungen gemacht haben, nebenwirkungsarm, und dennoch wirksam.
Man sollte sich die Zeit nehmen ab und zu innezuhalten um an den Blumen zu riechen, rauchen, essen, schnupfen, brauen, extrahieren, observieren, analysieren oder sie anderweitig wertzuschätzen. :)
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Hutzel
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Re: Ayahuasca

Beitrag von Hutzel » 22. Apr 2015, 20:12

Hallo zusamm´n,
schönes Thema, hierzu muß ich natürlich was schreiben hab ich eigentlich grad schon, aber, dummerweise Text net gesichert und weg war er, also nochmal...
sry Psilobob, aber so kann ich Deine Antwort einfach nicht stehen lassen.

ok, ich merk schon das ich den Text so net mehr ganz hinbekomme, werd mir trotzdem Mühe geben.

Also ich würde schon empfehlen dies mit einem erfahrenen Schamanen eingebettet in ner Zeremonie zu machen, ist kein Muß, daß kann jede(r) gerne auch anders sehen. (Kenne auch Berichte von Leuten die es sich selbst gebraut haben und gute Erfahrungen damit gemacht haben) - es kommt halt auch drauf an was genau man haben, also erleben möchte. (womit ich net ausdrücken möchte das es in meinen Augen in Ordnung ist wenn man Mutter Ayahuasca einfach nur für den nächsten psychedelischen Kick, oder so in der Art, missbrauchen möchte)

Bei einer Ayahuasca Zeremonie mit einem Schamanen, einer Schamanin geht es schon um mehr als nur ´n psychedelischen Babysitter bei sich zu haben, so ne Zeremonie hat eben noch viel mehr zu bieten.
Nur durch das "sich selber brauen" hat man noch lange keine spirituellen Rahmen, hier geht es um ne gewisse Geisteshaltung und net einfach nur um irgendwelche Kochkünste.
Schon das Ernten der benötigten Pflanzen wird mit Gebeten begleitet (Gebete, Gesänge, Tabakrauch), beim brauen selbst singt der Schamane seine Icaros mit in das Gebräu, Icaros sind Gesänge die der Schamane von den Geistwesen gelernt hat (welche für verschiedene Zwecke genutzt werden können, z.B. Heilung) in meinen Augen eine ebenso wichtige Zutat wie die Pflanzen und das Wasser selbst, dabei ist der Schamane stets präsent, im Hier und Jetzt (und nicht zwischendurch abgelenkt durch z.B. das "alltägliche" Gedankengebrabbel) - ist dies alles nicht gegeben, ist es in meinen Augen auch keine wirkliche Ayahuasca, sondern einfach nur ein DMT-Gebräu.
Das ein Schamane einem in schwierigen Momenten keine Führung geben kann stimmt so auch net, durfte ich selbst schon erleben/sehen - auch in anderen Rahmen wo erfahrene Psychonauten jemandem in schwierigen Situationen wieder ne gute Führung geben konnten.

So ne Zeremonie gibt auch eine gewisse Struktur und noch so viel anderes, hier sind meine Worte leider noch nicht ausreichend um beschreiben zu können was ich an dieser Stelle gerne sagen würde, sry.

Also ich finde es schon sehr fragwürdig einem, erstens zu empfehlen es sich selber zu brauen und zweitens es dann auch noch alleine zu machen, wenn man das für sich entscheidet, ok - aber da man nie genau wissen kann wer dieser Mensch ist der die Frage stellt, oder wer es sonst noch alles lesen wird, empfehle ich hier doch ein gewisses Maß an Verantwortlichkeit an den Tag zu legen, hier geht es schließlich net um irgendein Kinderspielzeug, im Gegenteil, sowas kann auch gewaltig nach hinten losgehen.

Man sollte sich schon gut informieren mit welchem Schamenen man eine Zeremonie machen möchte, denn das es viele nur wegen Geld machen und evtl auch nicht gerade das nötige Wissen und die nötigen Fähigkeiten für solche Arbeiten haben stimmt schon, hilfreich können hier natürlich Bekannte sein, die schon gute Erfahrungen sammeln durften.


Es ist halt auch so, das man selbst nicht nur zu der Pflanze geht (welche Pflanze, oder Substanz auch immer), sondern einen die Pflanze auch ruft! Eben auf diese Rufe zu achten, kann sehr wichtig und hilfreich sein.
Dein Herz soll im Einklang mit den Herzen der Erde schlagen.
Du sollst fühlen,
dass du ein Teil des Ganzen bist, das dich umgibt.

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Teo Nanacatl
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Re: Ayahuasca

Beitrag von Teo Nanacatl » 22. Apr 2015, 22:52

@Hutzel: Volle Zustimmung ! :Hände Klatschen:
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psilobob
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Re: Ayahuasca

Beitrag von psilobob » 23. Apr 2015, 06:29

Ich sprach von irgendwelchen komischen Geldgeilen Leuten die sowas in Europa anbieten... Echte Schamanen verlangen ausser etwas Tabak oder ähnlichem keine horrende Bezahlung, und hier wirst du auch kaum auf einen echten Schamanen, rausgerissen aus seiner kulturellen Umgebung, stossen...
Und so einer würde auch niemals 20-30 sich völlig unbekannte Leute zusammenstecken für so ein "Ritual".

Hast du schonmal DMT genommen bzw Ayahuasca, Hutzel?
Ich habe DMT als Reinstoff schon häufiger isoliert, und dabei geht man sehr wohl eine spirituelle Bindung ein mit der Substanz, ich habe auch Freunde die es bereits selbst isoliert haben, und war überrascht welche Wandlung in der Einstellung zu der Substanz dabei in ihnen vorgegangen ist.
Schon bevor sie es konsumiert haben. Sich den Wirkstoff selbst mit viel Mühe aus der Pflanze zu isolieren, gibt einem ein Gefühl davon was diese Substanz doch für eine besondere ist, solltest du mal ausprobieren.
Und dann nimmt man das auch alleine, man weiss ja womit man es zu tun hat.

Ayahuasca würde ich sowieso nicht empfehlen, ich bevorzuge puren DMT-"Rausch", eintauchen und abtauchen, ohne sich der Gefahr von Vergiftungen durch MAOI auszusetzen, und dann auch noch von einem Gebräu dass jemand anders hergestellt hat, wer weiss schon was da drin ist? Jemand der an dem gekauften "Ritual" teilnimmt sicherlich nicht.
Ganz abgesehen davon dass viele der von dir beschriebenen Sachen, wie das gemeinsame Ernten der Pflanzen, etc, hier garnicht machbar sind, man bekommt im schlechtesten Fall nicht einmal mit was der selbsternannte Schamane da überhaupt reingetan hat.
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Hutzel
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Re: Ayahuasca

Beitrag von Hutzel » 23. Apr 2015, 14:03

jaa, die Sache mit dem Geld und Schamanen geb ich Dir völlig recht, das seh ich auch so - obwohl ich´s mir mit dem Thema net ganz so einfach mache, was überhaupt ein "echter Schamane" ist - denke aber darüber könnte mer lange diskutieren, weil es da zu viele hin und wieder´s gibt - z.B. glaub ich net das wenn ein Schamane anfängt durch die Welt zu reisen, also rausgerissen aus seinem kulturellem Umfeld ist, dann plötzlich kein Schamane mehr ist.

wow, da wär ich dann wohl auch überrascht, bei mir selber durfte ich eben dieses ebenfalls erleben, also mit der spirituellen Verbindung die man eingeht, aber ich tick da eh in diese Richtung, würde deshalb jetzt net draus schließen das es anderen Leuten dabei ebenfalls so geht, vor allem wenn sie in so spirituellen Bereichen garnet denken.
das man das dann alleine nimmt, weil man ja weiß womit man es zu tun hat - naja, wie gesagt, mer weis halt nie wer mitlesen tut.... verstehe jetzt auch Deinen Hintergrund, woher Deine Antwort rührt, also, daß man beim brauen schon ne spirituelle Verbindung eingeht, meine auch rauslesen zu können das da bei Dir ne gewisse Tiefe hinter steht, eben durch das was Du selbst und dann noch bei Deinen Freunden beobachten und erleben konntest, dennoch denke ich sollte mer net gleich von sich, oder eben von seinen Freunden auf andere schließen, das find ich immer noch etwas Fragwürdig, aber das sind eben meine Gedanken, glaube aber schon zu verstehen wie Du dazu stehst.

das man net wissen kann was genau drin ist, stimmt so auch net ganz, obwohl ich Dir auch hier im großen und ganzen recht gebe, die meisten, die sich zu so ner Zeremonie anmelden, wissen es wohl wirklich net, aber auch dies gilt eben nicht für alle (sind wohl aber die wenigsten)

danke Dir ganz herzlich für Deine Gedanken,
finde es echt wichtig das man solche Themen auch ausdiskutiern kann :)
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Re: Ayahuasca

Beitrag von chronic » 23. Apr 2015, 16:04

Wenn indigene nach Europa kommen um "Zeremonien" abzuhalten wirds natürlich teuer. Noch nicht mal wegen der Zutaten sondern das nebenher wie Flug, Unterkunft, Essen usw. Ob man sich darauf einlassen kann in einer Gruppe einander fremder Leute zu trippen muß jeder für sich entscheiden. Hilfestellungen zu bekommen wenn was "schief" läuft kann auch hilfreich sein. Was man wie möchte kommt letztendlich darauf an wie man selber gestrickt ist. Ich selber tue mich schwer in einer Gruppe fremder los zu lassen. Die verwendeten Icaros sind mir ein Gräuel und ich mag es nicht in was auch immer gemeint religiöses rein gezogen zu werden das nicht meiner Natur entspricht. Eine Struktur kann man sich bei jedem Trip geben der in einem geschützt, ruhigen Rahmen abläuft. Die Frage ist anschließend wie gehe ich mit der Erfahrung um, wie interpretiere ich das Erlebte und komme ich in Krisensituationen mit mir oder meinen Freunden auch klar.
Bei einigen derer die ich in der Vergangenheit kennen lernte und die schon einige Aya Wochenenden hinter sich brachten habe ich den Eindruck das sie kritiklos und blind irgend einem Heilsversprechen hinterher laufen. Wenn ich mir dann noch das dumme Gequatsche von einigen anhöre dreht es mir den Magen um.
Ich möchte jetzt nicht alles schlecht machen was damit zu tun hat. Aber machen wir uns nichts vor, Ayahuasca ist eine Modeerscheinung bei der es Licht aber auch viele Schatten gibt. Letztendlich ist es auf seine Art nichts anderes als andere uns bekannte Substanzen die seit X- Zeiten von Menschen im erforschenden und spirituellen Rahmen genommen wurden. Früher in den fünziger Jahren waren es Mekalinhaltige Kakteen und Pilze die von Intellektuellen genommen wurden und heute ist es nach einer Zeit des hedonistischen Gebrauch Ayahuasca was das große Ding ist.

Das mit dem DMT und dem Harmalin ist nicht ganz so einfach wie es zunächst scheint. Da gibt es schon leichte bis starke Unterschiede. Zum einen ist eine reine DMT Erfahrung keine mit Ayahuasca vergleichbare. Selbst Changa und reines DMT lassen sich unterscheiden. Zum anderen kommt es auf das Mischungsverhältnis beim Ayahuasca an. Es ist wohl so das indigene mehr Liane= Harmala Alkaloide in ihre Tränke machen und Gemeinschaften wie Santo Daime und União do Vegetal bevorzugen den höheren DMT Gehalt was natürlich die Ausprägung des Erlebten verändert. Von Additiven in dem einen oder anderen Trank nicht zu reden.
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Re: Ayahuasca

Beitrag von Hutzel » 24. Apr 2015, 22:56

@chronic
danke für den wichtigen und sehr wertvollen Beitrag :)

"Letztendlich ist es auf seine Art nichts anderes als andere uns bekannte Substanzen die seit X- Zeiten von Menschen im erforschenden und spirituellen Rahmen genommen wurden."
...ich denke dieser Satz rundet das ganze Thema ziemlich gut ab, für mich zumnindest :)
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Re: Ayahuasca

Beitrag von Hutzel » 25. Apr 2015, 04:07

mag hier ma ´n keinen Erfahrungsbericht mit einbringen!

Es war schon mitten in der Zeremonie, der Schamane kam wieder in die Jurte, in der wir die Zeremonie gefeiert haben, hab garnet gemerkt das er überhaupt rausgegangen war, naja, er sagte dann das wir jetzt sehr langsam atmen sollten, ich saß direkt vorm Feuer im Schneidersitz, und fing also an ganz langsam, tief und gleichmäßig zu atmen, kurz darauf öffnete sich mein Bauch (Sakralchakra) und es fühlte sich so an, nein, es war so, daß ich nun durch diesen ein und ausatmete, die Öffnung wurde immer größer und deutlicher spürbar und ich konnte den „Atem“ den ich ein und ausatmete sehen, wie kleine sich schlängelnde Nebelfäden, unbeschreiblich dies zu erklären, dann öffnete der Atem sich von Bauch ausgehend immer weiter nach oben, bis zum Kopf (Kronenchakra) und irgendwie dann den Rücken runter, ich hab nicht mehr geatmet, ich war der Atem selbst, ich saß zwar noch in der Jurte am Feuer, aber mein Körper, mein ganzes Sein war nur noch dieser Atem, ein göttlicher, ein kosmischer Atem, ich fühlte wie dieser Atem mein ganzes Sein durchwehte, sich in jede Nische meines Seins und Körpers kräuselte und alles auf wunderbare Weise energetisierte und harmonisierte, alles was nicht gut und in Harmonie war umgewälzt und fortgetragen hat (mir ist klar das meine Worte ein kümmerlicher Versuch sind so was gewaltiges, außergewöhnliches zu beschreiben)
Der Schamane sprach dann darüber wie Babys atmen, wenn sich ihr Bauch beim atmen anhebt, er sagte das sie noch den ganzen Kosmos einatmen – genau das war es, ich saß da und atmete den ganzen Kosmos in mich ein, war der atmende Kosmos selbst, er sagte dann noch sowas wie, wenn man in diesem Atem ist, könne man bewußt entscheiden ob man nur das saubere der Luft einatmen möchte, natürlich fokussierte ich dann direkt meine Aufmerksamkeit darauf nur reine, gesunde, kosmische Luft in mich einzuatmen, wow, was für ein unbeschreibliches Gefühl.
Am nächsten Tag fragte der Schamane bei wem es denn den Bauch geöffnet hätte, bei vielen von den Anwesenden ist dies geschehen, bei mir ging dies wie beschrieben über den Bauch hinaus und öffnete meinen ganzen Körper, ob es noch jemandem so ergangen ist dabei weiß ich nicht, aber, oh man, ich konnte es schwer fassen, dachte mir so, wie zum Himmel kann man es fertig bringen so etwas willentlich und bewußt bei mehreren Menschen auszulösen?

Ein Freund von mir hatte auch mal so ein Atemerlebnis gehabt, dies ist ihm einfach passiert, aber es ist noch mal ne ganz andere Nummer wenn jemand da ist der so etwas willentlich hervorrufen kann.
Schamanen sind für mich die psychedelischen Meister (vllt etwas komisch ausgedrückt), sie praktizieren dies seit zigtausenden von Jahren ununterbrochen, nicht wie bei uns, wo uns durch die Inquisition diese Wurzeln abgeschnitten wurden, und durch die Industrialisierung und Technisierung wurden wir bewußtseinsmäßig auch noch mal in ne ganz andere Richtung befördert .
Wir fangen gerade erst an, also seit ein paar Jahrzehnten, uns dieses Wissen von den Gesetzen des Kosmos und der Erde wieder anzueignen, somit liegen in diesen Bereichen zwischen uns und den schamanischen Kulturen Welten. Wenn wir mit Hilfe solcher Pflanzenverbündeten diese Welten wieder betreten, machen wir wohl alle das, was man schamanische Erlebnisse nennt, aber ein Schamane zu sein ist noch mal was ganz anderes, ebenso einen Schamanen bei der Arbeit zu erleben. Ich denke, nein ich weiß das wir da noch sehr viel von den Schamenen lernen können, und ich weiß auch weshalb sie so etwas immer in Form einer Zeremonie praktizieren, es ist ihnen ganz einfach viel zu heilig.

Auf jeden Fall hat jeder der diesen Weg geht, in welcher Form auch immer, meinen größten Respekt, jeder von uns macht seine Erfahrungen die uns im gesamten weiter bringen, uns wieder dahin bringen wo wir mal hergekommen sind, denn unsre Wurzeln sind schamanische Wurzeln, so empfinde ich es auf jeden Fall. Und eines wird mir auch immer mehr bewußt, alleine wissen wir so wenig, doch gemeinsam wissen wir so viel :)
Dein Herz soll im Einklang mit den Herzen der Erde schlagen.
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