Cannabispatient werden

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harekrishnaharerama
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Cannabispatient werden

Beitrag von harekrishnaharerama » 27. Jul 2019, 04:43

Hallo Leute :)

Ich habe mir mal auf die Agenda gesetzt, Cannabispatient zu werden, um bei etwaigen Problemen zumindest ein gutes Argument zu haben - zum Beispiel bei einer Anzeige.

Wie würdet Ihr das angehen oder wie seid Ihr das angegangen?
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Arkan
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von Arkan » 28. Jul 2019, 08:24

Bist du denn Krank das du die Ausnahmegenehmigung möchtest? Geht es dir vielleicht nur darum legal Kiffen zu können?

Arkan
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Dr.Perovskia
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von Dr.Perovskia » 29. Jul 2019, 08:59

"Als etablierte Indikationen für Cannabis-basierte Medikamente gelten chronische – insbesondere neuropathische – Schmerzen, Spastik bei MS, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen. Hinweise für positive Wirkungen reichen von neurologischen (Spastik und Schmerzen unterschiedlicher Ursachen, hyperkinetische Bewegungsstörungen), über dermatologische (Neurodermitis, Psoriasis, Akne inversa, Hyperhidrosis), ophthalmologische (Glaukom) und internistische (Arthritis, Colitis ulzerosa, Morbus Crohn) bis hin zu psychiatrischen Erkrankungen/Symptomen (Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörung, Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung [ADHS], Schlafstörungen)." (Vgl. https://www.aerzteblatt.de/archiv/18647 ... enderungen)

Gerade Depressionen kann Mensch natürlich schnell bekommen, an ADHS und Schlafstörungen leiden ja ohnehin viele....Es sei noch erwähnt, dass beim vortäuschen einer Krankheit zumindest mächtig Ärger von Seiten der Krankenkasse drohen kann.
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harekrishnaharerama
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von harekrishnaharerama » 29. Jul 2019, 09:40

Mir geht es vielmehr um eine Anerkennung als darum, die Kasse anzupumpen.
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Herr von Böde
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von Herr von Böde » 29. Jul 2019, 18:33

Also, lass das "Cannabis" mal weg und denk nochmal nach was Du da sagst.

Patient möchtest Du werden ....

Das kan keine gesunde Haltung sein, und wenn es eine Ausrede sein soll ist jedenfalls keine moralische.
Schon deshalb nicht weil man es damit echten Patienenten noch schwerer macht an ihr Kraut zu kommen und die Voreingenommenheit der Ärzteschaft verstärkt.

Nee, gut ist es anzuerkennen das Du nunmal ein Krimineller bist.
Wichtig ist die Erkenntnis das Kriminalität nichts mit Moral zu hat sondern allein mit Definitionen die Du vorzunehmen das Recht nicht hast. Das machen andere für Dich.
Darüber werd Dir klar, ganz klar darüber das moralisch integere Menschen kriminell sein können und va. das ausgemachte Psychopathen legal ihre pervertierten Triebe ausleben ohne jemals mit dem Gestez in Konflikt zu kommen. Und dann mach mit dieser Klarheit etwas Sinnvolles. Etwas das dieser Amoralität der Machtstrukturen wirksam entgegensteht.

Das was Du vor hast ist was ein Tier tun würde im Überlebenskampf, tarnen und verstecken, es ist unwürdig für einen Menschen mit kulturellem oder geistigem Anspruch (den ich Dir einfach mal unterstelle :) ).
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harekrishnaharerama
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von harekrishnaharerama » 29. Jul 2019, 19:12

Das war und ist mir völlig klar. Aber es ist - denke ich - völlig egal, wieherum man die Sache angeht. Die Welt bleibt ja die selbe. Es geht ja lediglich um Wörter. Wenn ich mir dadurch meine Freiheit erkaufen kann, warum nicht? Wegen Stolz in den Knast gehen? Kann ich verzichten drauf ;)
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Herr von Böde
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von Herr von Böde » 30. Jul 2019, 02:46

Würde sollte man nicht mit Stolz verwechseln.

Ja, die Welt bleibt die selbe wenn Du Dich würdelos verhälst, Du gibst der Sache Kraft wenn Du Dich anpasst.

Du redest da von Knast und bist damit in Angst gefangen, bei den Mengen mit denen Du bei medizinischem Gebrauch handtierst ist Knast völlig ausgeschlossen.
Es sei denn Du sizt in Würde evtl. aufgebrummte Geldstrafen aus Protest ab.
Dann bewirkst Du was, nicht viel aber ein bisschen aber die Entscheidung kannst Du immernoch treffen wenn es soweit ist.

Überleg Dir auf welchem Niveou Du klagst, wir verurteilen unsere Großeltern weil sie Menschen nicht geschüzt haben, ihnen drohte der Tod.
Und Du willst Dich für einen Luxus mit vorrauseilemndem Gehorsam beugen, einfach so.

Das beste was Du machen kannst ist die Entscheidung offen zu lassen wie es sich anfühlt, für Dich, einem Richter, einem Staatsanwalt ins Gesicht zu sagen das ihr Handeln ein amoralisches ist, das Du Dich nicht beugst und kein Unrecht einsiehst und das Amoral an die größtmögliche Glocke hängst - oder dann zu zahlen, das schlimmste was Du tun kannst ich Dich schon vorher auf Kosten von Patienten, öffentlicher Meinung und Deiner und der Moral unzähliger Drangsaliter vorher schon zu beugen.

Für das einzustehen was Du tust und für richtig hälst wird etwas bewirken mindestens bei Dir wenn Du lernst was Du erträgst, die Erfahrung machst für Dich da sein zu können.
Das ist was Initation auf modern.
Welches Leben - wenn es darum ginge -gilt es denn zu schützen wenn das ein irrsinniger Anspruch wäre??

Der der moderne zivilisierte mensch aug allerlei Arten vor solchen Initiationen in allen möglichen bereichen herumdrück, das ist unser Problem. Darum brauchen wir Absperrbänder vor einer Pfütze.

Egal was Du machst, wahrscheinlich klingt dieser Anspruch irrsinnig hoch aber denk wenigstens mal gründlich darüber nach wie hoch der Anspruch in Wirklichkeit ist für das einzustehen woran man glaubt und was man für richtig hält.


Und denk wenigstens darüber nach was es bedeutet mit dieser Selbstverständlichkeit Fragen zu stellen wie Du es hier getan hast.
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von harekrishnaharerama » 30. Jul 2019, 03:43

Wenn ich einen Baum hoch möchte, dann werde ich nicht darauf warten, dass mir Flügel wachsen, sondern ich werde klettern oder eine Leiter holen. Das hat nichts mit Würdelosigkeit zu tun.

Im Grunde muss der Mensch seine Krankheit, seine Unvollkommenheit begreifen. Die Leute, die sich gesund nennen, sind meist die größte "Krankheitsgefahr". Ich gebe ja nicht auf. Ein Verbrechen bleibt ein Verbrechen für mich und ich formuliere das auch so, wenn es jemand wissen möchte. Ich werde kein Nazimitläufer deshalb, sondern erleichtere mir lediglich mein Hiersein. Wenn das untragbar werden sollte, werde ich mich entsprechend wehren. Ich bin ja trotzdem weiter für eine Legalisierung, das ist durch diesen Akt der "Erklärung" innerhalb des Systems nicht gefährdet. Ich bin halt nur kein Märtyrer mehr. Das steht mir eh nicht. Bin garnicht der Typ dafür.

Der Klügere gibt nach, passt sich an, ist anpassungsfähig, verwandlungsfähig ;)
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von Herr von Böde » 30. Jul 2019, 06:05

Du gehts das Risiko ein evtl.mal vor die Entscheidung gestellt zu sein eine Geldstrafe zu blechen oder den Märtyrer zu geben.
Sich diese Entscheidung offen zu lassen hat noch gar nichts mit Märtyrertum zu tun.

Opportunismus hat halt nichts mit Moral zu tun und an die appelliere ich.
Wenigsten Dir vollkommen klar darüber zu werden was Du machst und Dich nicht hinter Ausreden zu verstecken wie der kein Märtyrer sein zu wollen.
Es ist eine, sei Dir darüber im Klaren ;-)
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Re: Cannabispatient werden

Beitrag von harekrishnaharerama » 30. Jul 2019, 07:02

Der moralische Kontext bleibt doch bestehen, das habe ich doch zu erklären versucht. Dem Richter oder Polizisten ist es völlig schnuppe, wer da gegen das BTM-Gesetz verstoßen hat. Der erinnert sich nicht mal an meinen Namen.

Wichtig ist doch, dass man die Botschaft, die Moral an andere weiter geben kann. Ich will doch nicht "besser sein als jemand anderes" oder einen "Vorteil gegenüber anderen haben". Ich will nur nicht verhaftet werden oder Strafe zahlen.

Wenn ich einen Führerschein mache, dann bin ich doch nicht opportunistisch. Ich will meine Karre fahren ohne dass mich jemand anhält und mich verhaftet. Man passt sich an. Klar könnte ich wie ein echter Biker darauf verzichten, auch auf einen Helm und alles andere verurteilen, aber für mich ist diese Anpassung in Ordnung.
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