Feuersalbei/Thujon - Gift?

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Nachtschatten
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Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von Nachtschatten » 11. Mär 2020, 10:28

Hallo.

Dieses Jahr möchte ich mich dem Feuersalbei (Salvia Splendens) widmen, der ja unter dem Ruf steht, eine gewisse, je nach Dosis stärker sedierende Wirkung zu erzielen und da er ja vollkommen legal ist. Deswegen würde ich den dieses Jahr auch gerne einmal anbauen. Doch bei meinen Recherchen traf ich auf das Vorhandensein von Thujon (Dem "Ursprungsstoff" beim Absinth) in diversen Salvia-Arten. Thujon ist ja doch kein Stoff, den man so auf die leichte Schulter nehmen sollte, denke ich? Vor allem, wenn man höhere Dosen erwischt.

Wie sieht es also mit dem gesundheitlichen Aspekten beim Feuersalbei aus? Ich weiß aber, dass Feuersalbei ja doch relativ unerforscht ist. Deswegen:

Gibt es hier Leute, die den nun schon öfter mal genommen haben? Gibt es da bezüglich des Thujons oder anderer Stoffe (Die zumindest bekannt enthalten sind) irgendwelche Bedenken oder kann man diesen Wirkstoff bei Salvia Splendens "vernachlässigen"?

Vielleicht hat da ja jemand ein bisschen mehr Erfahrung. :98:
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Leuchtkugel
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Re: Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von Leuchtkugel » 12. Mär 2020, 17:06

Die Dosis macht das Gift.
Wermut, aus dem Absinth gebrannt wird, enthält sehr viel Thujon, weshalb man mit ihm vorsichtig sein sollte.

Beifuß enthält auch Thujon und ich habe ihn schon in größeren Mengen konsumiert und nie ist etwas passiert.
Feuersalbei möchte ich dieses Jahr auch anbauen um ihn Ethnobotanisch zu erfahren, damit fängt man natürlich in geringer Dosierung an.
Die Blätter geben sicher auch ein hervorragendes Räucherwerk her, damit kannst du ihn quasi immer bedenkenlos nutzen, sofern du nicht ein ganzes Feld verräucherst.
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chronic
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Re: Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von chronic » 13. Mär 2020, 01:09

Salvia splendens enthält kein Thujon, sondern neben vielen anderen Stoffen die beiden Neo-Clerodan Diterpenoid Verbindungen Salviarin und Splendidin, von denen angenommen wird, dass sie psychoaktive Wirkungen haben.


Leuchtkugel hat geschrieben:
12. Mär 2020, 17:06
Feuersalbei möchte ich dieses Jahr auch anbauen um ihn Ethnobotanisch zu erfahren, damit fängt man natürlich in geringer Dosierung an.

Er wirkt schon in geringer Dosierung wenn es sich um einen psychoaktiven handelt. Die meisten im Handel erhältlichen sind jedoch unwirksam. Mehr dazu siehe unten stehen Link.


Leuchtkugel hat geschrieben:
12. Mär 2020, 17:06
Die Blätter geben sicher auch ein hervorragendes Räucherwerk her, damit kannst du ihn quasi immer bedenkenlos nutzen, sofern du nicht ein ganzes Feld verräucherst.

Nein es riicht nur verbrannt, weil diese Art so gut wie gar nicht über aromatische bzw. ätherische Inhaltsstoffe verfügt.


Nachtschatten hat geschrieben:
11. Mär 2020, 10:28

Wie sieht es also mit dem gesundheitlichen Aspekten beim Feuersalbei aus? Ich weiß aber, dass Feuersalbei ja doch relativ unerforscht ist. Deswegen:

Gibt es hier Leute, die den nun schon öfter mal genommen haben? Gibt es da bezüglich des Thujons oder anderer Stoffe (Die zumindest bekannt enthalten sind) irgendwelche Bedenken oder kann man diesen Wirkstoff bei Salvia Splendens "vernachlässigen"?

Vielleicht hat da ja jemand ein bisschen mehr Erfahrung. :98:

Das mit dem Thujon siehe weiter oben in meinem Beitrag. Nach heutigem Stand scheint S. splendens sicher zu sein.

Da ich an anderer Stelle schon vor wenigen Tagen zu Salvia splendens geantwortet habe ist dieser Thread eigentlich überflüssig.
https://www.entheobotanik.net/viewtopic ... 453#p39453
Ge'ez ጫት

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Nachtschatten
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Re: Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von Nachtschatten » 13. Mär 2020, 16:11

chronic hat geschrieben:
13. Mär 2020, 01:09


Er wirkt schon in geringer Dosierung wenn es sich um einen psychoaktiven handelt. Die meisten im Handel erhältlichen sind jedoch unwirksam. Mehr dazu siehe unten stehen Link.
Aber Salvia Splendens ist doch Salvia Splendens, oder ist das ein Unterschied?

Wie ist das mit der Sorte "Johannesfeuer"?


Ich denke ja mal nicht, dass wenn Salvia Splendens eine psychoaktive (wenn auch milde) Wirkung hat, das bisschen bewusst rausgezüchtet wurde, oder?

Ich habe nämlich schon ein paar Samen in der Erde. :D Wäre jetzt sehr sehr ärgerlich, wenn man sich davon nun überhaupt nichts erwarten könnte.
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chronic
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Re: Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von chronic » 18. Mär 2020, 22:00

Salvia Splendens ist Salvia Splendens. Sonst wäre es etwas anderes.

Allerdings gibt es neben unterschiedlichen Sorten ebenso chemische Sippen die nicht zwangsläufig etwas psychoaktives enthalten. Was mit "Johannisfeuer" ist kann ich nicht sagen. Bei meiner Recherche habe ich nichts dazu gefunden. Was ich sagen kann, dass die meisten im Handel erhältlichen scheinbar nicht psychoaktiv sind. "Bonfire" Abkömmlinge sind es und die reinen "Bonfire" definitiv. "Blaze of fire" soll es sein.Leider habe ich in Europa noch nie Quellen gefunden wo man Pflanzen oder Saatgut kaufen kann. Gesichert nicht aktiv ist die "Sizzler"-Serie.

Wenn du mich fragst, fahr zweigleisig und besorg dir "Bonfire" Samen oder Pflanzen. Ist noch früh genug im Jahr das sie was werden. Sollte "Johannisfeuer" psychoaktiv sein poste es hier damit man die Art besser einschätzen kann. Gleiches wenn es nicht ist. Du würdest das Wissen um die Psychoaktivität bereichern.
Ge'ez ጫት

Rajas_green
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Re: Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von Rajas_green » 18. Feb 2021, 15:30

Ich habe über zwei Jahre "Johannisfeuer" kultiviert. Das erste Jahr sehr gut mit Bio Dünger für "Cannabaceaen" gegegossen. Dunkelgrüne Blätter und lange feuerrote Blühten... Gekaute Blätter hatten einen beruhigenden Effekt, den ich sehr gerne als Beigabe für Zeremonien genutzt habe. Anspannungen haben sich sehr schnell gelöst und der Kopf war geklärt... Sehr angenehm.

Dieselbe Saat im nächsten Jahr habe ich nicht so gut gepflegt; Baumarkt Erde und Wasser. Das Ergebnis war unbefriedigend in Qualität und stärke des Effekts!!
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Dr.Perovskia
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Re: Feuersalbei/Thujon - Gift?

Beitrag von Dr.Perovskia » 7. Apr 2021, 15:42

Wie schon meine Vorredner geschrieben haben: Es ist kein thujon im Feuersalbei vorhanden, der Konsum ist nach jetztigem Kenttnisstand recht ungefährlich. Allerdings gilt, was immer gilt, hier gibt es keine stabilen Studien mit mehreren tausenden Patienten, sprich die Datenlage schlecht.
Ein Bericht liegt mir noch vor für die Sorten Scarlet King und Carrabiniere, die ebenfalls wirken sollen. Aber alles ohne Gewähr!
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