Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Sadeal
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von Sadeal » 13. Nov 2021, 00:20

Hat tatsächlich funktioniert. Ich hatte 2 Schälchen in der selben Box. Eins mit Seramis-Casing und eins komplett ohne Casing. Das Seramis-Schälchen hat 2-3 Tage vorher Fruchtkörper gebildet. Dafür waren aber aber die Fruchtkörper in dem Schälchen ohne casing dicker, aber dafür kleiner.
Insgesamt hat das Schälchen ohne, mehr Ertrag gebracht. Warum? Keine Ahnung. War überhaupt mein erster Versuch mit der PZ.
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HB-A
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von HB-A » 17. Nov 2021, 11:51

Hallo Dick,
möglicherweise kannst Du mir eine Frage beantworten...
Was ist die Dir bekannte höchste Prozentzahl an Psilocybingehalt bei Cubensis ??
(Meines Wissens ca. 0,8%)

Danke!

Da bin ich in Auseinandersetzung mit Jungs in CA...
Angeblich ist der P.-Gehalt bei Zucht in totaler Dunkelheit wesentlich höher als mit Licht.
Bei einem Test mit Miraculix soll ein PE etwa 1,5% erreicht haben.
(Btw, M.-Tests sind IMHO nicht so sehr zuverlässig.)

Im Anhang eine Studie über hell/dunkel-Zucht..
(Mein Englisch war vor Jahrzehnten besser, ich habe die Schlussfolgerungen nicht so verstanden.)

finaledition.pdf
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Bist Du Dir bewußt,
daß es möglicherweise keine objektive Wahrheit gibt ?
Dick Moby
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von Dick Moby » 17. Nov 2021, 22:46

Hi!

Freut mich dass der Seramis dir geholfen hat.
Der Ertrag hängt sehr stark von der Genetik ab.

Wenn du mit einer Sporenspritze gearbeitet hast, können die Ergebnisse von Schale zu Schale stark schwanken. Sowohl Ertrag, als auch Optik und Potenz.
_____________________


Zum Potential der Potenz kann ich sagen, dass die alten Erkenntnisse veraltet sind.

In den letzten 20 Jahren haben unglaublich viele Menschen gezielt an Kreuzungen und isolationen gearbeitet, sodass es heute super potente Cubensis Varianten gibt, die so stark sind wie Azur oder Cyans.

Hier der Link zu einer Seite, die Ergebnisse ihrer Testungen veröffentlicht.

https://www.oaklandhyphae510.com/post/p ... -mushrooms

Man kann sich dort einkaufen und Samples zur Testung einschicken und an einem Wettbewerb teilnehmen.

Ob es Belohnungen für Gewinner gibt oder das ganze nur Schwanzvergleich ist, weiß ich nicht.

Jedenfalls interessant die Ergebnisse zu sehen und sicherlich aufregend zu erfahren welche Potenz deine eingeschickten Früchte haben.

Man beachte außerdem den Psilocin gehalt, nicht nur Psilocybin.


Generell wurde eine Menge, eine Menge... Arbeit in die heute verfügbare Genetik gesteckt.

Es gibt schon Kulturen die Früchte von 300-600g frisch produzieren, andere die absolute Freaks optisch sind, die man hier überhaupt nicht kennt.

Die gesamte Kultivierung entwickelt sich rasant weiter.
Immer mehr Spezies werden indoor kultiviert und immer mehr Spezies werden entdeckt.


Ehrlich gesagt habe ich das von dir verlinkte Paper nur überflogen und sehr wenig gelesen, über das Thema gab es in letzter Zeit aber mehrere Papiere.

Psilocin ist deutlich empfindlicher gegenüber Licht als Psilocybin, Psilocybin aber auch.

Kannst du mir sagen was genau du im paper nicht ganz verstanden hast?

Danke fürs verlinken, werde ich mir nochmla genauer ansehen, wenn ich wieder fitter bin.


Entspannten Abend
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HB-A
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von HB-A » 18. Nov 2021, 16:02

Hallo Dick,
zunächst gute Besserung für Dich !

Bei dem vom mir verlinkten Text: ab dem Verweis auf die "figures" bleiben mir die Zusammenhänge verschlossen und die Diagramme verstehe ich gar nicht.

Dein verlinkter Text: nun, ein PE und 3 Albino PE sind S+ Klasse und der N/A ragt weit nach oben, alle anderen (üblichen?) Cubis bleiben unter 0,8%; der
Semi mit nur 0,46% irritiert mich doch etwas.

(z. Zt. wird eine Kreuzung von B+ und PE angeboten; könnte mich evtl. mal reizen... :-) )
Bist Du Dir bewußt,
daß es möglicherweise keine objektive Wahrheit gibt ?
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von Sadeal » 18. Nov 2021, 16:24

@Moby Dick

Ich habe ein Sporenabdruck genutzt. Hab ein paar Sporen in Honigwasser gekratzt und gewartet bis sich eine "Myzelqualle" gebildet hat.
Genetik müsste wohl identisch sein.

Das was du mit dem Agar beschrieben hattest, habe ich aus Faulheit komplett weglassen. Mit meiner "Qualle" hatte ich direkt die Körner beimpft.
Gibt es denn wichtige Gründe die Schritte mit dem Agar durchzuführen?
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von HB-A » 18. Nov 2021, 17:34

Sadeal hat geschrieben:
18. Nov 2021, 16:24
@Moby Dick

Ich habe ein Sporenabdruck genutzt. Hab ein paar Sporen in Honigwasser gekratzt ...

Gibt es denn wichtige Gründe die Schritte mit dem Agar durchzuführen?
Hi Sadael,
Dick wird Dir wohl Ähnliches erzählen.

Sehr wahrscheinlich waren am Abdrruck schon Kontaminationen dran.
Mit Agar kannst Du Solches erkennen und durch Isolieren später ein Flüssigmycel herstellen.
Wird schon werden... :angel:
Bist Du Dir bewußt,
daß es möglicherweise keine objektive Wahrheit gibt ?
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von Sadeal » 18. Nov 2021, 23:00

HB-A hat geschrieben:
18. Nov 2021, 17:34
Sadeal hat geschrieben:
18. Nov 2021, 16:24
@Moby Dick

Ich habe ein Sporenabdruck genutzt. Hab ein paar Sporen in Honigwasser gekratzt ...

Gibt es denn wichtige Gründe die Schritte mit dem Agar durchzuführen?


Hi Sadael,
Dick wird Dir wohl Ähnliches erzählen.

Sehr wahrscheinlich waren am Abdrruck schon Kontaminationen dran.
Mit Agar kannst Du Solches erkennen und durch Isolieren später ein Flüssigmycel herstellen.
Wird schon werden... :angel:

Da gibt es wohl ein Missverständnis; ich habe keine Kontaminationen. Meine Schälchen hatten und haben ein schneeweißes Myzel. Wahrscheinlich Anfängerglück
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von tsorp » 23. Nov 2021, 11:43

sadael "Gibt es denn wichtige Gründe die Schritte mit dem Agar durchzuführen?"

vor allem kann man auf agar dann einzelne substrains selektieren. (du könntest auch von honigmyzel noch einmal auf agar, aber dafür braucht man sehr saubre luft/sehr sterile arbeitsweise oder zb ne flowhood)
wenn zb in eine richtung der petri besonders schnelles kräftiges wachstum ist, dann nimmt man von dessen wachstumsspitze einen kleinen sektor und setzt den wieder mittig auf die neue petrischale mit agar in die mitte..
und das wiederholt man dann, bis man den eindruck hat, es ist nur noch ein SubStrain also ein * ( mir fällt das wort nicht ein, schreib das doch mal wer bitte :D )
wie man das schneller erreichen kann, wäre das saubere klonen eines fertigen fruchtkörpers, da man dann direkt "eine genetik" hat. das sind aber alles eigentlich grundlagen, die hier im forum garantiert irgendwo zu finden sind :)
oder in literatur
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von Dick Moby » 23. Nov 2021, 21:56

HB-A hat geschrieben:
18. Nov 2021, 16:02
Hallo Dick,
zunächst gute Besserung für Dich !

Bei dem vom mir verlinkten Text: ab dem Verweis auf die "figures" bleiben mir die Zusammenhänge verschlossen und die Diagramme verstehe ich gar nicht.

Dein verlinkter Text: nun, ein PE und 3 Albino PE sind S+ Klasse und der N/A ragt weit nach oben, alle anderen (üblichen?) Cubis bleiben unter 0,8%; der
Semi mit nur 0,46% irritiert mich doch etwas.

(z. Zt. wird eine Kreuzung von B+ und PE angeboten; könnte mich evtl. mal reizen... :-) )


Will dich nicht ignorieren, habe es nir vor mir hergeschoben, weil ich mich da erst einlesen muss und grade blockiert bin.

Auf der verlinkten Seite gab es vorher eine weitere Testung mit anderen Varianten, warum diese nicht mehr vorhanden ist, weiß ich nicht.

Jedenfalls waren dort auch Enigma und Albinos oben mit dabei.


Die Potenz ist keine im Erbgut festgelegte Zahl.
Nehmen wir mal als Beispiel RustyWhyte (AA+ x Columbian rust spore).

Ich habe Zwecks Sporenproduktion ohne viel rumzumachen einfach nur einen einigermaßen sauberen Sektor von Platte auf Hirse beimpft.

Die Früchte waren hübsch und wuchsen gut.
Potenz war aber unbrauchbar...
Also wirklich gar nichts..

Das heißt aber nur dass ich eine schlechte Kultur (strain/s) erwischt habe, was allerdings nicht bedeutet dass RustyWhyte generell schwache Früchte produziert.

Zwei Sporen 'verbinden' sich zu einem strain, demnach haben wir viele unterschiedliche strains in unseren Kulturen, die vollkommen unterschiedliche Ergebnisse produzieren. Im Bezug auf Ertrag, Optik, Potenz usw.

Du kannst glücklich sein und bei golden teacher oder jeder anderen Varietät eine Kultur finden, die in Testungen ganz oben dabei wäre.

In manchen Varietäten sind durch Arbeit von vornherein mehr potente strains in den Sporenabdrücken - diese Formulierung ist zum Kopfschütteln, aber vereinfacht erklärt es das was gemeint ist.


Der schlechte Semilanceata wird einfach nur ein schwacher strain gewesen sein.
Ansonsten weiß man auch nicht wie die Früchte getrocknet und gelagert wurden.
_______

Es gibt Tendenzen, manche tendieren dazu potentere Früchte zu produzieren, weil dort vorher auf Potenz hingearbeitet wurde (viel Arbeit über längere Zeit).


PE x B+ ist Tidalwave, kenne eine Brieftaube, welche dir Sporen davon vorbeifliegen könnte, damit will ich aber nichts zutun haben.
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Re: Moby`s Dicks, Steine und Experimente

Beitrag von Dick Moby » 23. Nov 2021, 22:07

Sadeal hat geschrieben:
18. Nov 2021, 16:24
@Moby Dick

Ich habe ein Sporenabdruck genutzt. Hab ein paar Sporen in Honigwasser gekratzt und gewartet bis sich eine "Myzelqualle" gebildet hat.
Genetik müsste wohl identisch sein.

Das was du mit dem Agar beschrieben hattest, habe ich aus Faulheit komplett weglassen. Mit meiner "Qualle" hatte ich direkt die Körner beimpft.
Gibt es denn wichtige Gründe die Schritte mit dem Agar durchzuführen?


Zu den strains (2 Sporen) habe ich im letzten Kommentar ein bisschen was geschrieben.

Durch agar stellt man sicher, dass die Kultur zumindest einigermaßen sauber ist, bevor sie auf Korn kommt (und definitiv sauber bevor sie in Flüssigmedium kommt).

Außerdem kann man so theoretisch direkt nach agressiv (schnell) wachsendem Myzel gucken und alles andere aussortieren.

Das bedeutet nicht, dass schnell wachsendes Myzel automatisch potentere Früchte produziert, sondern einfach nur, dass man eine schnell kolonisierende Kultur hat.

Sporen direkt in Flüssigmedium ist riskant und wird eher seltener praktiziert.
Wenn es für fich funktioniert hat, super, wird irgendwann aber ganz sicher auch dreckige Gläser geben und das verhindere ich durch das Agar vorher.

Etwas mehr Arbeit, aber sehr viel weniger Kontaminationen.
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