Der "Salvia Dom" - geniale Reise mit 60mg MET

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kleinerkiffer84
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Der "Salvia Dom" - geniale Reise mit 60mg MET

Beitrag von kleinerkiffer84 » 22. Dez 2019, 19:16

Gestern führte ich einen weiteren Versuch mit MET durch. Wenn MET als Fumarat-Salz vorliegt, wird es rauchbar und scheint in gewisser Weise Qualitäten von Salvia und Tryptaminen zu vereinen.
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Ich komme gerade von meiner 2. Erfahrung mit MET zurück. Derzeit spüre ich noch subtile Nachwirkungen, fühle mich aber so weit wieder gelandet, um die Erfahrung zu konservieren, soweit dies mit Wort
und Bild überhaupt möglich ist. MET ist ein äusserst eigenartiges Tryptamin. Es bestätigte sich meine Erkenntnis in der 1. Erfahrung nochmal, dass MET so etwas wie eine Fusion aus Salvia und Tryptaminen ist.
Dieses mal wählte ich eine etwas höhere Dosis von 60mg. Mit den 60mg MET in der Glaspfeife begab ich mich in der Nacht an einen Tripplatz in der Natur.
Ich schaffte es, das MET in 2 langen und tiefen Zügen zu inhalieren.

Die Wirkung setzt ähnlich rapide ein wie bei DMT, aber es schiesst einem nicht so stark und so weit weg. Ich schaffte es noch, die Glaspfeife und das Feuerzeug kontrolliert beiseite zu legen,
ehe ich mich bei geschlossenen Augen voll und ganz der Wirkung hingab und in eine gekrümmte Sitzhaltung zusammensackte. Es war nicht der klassische Egotod, wie man ihn von einem DMT-Durchbruch kennt,
aber ich war schon sehr weit weg, von dem, was wir "Alltag" oder "Realität" nennen. Ich kann mich auch erinnern, dass ich den 2. Zug von der Glaspfeife praktisch nur instinktiv genommen habe,
ohne zu wissen, wie man die Geräte, die ich da in der Hand halte mit unseren Worten bezeichnet. Ich wusste, das ist Feuer, da ist irgendwas was ich in den Mund stecken muss, also ziehe ich mal dran.
Das sind die langjärigen Urinstinkte eines Rauchers, die wohl auch bei stärkeren psychedelischen Erfahrungen noch in der Grundkonfiguration aktiv sind.

Als die Wirkung richtig los ging, war ich auf so etwas wie einer erhabenen Sichtweise in einer Art Dom. Es war nicht der DMT-Dom, aber es war eine Art Dom. Dieser Dom war ausgekleidet mit unzähligen
"Balkonen". Ich nenne es jetzt "Balkone", aber es waren Ebenen, die an den Wändern hinunter aufgestapelt waren, fast so wie diese Salviabuchseiten. Jede dieser Ebenen war eine eigene Parallelwelt,
die rein visuell wie unsere Welt aussahen, aber oftmals überzogen waren mit MET-Visuals. Auch die Wände von diesem Dom und der Raum ansich, waren durchzogen mit Visuals.

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Die Visuals bei MET sind häufig verschwommene Dreiecke, manachmal auch verschwommene Spiralen aus Dreiecken und gelegentlich sehr abstrakte Muster, die mich teilweise an Lego-Männchen erinnerten aus
der Kindheit und teilweise an Azteken Symbole. Diese waren überstrahlt mit stark psychedelischen Farbmustern.
Man merkt vermutlich hier an der Art der Erzählung bereits, dass es eine gewisse Parallele zu Salvia aufweist. Lego-Männchen aus der Kindheit, aufeinander gestapelte Parallelwelten, dass sind alles
Dinge die man aus der Salviawelt kennt. Diese bereist man hier im Grunde auch, allerdings eben in Synergie mit einer Tryptaminwirkung.
Mir wurde klar, dass es alle diese Welten, die in diesem Dom aufgestapelt sind, schon immer gab. Jegliche mögliche alternative Ausprägung der Geschichte ist in irgend einer Parallelwelt realisiert.
Alles von dem ich aus meinem Leben wusste, dass es auch anders hätte verlaufen können, war in einer dieser Parallelwelten in einer entsprechenden Weise realisiert. Doch auch alle Dinge, von denen
ich nicht wusste, dass die in meinem Leben hätten eintreten können, waren dort auch manifestiert. Nicht nur mein Leben, sondern jegliche mögliche kausale Entwicklung, die es jemals im Universum hätte
geben können, war in einer dieser Parallelwelten realisiert. Das Gehirn war stark vereinnahmt von dieser Erfahrung und plötzlich schien es, als ob MET hier einen zeitlichen Schnitt
gemacht hätte und - so wurde mir das in diesem Moment in nonverbaler Weise aber dennoch wörtlich suggeriert - erst ab Beginn des 20. Jahrhunderts "zu erzählen beginnen möchte" um meine Auffassungsgabe
nicht zu überfordern. Ich hatte das Gefühl, ich habe auf jegliche Parallelwelt in diesem domartigen Gebilde seit Beginn des 20. Jhdt. Zugriff und könnte jederzeit in eine dieser Welten hineinwechseln,
wenn die Dosis noch etwas höher gewesen wäre.

Diese erhabene Sicht auf alle möglichen Parallelwelten aus verschiedenen Zeitaltern, die alle überströmt waren mit starken MET-Visuals wurde parallel dazu begleitet von einer stark introspektiven
Betrachtungsweise meiner Selbst. Plötzlich wurden so etwas wie Geheimnisse aus meinem Inneren an die Oberfläche geholt und sozusagen offen gelegt. Mir fiel plötzlich wieder ein, wie ich als Kind
heimlich rauchen musste weil ich es offiziell noch nicht durfte, was für ein Vesteckspiel das ganze war und wie sehr man sich aber durch solche Verheimlichungen und Verbote in seiner Entwicklung
behindert, weil man nie voll, ganz und wahrhaftig sein kann. Das wurde in diesem Moment emotional stark spürbar und visualisiert wurde das ganze als Gedankenbilder aus der Kindheit die Ähnlichkeit
mit diesen Salvia-Kindheitsflashbacks hatten, nur das dieses Gedankenbild halbtransparent aus Dreiecken bestand wie man sie von DMT kennt, oder eben wie man sie in diesem Fall von MET kennt.
Ich war wieder ungefähr 10 Jahre alt und die Gedankenbilder die vor meinem geistigen inneren Auge herunter liefen, waren Kaskaden aus Dreiecken mit "Gedanken Texturen".

Etwa so wie auf diesen Bildern sahen die MET-Visuals aus:

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Plötzlich begann ich in einer mit Worten kaum erfassbaren Weise mit dem oben beschriebenen domartigen Gebilde zu fusionieren. Ich war all diese Parallelwelten. Mir wurde klar, dass es keine
Parallelwelt gibt, die nicht aus mir heraus erschaffen wurde. Sekunden später folgte eine Art Rekursion, die mich sehr an die rekursive Erschaffung des Seins erinnerte die ich bei DMT schon oft
hatte und doch etwas anders war. Das Ganze war wieder eine erstaunliche Mischung aus Salvia und Tryptaminen. Dieser beschriebene Dom mit all seinen aufeinander gestapelten Parallelwelten in seinem
Inneren, die sich letztlich alle als mein Inneres enttarnten, denn ich bin ja das Universum, begann sich nun etwas zu verformen, bis er in etwa die Form hatte, von diesem Glaskopf bei der Glaspfeife
und unten war ein Loch. Durch dieses Loch strömte Rauch herein. Dieser Rauch war ich, doch gleichzeitig war ich auch dieser Dom, also alle Welten, die in diesem domartigen Gebilde existierten.
Ich fragte diesen Rauch, was er denn da macht, woraufhin er sagte: "Ich wollte mal nachschauen was sich zuhause so tut".
Daraufhin setzte ein kurzer aber harter Lachanfall ein, der mich sehr an Salvia erinnerte. Überhaupt erinnerte mich diese Sequenz einerseits an die rekursive Erschaffung des Seins, bei der das eigene
Ich im Zentrum steht, so wie man es von Tryptaminen kennt und gleichzeitig aber auch an diese völlig verdrehte Salvia-Antilogik die aber dann noch wieder logisch ist, so logisch das man sich
darüber kaputt lachen kann. Das war eine salviaartige Metapher, die die rekursive Erschaffung des Seins durch mich selber, nochmal aus einem anderen Blickwinkel betrachten lies.
Ich schaue bei mir selber - also dem Universum das ich erschaffen habe - zuhause nach was sich so tut. Das ist diese abstruse Salvialogik über die man sich einfach kaputt lachen kann.

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Während ich mich selber als dieser Rauch in dem domartigen Gebilde ausbreitete durchlebte ich sekundenweise verschiedenste dieser alternativen Parallelwelten, manche intensiver, manche weniger
intensiv. Dieses Durchleben von Parallelwelten hielt auch in der Nachglühphase noch für eine Stunde subtil an und erinnerte wirklich extrem an die Parallelwelten von Salvia nur das eben
dieses typische Tryptaminfeeling dabei war und die Welten oft einen Touch von MET-Visuals hatten.

Was mir auch noch auffiel war, dass jede dieser Welten einen Sinn hat und das ich beim Durchleben dieser Welten oft auf so etwas wie einer Leiter stehe, welche symbolisiert, dass man erst
in die nächsthöhere Welt aufsteigen kann, wenn man die aktuelle Welt gemeistert hat, wie ein Level in einem Computerspiel. Auch fiel mir auf, dass insbesondere die 2. Phase vom Trip wieder
dysphorisch war. Das fiel mir auch schon bei der ersten Erfahrung auf, dass MET ähnlich wie Salvia dysphorisch ist. Abgesehen von den Lachkicks aus dieser Antilogik heraus, gibt es eigentlich
nichts euphorisches auf dem Trip und MET scheint einem auch in einer nonverbalen Weise in dem Moment etwas zu suggerieren, was auf menschliche Worte übersetzt etwa so klingen würde wie:
"Was willst du denn überhaupt!? Du bist doch hier hergekommen um das zu erleben, also beklag dicht nicht über mich!"

Jetzt als der akute Höhepunkt etwas abklang, fiel mir erst auf, dass MET auch einen starken Tryptaminbodyload auslöst. Beim Einsetzen der Wirkung war ich so von den Visionen der Parallelwelten
überwältigt, dass ich mein irdisches Dasein als Mensch aus Fleisch und Blut ganz vergessen hatte. Auch jetzt war ich mir noch nicht ganz sicher, dass ich ein Mensch bin, der gerade MET geraucht hat.
Im Hinterkopf begann ich wieder bewusst zu atmen und spürte bei jedem Atemzug dieses für Tryptamine typische stark veränderte Körpergefühl. Ich hatte einen starken Tryptaminbodyload jedoch fiel mir
auf, dass der Bodyload hier von den unteren Chakren ausgeht. Während bei vielen Tryptaminen die höheren Chakren, insbesondere das Herzchakra angesprochen werden, schien sich die chakrenaktivierende
Wirkung hier eher in den unteren Chakren abzuspielen. Auch insgesamt ist die Frequenz von MET sehr viel niedriger als jene von DMT.

In der Nachglühphase durchlebte ich dann nochmal subtil verschiedene dieser alternativen Parallelwelten die ich im Dom gesehen hatte und die Visuals begannen sich etwas zu verändern.
Jetzt waren es bei geschlossenen Augen häufig so regenbogenfarbene Übergänge, die etwas Ähnlichkeit mit 4-HO-MET hatten, teilweise sahen sie auch aus, wie Farbkleckser, die auf Wasser tropfen,
sich dort auflösen, verschwimmen und unglaublich psychedelisch strahlen. Ein paar mal waren es auch so Oberflächen, die von Lava aufgebrochen wurde und die Bruchstellen strahlten in unglaublichen
psychedelischen Farben. Mir fiel auf, dass MET ähnlich wie 4-HO-MET ein ganz spezielles Spektrum an Farben hat, aber MET scheint insgesamt etwas dunkler und niederfrequenter als 4-HO-MET zu sein.
Es hängt eher an manifesten Parallelwelten, so wie Salvia und ist nicht so sehr in der hochfrequenten Urform des Seins.

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Obwohl ich mir noch nicht 100% im Klaren war, dass ich ein Mensch im Jahr 2019 bin, der gerade MET geraucht hat, begann sich beim Neuaufbau des Egos auch die für Tryptamine typische Ich-Stärkung
bereits voll zu entfalten. Ich stellte mir vor, wie alles, was für mich relevant ist, in einer abgeschlossenen Blase stattfindet. Diese Blase hat Prioriät und alles ausserhalb davon kann erstmal
vernachlässigt werden. An erster Stelle stehe ich mit meinen Interessen und ansonsten absolut nichts und niemand. In diesem Moment waren auch die Paranoia weg und ich hatte nicht diese abstrusen
Gedanken, dass ich schon längst gesucht werde und mich jeder verfolgt.
Als ich mich mit offenen Augen in der fast stockdunklen Umgebung umblickte, wirkte diese noch stark entfremdet, in einer Weise die ich nicht wirklich in Worte fassen kann. Das hatte ich bei der
ersten Reise mit MET auch, dieses Entfremdungsgefühl. Dieses mal erschien es mir so, dass dieses Entfremdungsgefühl, durch diese rasche hin und her geworfen werden, zwischen den einzelnen Parallelwelten
entsteht, was bedingt, dass man sich in Kombination mit der teilweisen Egoauflösung, nicht mehr sicher ist, wer man jetzt überhaupt ist und aus welcher dieser Welten man kommt.

MET ist ein sehr merkwürdiges aber ebenfalls hochinteressantes Tryptamin, welches wohl wirklich Salvia und Tryptamine vereint, quasi wäre das im Grunde so etwas wie die psychedelische Weltformel.
Ich sage hier absichtlich "Tryptamine" und beziehe micht nicht auf ein einzelnes Tryptamin, weil ich kein Tryptamin kenne, dass genau in diese Beschreibung passen würde. Durch den Salviaanteil
wird nämlich die Tryptaminwirkung so verzerrt, dass man sie kaum einem bekannten Tryptamin zuordnen kann. Am ehesten würde ich die Tryptaminwirkung noch DMT zuordnen, aber nur im weitesten Sinne.
Man darf nicht erwarten, dass man einen DMT-Trip bekommt, wenn man MET raucht, aber die Parallelen sind am ehesten trotzdem noch in DMT zu finden, aufgrund des domartigen Gebildes in welchem
sich ein grosser Teil des Trips abspielt und aufgrund der dreieckigen Visuals die auch vorkommen. Auch chemisch ist es am ehsten mit DMT verwandt, es wurde nur eine Methylgruppe durch eine Ethylgruppe
ersetzt. DMT ist Dimethyltryptamin und MET ist Methylethyltryptamin.
Man kann im Prinzip sagen, MET ist so etwas wie die psychedelische Weltformel, die Salvia und DMT in einer Substanz kombiniert und die zentralen Sichtweisengewinne der beiden Substanzen
in einer synästhetischen Weise vereint. Mir ist das bei gerauchtem DMT schon öfters aufgefallen, dass sich hier oft solche Subräume im DMT-Dom zeigen, die die Salviawelt sind, bei MET jedoch ist
dieser Effekt sehr viel stärker ausgeprägt, es ist hier wirklich so, als würden die Salviawelt und eine Art DMT-Dom halbtransparent übereinander liegen. Wichtig zu wissen an dieser Stelle ist auch
noch, dass man MET nicht kennt, wenn man Salvia und DMT kennt. Doch wie ist das zu verstehen, wenn MET doch eine Fusion der beiden ist? Man kann es am besten mit Farben veranschaulichen.
Wenn man Rot und Grün kennt, kennt man deswegen noch nicht Orange, obwohl Orange aus Rot und Grün darstellbar ist. Es besteht aus diesen beiden Farben, sieht aber doch wieder anders aus, hat eine
andere Ausstrahlung. So ist es auch mit MET. In diesem Tryptamin finden sich Aspekte von Salvia und DMT wieder, aber in Summe hat es doch eine ganz eigene Aura, für die es ebenfalls kein treffendes
Wort gibt. So wie MET fühlt sich einfach nur MET an und nichts anderes.
Bei meinem ersten Bericht mit MET habe ich noch gerschrieben, dass es visuell schwach ist. Das muss ich wohl revidieren. Bei höherer Dosis und besserer Rauchtechnik fetzt es halbwegs und ich würde
sagen, dass es auch ein Durchbruch war, obwohl sich der Durchbruch anders angefühlt hat als bei DMT, wie gesagt, eine Mischung aus 2 Farben und man hat eine völlig neue Farbe, genau so ist es auch hier.
Ausgesetzt in der Salviawelt, bei mir habe ich nur meine Bong und ein Feuerzeug. Entitäten werden mich begleiten. Ich zeige Ihnen, wie man hier überlebt!
KRAHOF
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Re: Der "Salvia Dom" - geniale Reise mit 60mg MET

Beitrag von KRAHOF » 22. Dez 2019, 19:34

Ein wunderschöner Trippbericht,hat mir unglaublich gut
gefallen :Hände Klatschen: , ich werde ihn noch öfter durchlesen um ihn noch besser zu verstehen.Leider habe ich noch keine Erfahrung mit MET.
Weiterhin schönen Abend und beste Grüße
:)

KRAHOF
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SmellsLikeTeaN,NSpirit
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Registriert: 5. Dez 2019, 16:07

Re: Der "Salvia Dom" - geniale Reise mit 60mg MET

Beitrag von SmellsLikeTeaN,NSpirit » 24. Dez 2019, 15:26

So, ich hatte heute meine Weihnachtsgeschichte und kann getrost auf anderes verzichten. :angel:
Danke für diesen tollen Bericht... :98:
educating the mind without educating the heart is no education at all -Aristoteles-
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